Blasenstein_OP_Situs.jpgHarnsteine (lat.: Urolithiasis) sind krankhafte feste Gebilde (Konkremente), die in den ableitenden Harnwegen entstehen können, also in den Nieren (Nierensteine), im Harnleiter (Harnleitersteine, Uretersteine) und gelegentlich auch in der Harnblase (Blasensteine). Harnsteine können entstehen, wenn Mineralsalze ausgefällt werden, die normalerweise im Urin gelöst sind, beispielsweise Kalziumcarbonat, Kalziumphosphat und Kalziumoxalat. Bei einem hinreichend großen Säure
Harnsteine bleiben häufig lange Zeit unbemerkt und werden erst (häufig unter extrem starken, krampfartigen Schmerzen (Kolik)) auffällig, wenn sie sich im Nierenbecken oder im Harnleiter verklemmen. Therapie der Kolik: mithilfe schmerzlindernder und krampflösender Medikamente. Andernfalls müssen sie entfernt werden, früher meist durch Operation. Als Vorbeugung gegen neuerlich auftretende Beschwerden wird das Trinken genügend großer Flüssigkeitsmengen (mindestens zwei Liter pro Tag) empfohlen und der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel: bei kalziumhaltigen Steinen auf Milchprodukte, bei Oxalatsteinen zum Beispiel auf Rhabarber und bei Harnsäuresteinen auf Leber- und Blutwurst.
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