Das Blasformen, auch Extrusionsblasen genannt, ist eine Methode zur Herstellung von Hohlkörpern aus Thermoplasten.
Dann fährt ein Dorn von oben oder unten in den Schlauch ein. Das zu diesem Zeitpunkt noch geöffnete zweigeteilte Werkzeug fährt dann zu und umhüllt den Schlauch mitsamt dem Dorn. Durch den Dorn wird sodann Druckluft in den Schlauch gepresst, womit dieser aufgeblasen und an die Kontur des Blaswerkzeugs angepresst und abgekühlt wird. Der Kunststoff passt sich so der vorgegebenen Form an und wird fest.
An der Halspartie, am Boden und an der Nahtstelle zwischen den beiden Werkzeughälften entstehen Butzen aus Kunststoff, die teilweise gleich beim Öffnen abgeschert werden, teilweise ist eine Nachbearbeitung notwendig. Dieser Abfall wird wiederverwendet (Recycling).
Durch Variation der Materialstärke im Schlauch lässt sich die Dicke des Kunststoffs im Fertigprodukt steuern. Bei symmetrischen Gebilden wie Fässern lässt sich dies vorausberechnen, bei komplexeren Formen wird in einer sogenannten Nullserie die Materialstärke variiert, bis das Ergebnis passt.
Eine Eigenschaft des Blasformens gegenüber dem Spritzgießen ist, daß Hohlteile hergestellt werden und auch Hinterschnitte ohne Schieber (siehe Formenbau) in begrenztem Ausmaß hergestellt werden können. Die Variation der Wanddicke ist gegenüber dem Spritzgießen nur indirekt möglich, erreichbare Toleranzen daher größer.
Marktführer in der Herstellung von Hohlkörperblasmaschinen ist das Unternehmen BEKUM Maschinenfabriken GmbH aus Berlin mit weltweit ca. 600 Mitarbeitern in 5 Produktionsstandorten im In- und Ausland.
Für druckbelastete Behälter (beispielsweise kohlensäurehaltige Getränke) wird in der Regel das Spritzblasen angewandt.
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