Die Adelsfamilie von Blankenfelde war eine der ältesten Berliner Patrizier- und Ratsfamilien, die ihre Blüte zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert hatte und in dieser Zeit sieben Berliner Bürgermeister stellte.
Man vermutet, dass die Blankenfelde (de Blankenfilde) ein Kriegergeschlecht sächsischer Herkunft war. Sie hatten um 1220 die Dörfer Blankenfelde im Landkreis Niederbarnim und Blankenfelde im Landkreis Teltow-Fläming und ein gleichnamiges Dorf in der Neumark gegründet.
Das Wappen der Blankenfelde zeigt eine stehende rote Trense in weiß-blauem Feld mit zwei roten Sternen. Es schmücke ein Kapitell am Stammhaus in der Spandauer Straße und stehen heute zusammen anderen Ornamenten in der Nikolaikirche oder im Märkischen Museum in Berlin.
Die Familie besaß außerdem ein weiteres Haus in der Klosterstraße 71 am Barfüßer Kirchhof neben der Marienkirche. Es ist auch die Rede von einem Haus neben dem „Grauen Kloster der Barfüßer“, für das Kloster sollen die Blankenfeldes mehr oder weniger große Summen gestiftet haben. Möglicherweise handelt es sich hier um das selbe Haus.
Das Geschlecht derer von Blankenfelde verfügte auch über ländlichen Lehens- und Eigenbesitz. In vielen Dörfern erwarben sie die grund- und landesherrlichen Einnahmequellen, mitunter auch ganze Dörfer. Während der Jahrhunderte des Blankenfelder Familiengeschichte werden Besitztümer in Seefeld, Wartenberg, Rodensee, Groß Ziethen, Birkholz bei Bernau, Malchow, Herzfelde, Werder, Rüdersdorf, Blankenburg, Pankow, Weißensee, Altena, Hennikendorf, Kaulsdorf erwähnt, aus denen die Familie Pacht- und Zinseinkünfte bezog.
Diese Einnahmen machte die Familie ökonomisch unabhängig, was ihr den Spielraum gab, sich am städtischen politischen Leben zu beteiligen. So nahmen die Blankenfeldes oft Ratsherren- und Bürgermeisterpositionen ein.
Zu Beginn des 17. Jahrhundert wurde die Familie Blankenfelde immer bedeutungsloser. Nach dem Verkauf des Stammhauses zog sie sich auf das noch verbliebene Gut in Weißensee zurück. 1616 verkaufte sie auch diesen letzten Teil des Besitzes.
Auch hier kann man etwas über die Zeit der Familie Blankenfelde nachlesen. Hier ist auch Thomas Blankenfelde erwähnt.
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"Blankenfelde (Adelsfamilie)".
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