Die Black Panther Party (ursprünglich Black Panther Party for Self-Defense) war eine umstrittene afro-amerikanische Bürgerrechts- und Selbstschutzbewegung in den USA. Ihre Hauptaktivität hatte die im Oktober 1966 von Huey P. Newton, Bobby Seale, and Richard Aoki gegründete Organisation in den 60ern und 70ern. Ursprünglich war die Partei gegründet worden, um im Namen der Gerechtigkeit für Afroamerikaner, gegen die damalige gesellschaftliche Unterdrückung, bewaffneten Widerstand zu leisten. Während die Anführer ihre Rhetorik auf revolutionären Klassenkampf stützten und viele Ideen aus den Werken von Marx, Lenin und Mao übernahm, zog der nationalistische Ruf der Partei widersprüchliche Personen an, sodass die Ausrichtung der Organisation nie einheitlich war und es oft zu deutlichen Differenzen zwischen Basis und Führung kam.
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Im Zuge der Geschichte des Rassismus gegen Schwarze in den USA kam es in den 1960er-Jahren zu den größten Bürgerrechtsbewegungen der schwarzen Bevölkerung. Malcolm X und Martin Luther King zählten zu den bekanntesten Bürgerrechtlern dieser Jahre.
Die Ermordung Malcolm X' 1965 löste landesweit schwere Unruhen aus, in deren Verlauf über 300 Schwarze von Militär und Polizei getötet wurden. Zwei junge Schwarze in West-Oakland, Kalifornien, Huey Newton und Bobby Seale, gründeten daraufhin Anfang 1966 die Black Panthers Party for Self-Defence, um die Ideen Malcolm X' umzusetzen. Dazu verteilten sie unter der Bevölkerung ein 10-Punkte-Programm, in welchem sie
Schon kurz darauf waren über 100 Mitglieder registriert. Die Gruppe brachte eine eigene Zeitschrift, The Black Panthers, Black Community News Service in einer Auflage von 5.000 Stück heraus. Dieses Organ wuchs auf bis zu 125.000 Stück an. Sie organisierte soziale Projekte, wie ein Frühstück für alle Kinder, Gesundheitsstationen, Rechtsberatung sowie in einigen Fällen den Kampf gegen Drogendealer und Zuhälter.
Eines der prominentesten Mitglieder der Black Panther Party wurde Angela Davis.
Im Oktober 1967 wurde der Mitbegründer, Huey Newton, von der Polizei in Oakland angeschossen und noch während der Operation massiv bedroht. Kurz darauf wurde er wegen Mord an einem Polizisten verhaftet und angeklagt. Diese Verhaftung löste eine Protestwelle aus, an der sich auch Weiße beteiligten. Die Mitgliederzahlen wuchsen rasant an, es bildeten sich landesweit Ortsgruppen. Auch andere Minderheiten gruppierten sich und aus dem Ausland kamen Sympathieschreiben und Gelder.
1968 wurde der Zusatz Selbstverteidigung gestrichen, weil sie so stark waren dass sie sich nicht mehr vor der Polizei oder dem Staat verstecken müssten . Deshalb formierte sich der Widerstand des Staates. Das FBI (COINTELPRO-Programm) begann, Ortsgruppen zu unterwandern und einzelne Mitglieder willkürlich zu verhaften und mit gefälschten und echten Aussagen vor Gericht zu bringen. Der Chef der Behörde, J. Edgar Hoover, bezeichnete die Gruppe als größte Bedrohung der nationalen Sicherheit.
Zwei Tage nach der Ermordung Martin Luther Kings (4. April 1968) wurde ein Panthermitglied ermordet. Die Verhaftungswelle rollte weiter. Auch die Waffengewalt eskalierte. Anfang 1969 wurden drei weitere Mitglieder von Agenten des FBI ermordet und zwei verletzt. Im Dezember wurde der Vorsitzende der Ortsgruppe Chicago, Fred Hampton und ein weiterer getötet, drei weitere Mitglieder, darunter die schwangere Verlobte Hamptons, verletzt.
Illegale Hausdurchsuchungen und Verhaftungen wechselten mit Vergeltungsschlägen der Panthers. Polizisten und FBI-Agenten drangen in die Gesundheitsstationen ein und vernichteten Medikamente oder lösten die Frühstücksrunden auf. Allein die Verhaftungen (740) und die zu bezahlenden Kautionen (rund 5 Mio. US-Dollar) der Jahre 1968 und 1969 machten die Kassen der Gruppen leer. Viele Aktionen mussten eingestellt werden, wie auch die meisten der Verfahren, diese allerdings zum Teil erst Jahre später. Zwischen 1967 und 1970 wurden rund 40 Mitglieder ermordet und über 85 schwer verletzt.
Anfang der 1970er gab es rund 100 Ortsgruppen. Durch die Manipulationen des FBI (gefälschte Briefe mit Drohungen, Infiltration, Versorgung mit Drogen) zeigten sich erste Spannungen. Huey Newton, der erst kurz zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden war, nachdem die Anklage wegen Mord endgültig fallengelassen werden musste, und die meisten des Hauptvorstandes bekamen zunehmende Streitigkeiten mit Ortsgruppen vor allem an der Ostküste. Dies führte 1971 zur Spaltung der Black Panthers in zwei Fraktionen. Eine sprach sich für legale Arbeit in den Stadtteilen, die andere für den bewaffneten Kampf aus. 10 Jahre später trat die Bewegung nicht mehr als solche öffentlich auf. Noch heute jedoch sitzen ehemalige Black Panthers in Gefängnissen für Taten ein, die nachweislich nicht von ihnen begangen worden waren.
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