Bitterfeld ist die Kreisstadt des Landkreises Bitterfeld im Südosten des Landes Sachsen-Anhalt und ein Zentrum der chemischen Industrie.
Geografie
Bitterfeld liegt etwa 25 km nordöstlich von
Halle (Saale) und etwa 35 km nördlich von
Leipzig. Östlich befindet sich der
Muldestausee, südöstlich die
Goitzsche und im Norden schließt sich die Nachbarstadt
Wolfen an. Die Stadt liegt im
Naturraum Bitterfelder Bergbaurevier.
Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind Friedersdorf, Greppin, Holzweißig, Mühlbeck, Muldenstein, Pouch und Sandersdorf.
Vorgesehene Städtefusion
Bitterfeld wird zum 1. Juli
2007 mit der Nachbarstadt
Wolfen und den Gemeinden
Greppin,
Holzweißig und
Thalheim zu einer neuen Stadt
Bitterfeld-Wolfen mit zusammen etwa 50 000 Einwohnern fusionieren, die dann die viertgrößte Stadt Sachsen-Anhalts sein wird.
Geschichte
Vor dem
Zweiten Weltkrieg war Bitterfeld ein modernes Industriezentrum, in Zeiten der späten
DDR wurde es zu einem Symbol für die marode Ausstattung der Wirtschaft und gefährliche
Umweltverschmutzung. In jenen Jahren trug die Stadt auch den wenig schmeichelhaften Titel "dreckigste Stadt Europas".
Mit der Wende nach
1989 und den sich ergebenden Industriestilllegungen konnten Menschen, Pflanzen und Natur bildlich gesprochen wieder aufatmen. Wenn auch der Wegfall vieler Arbeitsplätze vielfach eine enorme Belastung für die Menschen bedeutete, konnte nun daran gedacht werden, die geschundene Region wieder lebenswerter zu machen. Mit milliardenschweren
Rekultivierungsleistungen wurde die Bergbaufolgelandschaft um Bitterfeld in eine Seenlandschaft verwandelt, welche heute Wanderern und Wassersportlern ein kleines Paradies beschert. Stück für Stück kann beobachtet werden, wie die Natur ihre alten Narben heilt.
Monika Maron porträtierte in ihrem Roman "Flugasche" die äußerst schwierigen Produktionsbedingungen in Bitterfelder Chemiebetrieben.
Trotz Stilllegung von zahlreichen Industriebetrieben und wirtschaftlichen Problemen ist Bitterfeld als Teil des "
Mitteldeutschen Chemiedreiecks" um
Halle (Saale) und
Leipzig mit dem neuen "Chemiepark" (siehe unten) noch immer ein bedeutender Standort der modernen
chemischen Industrie.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
|
| 1840 bis 1933
1939 bis 1984
1995 bis 2004
- Datenquelle ab 1995: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
1 29. Oktober
2 31. August
Politik
Städtepartnerschaften
Bitterfeld unterhält Städtepartnerschaften mit Marl (Nordrhein-Westfalen), Vierzon (Frankreich) und Dzershinsk (Russland)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
In dem 1839 in der Stadtmitte als Schulgebäude errichteten Kreismuseum befinden sich neben Dauerausstellungen zur Regionalgeschichte, Geologie, Biologie, Archäologie. Daneben ist eine Dauerausstellung der Ballonfahrt gewidmet, die in Bitterfeld auf eine 90jährige Tradition zurück blicken kann. Im Keller ist eine ständige Ausstellung zum Bitterfelder Bernstein zu sehen, die die einzige deutsche Bernsteinlagerstätte nach dem Zweiten Weltkrieg beschreibt.
Bauwerke
Pegelturm_Bitterfeld.jpg
- Ev. Kirche St. Antonius, 1905 – 1910, neugotischer Backsteinbau
- Rathaus, 1863 – 1865, neugotischer Backsteinbau nach Entwurf von August Friedrich Ritter
- „Fürstenherberge“, 1579, zweistöckiger, heute verputzter Fachwerkbau mit Renaissanceportal
- Kath. Kirche Herz Jesu im gotischen Stil
- Parkanlage Binnengärten, vulgo: Grüne Lunge
- Kulturpalast, erbaut 1954, hier wurde der "Bitterfelder Weg" 1956 verkündet; nach Sanierung Ende 2004 wieder eröffnet
- gefluteter Tagebau "Goitzsche" (Bernsteinsee) mit Pegelturm und Wasserfront
- Berufsbildende Schule „August von Parseval“, 2000, seinerzeit größtes Niedrigenergiegebäude Deutschlands, Planung und Ausführung: scholl architekten gmbh, Stuttgart
Sport
Wirtschaft und Infrastruktur
Mit Beginn des Braunkohletagebaus
1839 südlich von Bitterfeld nahm der Ort einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung. Die über den Kohlefeldern lagernden Tonschichten begünstigten ein schnelles Wachstum der
Steinzeugindustrie, die neben der im Rheinland zu den wichtigsten des Deutschen Reiches gehörte.
1893 errichtete
Walther Rathenau die Elektrochemischen Werke, denen noch im gleichen Jahr die Chemische Fabrik Griesheim als weiterer Betrieb der
Elektrochemie folgt. Hiermit war der Grundstein für Bitterfeld als bedeutendster Ort der europäischen
Chlorchemie gelegt. Ausschlaggebender Grund für die Ansiedlung waren die ausgiebigen und preiswerten Kohlevorkommen, die zur Herstellung von elektrischer Energie benötigt wurden. Die chemische Industrie expandierte enorm und gewann während des
Ersten Weltkrieges zusätzlich an Bedeutung, als das rohstoffarme Deutschland gezwungen war, auf chemischem Wege gewonnene Ersatzprodukte zu schaffen. In Bitterfeld wurde
1915 eine der größten
Aluminiumhütten errichtet, daneben entstanden Groß
kraftwerke. Auch der
Braunkohletagebau erweiterte sich zusehends, was negative Auswirkungen auf die Landschaft hatte. Mit Bildung der
IG Farben AG
1925 wurde Bitterfeld ab
1926 Sitz der IG Farben Betriebsgemeinschaft Mitteldeutschland. In den Folgejahren kamen die Braunkohlengruben in den Besitz der IG Farben. Nach Kriegsende wurden die Betriebe
1946 in
Sowjetische Aktiengesellschaften überführt, um dann als Volkseigene Betriebe der DDR übereignet zu werden. In Bitterfeld entstanden so die
VEB Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld (EKB) die
1969 in den
VEB Chemiekombinat Bitterfeld (CKB) übergingen. Bitterfeld beherbergte mit dem
VEB Industrie- und Kraftwerksrohrleitungsbau Bitterfeld (IKR) einen weiteren bedeutenden Betrieb der DDR-Wirtschaft. Die Betriebe der Steinzeugwerke wurden in den
VEB Steinzeugwerke Bitterfeld überführt, der bis
1959 bestand. Ein weiteres bedeutendes Unternehmen war das Braunkohlenkombinat Bitterfeld (BKK). Die Umweltprobleme, die die Bitterfelder Industrie aufgrund einer stark überalterten Ausstattung ohne
Umweltschutzmaßnahmen verursachte, sind legendär. Die nach
1989 einsetzende Sensationsberichtserstattung westdeutscher Zeitungen
stigmatisierte Bitterfeld zur "schmutzigsten Stadt Europas".
1990 erfolgte die großflächige Stilllegung von Industriebetrieben und das Ende des Braunkohlenbergbaus. Die Tagebaubrachen wurden größtenteils geflutet und mit erheblichen Fördermitteln renaturiert. Das Gelände der chemischen Industrie wurde privatisiert und daraus hervorgegangene Betriebe führten zusammen mit namhaften Neuansiedlern (
Bayer,
Heraeus,
Akzo Nobel,
Degussa) die Tradition Bitterfelds als bedeutenden Chemiestandort fort. Im Bayer-Werk Bitterfeld werden z.B. fast alle
Aspirin-Tabletten für den europäischen Markt produziert. Als Standortvorteil erweist sich ein Stoffverbund, der über ein weitverzweigtes Rohrbrückensystem innerhalb des Chemieparks zwischen verschiedenen Anliegern, speziell im Bereich der
Chlorchemie, durchgeführt wird. Der politische Wechsel 1989/1990 und die anschließende Umgestaltung und Privatisierung der
Industrie führte zu einer
Arbeitslosigkeit von über 20%, die seit längerer Zeit mit Maßnahmen der
Bundesagentur für Arbeit abgemildert wird, aber niemals kompensiert werden konnte. Die reale Arbeitslosigkeit bewegt sich
2005 bei ca. 25%.
Verkehr
Anschluss an ein reguläres Wegenetz erhält der Kreis Bitterfeld
1823 mit Anbindung an die Chaussee von Berlin über
Halle (Saale) nach
Kassel. Ihr Verlauf entspricht auf Kreisgebiet dem der heutigen
Bundesstraße 100. Die im Jahr 1840 eröffnete Bahnverbindung
Magdeburg -
Halle (Saale) schließt den Kreis Bitterfeld an das noch junge deutsche Bahnnetz an. Allerdings ist der Nutzen gering, da die Linie nur den westlichen Teil des Kreises berührt. Die Situation verbessert sich, als Bitterfeld
1857 eine Bahnverbindung nach Dessau erhält und an das Netz der Berlin-Anhalter Eisenbahn angeschlossen wird. Bereits zwei Jahre später entstehen Verbindungen nach
Leipzig,
Halle (Saale) und
Wittenberg. Bitterfeld wird damit
1859 zu einem Bahnknoten und bietet eine hervorragende Ausgangslage für die Entwicklung der einheimischen Braunkohlen- und Steinzeugindustrie. Ergänzt wird das Bahnnetz
1897 mit der Linie Bitterfeld -
Stumsdorf, die den Bahnknoten Bitterfeld direkt mit der Linie
Magdeburg -
Halle (Saale) verbindet.
1868 wird die Kreischaussee Bitterfeld -
Zörbig eröffnet. Ab
1911 ist Bitterfeld an den elektrischen Zugverkehr angeschlossen. Die erste normalspurige Vollbahnstrecke des deutschen Reiches nimmt zwischen Bitterfeld und
Dessau ihren Betrieb auf. Mit Beginn des
Ersten Weltkrieges wird der elektrische Betrieb eingestellt und erst
1922/
1923 wieder aufgenommen. Bitterfeld ist nun Teil des Mitteldeutschen Ringes, der von
Magdeburg über
Dessau nach
Halle (Saale) und
Leipzig verläuft. Die Reichsautobahn von
Berlin nach
Nürnberg (die heutige
A9) berührt den Kreis und wird
1936 eröffnet. Drei Auf- und Abfahrten befinden sich im Kreis:
Dessau-Süd,
Zörbig (heute Abfahrt
Wolfen) und
Brehna.
Ansässige Unternehmen
Folgende Unternehmen (Auswahl) sind im neu entstandenen Preiss-Daimler ChemiePark Bitterfeld Wolfen * angesiedelt:
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- Eugen Gustav Goltz, Stadtverordneter, Ehrenbürgerwürde am 2. Januar 1896
- Heinrich August Piltz, Stadtverordneter und Industrieller, Ehrenbürgerwürde 1902
- Albert Richter, Kaufmann und Stadtrat, Ehrenbürgerwürde 1924
- Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg, Ehrenbürger 1933
- Lothar Hentschel, Bürgermeister der Partnerstadt Marl, Ehrenbürgerwürde 1996
- Ernst Thronicke, Zeichenlehrer und Maler, Ehrenbürgerwürde 1998
Wichtiger Hinweis: Die Ehrenbürgerwürde ist ein Recht, das nach § 34 der Gemeindeordnung von Sachsen-Anhalt nur an lebende Personen verliehen werden kann. Es erlischt mit dem Tod. Gleiches galt auch für die vorher geltende Provinzialverfassung des Landes Sachsen-Anhalt. Aus diesem Grund hat Bitterfeld zurzeit strenggenommen nur einen Ehrenbürger.
Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Ernst Altenburg (* 1736, † 1801), Trompeter und Organist
- Arno Werner (* 1865, † 1955), Lehrer, Organist und Musikhistoriker
- Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Thon (* 25.04.1859, † 07.05.1932) Thon war Schriftsteller und veröffentlichte unter dem Pseudonym Fritz Erdner zahlreiche Werke. Er studierte Deutsch und klassische Sprachen. Nach seiner Promotion 1888 kam er als Lehrer nach Bitterfeld. Sein umfangreicher Nachlass befindet sich heute im Stadtarchiv Bitterfeld.
- Emil Obst (* 14.06.1853, † 24.01.1929) machte sich seit 1876 als Heimatforscher der Region Bitterfeld in außerordentlicher Weise verdient. Seine Sammlung war der Grundstock des von ihm 1892 gegründeten Stadtmuseums. Bis zu seinem Tode war er unermüdlich als Chronist und Heimatforscher tätig, auf seinen Forschungsergebnissen baut die Heimatgeschichte der Gegenwart auf.
Andere Persönlichkeiten
- August von Parseval (* 05.02.1861, † 22.02.1942) ist zwar kein Sohn der Stadt Bitterfeld, aber seine von ihm entwickelten Prallluftschiffe wurden teilweise in Bitterfeld gebaut. 1907 entstand hier eine Luftschiffwerft. Parseval war Ehrenmitglied des 1909 gegründeten "Verein für Luftschiffahrt von Bitterfeld und Umgegend". 1910 wurde die dort verlaufende Parsevalstraße nach ihm benannt.
- Walther Rathenau (* 29.09.1867, † 24.06.1922) war ebenfalls kein Sohn der Stadt, aber er brachte durch die Ansiedlung der Elektrochemischen Werke im Auftrag der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG) 1893 die chemische Industrie nach Bitterfeld und begründete somit den Aufstieg der Region zum Industriezentrum.
Bürgermeister
Der Rat der Stadt bestand aus dem Bürgermeister und des bis zu drei Ratsfreunden. Sie alle wurden jährlich neu gewählt, sodass jeder von ihnen im Abstand von drei Jahren mindestens einmal den Vorsitz des Rates ausübte.
- 1556 Moritz Poyda († 1560)
- ab 1558 im Wechsel: Moritz Poyda († 1560), Nicolaus (oder Nickel) Harding († 1576), Hermannus Bartholdus († 1589), Hans Quale († 1593) und Wenzel Haynn († 1631)
- 1591, 1594, 1597 Conradus Reuter († 1626)
- 1596 Paul Reuter
Bürgermeister für das 17. bis in das 18. Jahrhundert hinein sind bis auf einen Valentin Becker, der 1661 starb, nicht bekannt.
- 1727 bis 1731 Johann Christoph Schildhauer (* 1666, † 1745)
- bis 1816 Johann Christian Friedrich Schmiedt, Johann Gottfried Barth, Johann Gottlieb Ander
- 1831 bis 1837 Friedrich Gottlieb Viole (* 1796, † 1837)
- 1837 bis 1846 Johann Gottlieb Ullrich
- 1846 bis 1848 Dr. Johann Friedrich Liepe (für geisteskrank erklärt)
- 1848 Franz Hellwig (Wahl nicht angenommen)
- 1848 bis 1850 Heinrich August Atenstaedt († 1850) (Interim)
- 1850 bis 1851 Dr. Johann Friedrich Liepe (anscheinend wieder gesundet)
- 1851 bis 1863 Gottlieb Meuche
- 1863 bis 1873 Gustav Frischbier
- 1873 bis 1890 Robert Sommer († 18.06.1890)
- 1890 bis 1914 Hugo Hermann Adalbert Dippe (* 03.06.1853, † 04.06.1916)
- 1915 bis 1927 Ernst Albert Hermann Schmidt (Wahl bereits 1914, durch Kriegsdienst Antritt verschoben)
- 1927 bis 1939 Arthur Erdmann Ebermann
- 1939 bis 1945 Erhard Johann Martin Nimz
- 1943 bis 1945 Dr. Walter Stieb (Interim)
- 26.04.1945 bis 30.08.1945 Gustav Dietrich (Abwahl durch sowjetischen Stadtkommandanten) († 1972)
- September 1945 bis 1946 Bernhard Moder
- 1946 bis 1949 Ernst Rettel
- 1949 bis 1950 Karl Salbach
- 1950 bis 1953 Heinz-Rudolf Strauch
- 1953 bis 1959 Wolfgang Stille
- 1959 bis 1971 Else Petruschka
- 1971 bis 1979 Max Dittbrenner
- 1979 bis 1982 Karlheinz Sohr
- 1982 bis 1990 Klaus Barth
- 1990 bis 1994 Edelgard Kauf
- seit 1994 Dr. Werner Rauball
Zitate über Bitterfeld
Sehen wir uns nicht in dieser Welt, dann sehen wir uns in Bitterfeld.
Dieser Spruch zierte den Giebel der Gaststätte "Preußische Krone" (Kreuzeck), eine von zahlreichen Reisenden frequentierte Station am Schnittpunkt wichtiger Reise- und Handelsrouten. Hier kreuzten sich die Wege Berlin - Wittenberg - Halle und Magdeburg - Dessau - Leipzig, so wie bis heute die beiden wichtigen Eisenbahnlinien. Dieses Zitat wird auch weiterhin heutzutage als Running Gag im Usenet oder in Foren häufig verwendet, allerdings in etwas abgewandelter Form.
- Weitere Erklärung für diesen Spruch ist die nachfolgende Geschichte: In Magdeburg weilte einmal ein seltsamer Zauberer. Dieser ließ vor vielen Zuschauern ein sehr kleines Pferdchen in einem Ringe tanzen. Am Ende des Spieles beklagte sich der Zauberer über die undankbaren Zuschauer, die seine Künste so wenig honorierten. Besonders Magdeburg habe er satt und wollte jetzt über Bitterfeld gen Himmel ziehen, ob vielleicht seine Sache dort besser stehe. Als er diese Worte gesprochen hatte, warf er die Zügel des Pferdchens in die Höhe. Das Pferdchen folgte den Zügeln. Der Zauberer ergriff das Pferd beim Schwanze, die Frau ihren Mann bei den Füßen, die Magd die Kleider der Frau, und so fuhren alle nach oben dahin. Der Zauberer rief noch, ehe alle verschwanden: "Seh'n wir uns nicht in dieser Welt, dann seh'n wir uns in Bitterfeld!" Die Zuschauer aber standen und hielten den Mund offen wegen diesem Wunder. (Quelle: http://www.deutsche-staedte.de/bitterfeld/index.html)
- Im Jahre 1921 übertitelte die nahe der Mulde gelegene Industriestadt das von ihr ausgegebene Notgeld mit diesem inzwischen zu einem geflügelten Wort gewordenen Spruch. Eine Ansicht des Gasthofs "Preußische Krone" zierte den Geldschein aus dem Jahre 1921.
- Bitterfeld, Bitterfeld, wo der Dreck vom Himmel fällt. Zu DDR-Zeiten wurde dieser Satz als ironische Anspielung auf die Umweltverschmutzung in der Stadt angewandt.
- Warum issen des hier eigentlich so grau in grau? Da hätt ich ja gleich in Bitterfeld bleiben können! (Anke Engelke als Doris Dubinsky im Film Der Wixxer)
- "Bitterfeld - Die schmutzigste Stadt Europas" - so wurde Bitterfeld einmal in einem SPIEGEL-Bericht ca. 1990 betitelt.
Literatur
- Stadt Bitterfeld (Hrsg.): 775 Jahre Bitterfeld. Streifzüge durch die Geschichte einer Stadt 1. Auflage. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1999, ISBN 3-932776-79-8
- Hackenholz, Dirk: Die elektrochemischen Werke in Bitterfeld 1914-1945. Ein Standort der IG-Farbenindustrie AG. Münster 2004, LIT-Verlag, ISBN 3-8258-7656-x
Weblinks
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Bitterfeld | Bitterfeld (stad)