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Bitola
 

Bitola / Битола

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Gemeinde: Stadt Bitola
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Fläche: 320 km²
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Höhe über NN: 576 m
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Einwohner: 95.385 (2004)
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Postleitzahl: 7000
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Ortsvorwahl: 047
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Kennzeichen: BT
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Moto der Stadt: "Bitola Babam Bitola"
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Bürgermeister: Vladimir Talevski
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Bitola (mazedonisch Битола, transliteriert: Bitola, griechisch Μοναστήρι/Monastiri, albanisch Manastir, türkisch Manastır) ist die mit 95.385 Einwohnern (2004) drittgrößte Stadt der Republik Mazedonien. Sie liegt im Südwesten des Landes auf 615 m Höhe am Flüsschen Dragor unterhalb des Bergmassivs Pelister. Die Entfernung zur nördlich gelegenen Hauptstadt Skopje beträgt 169 Kilometer, nach Ohrid sind es 66 Kilometer. In der Stadt leben neben Mazedoniern (89,7%) auch Roma (3,0%), Albaner (2,9%), Türken (1,8%), Aromunen (1,4%) und Griechen.

Bitola ist ein wichtiges Handels- und Industriezentrum sowie bedeutender Bildungsstandort in Mazedonien. Die Kliment-Ohridski-Universität in Bitola hat über 5000 Studenten. Die Stadt besitzt auch das älteste Theater (seit dem 19. Jahrhundert) Mazedoniens.

Die Innenstadt wird durch historische Häuser, Moscheen und Märkte aus der Zeit der osmanischen Herrschaft geprägt. Besonders schön ist der überdachte türkische Markt (Bezistan); die Isac-Moschee, die Weiße Moschee und die Yahdar-Kadi-Moschee wurden alle im 16. Jahrhundert errichtet, letztere von Sinan, dem berühmtesten osmanischen Architekten jener Epoche. Darüber hinaus hat Bitola eine Reihe orthodoxer Kirchen sowie ein katholisches Gotteshaus.

Geschichte

Bitola.jpg In der Nähe der heutigen Stadt lag die antike Stadt Heraclea Lynchestis, von der in den letzten Jahrzehnten bedeutende Teile ausgegraben worden sind. In römischer Zeit war Heraclea eine wichtige Station an der Via Egnatia und Vorort der Landschaft Lynchestis. Bereits im 4. und 5. Jahrhundert war die Stadt Bischofssitz und seine Metropoliten sind als Teilnehmer an den ökumenischen Konzilien bezeugt.

Im 11. Jahrhundert wurde Bitola erstmals urkundlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert eroberten die Türken die Stadt, die sie dann zu einem ihrer wichtigsten Verwaltungs- und Handelszentren auf dem Balkan ausbauten. Im Laufe des 19. Jahrhunderts richteten die meisten europäischen Großmächte konsularische Vertretungen in Bitola ein. Die osmanische Regierung gründete hier eine Militärakademie, deren berühmtester Schüler Kemal Atatürk gewesen ist. 1903 war Bitola ein Zentrum des mazedonischen Ilinden-Aufstands gegen die türkische Herrschaft. 1908 fand in Bitola der Kongress von Monastir statt, bei dem sich die Albaner für den ausschließlichen Gebrauch der lateinischen Schrift entschieden. Nach dem Ersten Balkankrieg fiel Bitola 1912 an Serbien.

Im Ersten Weltkrieg wurde in der Gegend von Bitola mehrfach gekämpft, denn zeitweise verlief hier die Thessaloniki-Front. Auf Seiten der Entente standen französische und serbische Truppen, von den Mittelmächten waren Deutsche, Österreicher und Bulgaren beteiligt. Bis zum Zweiten Weltkrieg blieb Bitola serbisch, zwischen 1941 und 1944 besetzte Bulgarien die Stadt und nach dem Krieg gehörte sie zur neu errichteten jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien.

Im Jahr 2001 wurde Bitola von den ethnischen Auseinandersetzungen zwischen den Mazedoniern und der albanischen Minderheit erfasst.

Kultur

manaki.jpg Das Wahrzeichen der Stadt ist die Saat Kula (Uhrturm). Der Turm ist 30 m hoch und sein Grundriss ist quadratisch. In historischen Aufzeichnungen wurde der Turm schon im 16. Jahrhundert erwähnt. Allerdings ist es nicht eindeutig belegbar, ob der heutige Bau schon zu dieser Zeit errichtet wurde.

Der Sirok Sokak oder Korzo ist die zentrale Einkaufsstraße der Stadt. Auf dieser Straße befinden sich auch die ältesten Gebäude der Stadt. In osmanischer Zeit residierten hier die Konsuln mehrer europäischer Staaten.

In Erinnerung an die Gebrüder Manaki aus Bitola, die in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zu den Filmpionieren gehörten, findet in der Stadt ein internationales Film-Festival statt.

Umgebung

15 km westlich von Bitola befindet sich der Gebiergszug Baba mit dem Bergmassiv Pelister (2601 m). 1948 ist ein 12.500 ha großes Gebiet zum Nationalpark erklärt worden.

Nahe bei der Stadt liegt auch der bedeutende archäologische Fundplatz Herakleia Lynkestis.

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Folklorot i etnologijata na Bitola i Bitolsko. (dt. Folklore und Ethnologie des Gebiets von Bitola) Materijali od Naucnijot Sobir odrzan vo Bitola 30, 31 Maj 1980 godina, hrsg. von Michailo Apostolski im Auftrag von Makedonska Akademija na Naukite i Umetnostite, Drustvo za Nauka i Umetnost. Bitola 1981.

  • Todorovski, Gligor (Hrsg.): Srpskata reokupacija na Bitola i Bitolsko. (dt. Die serbische Rückeroberung von Bitola und Umgebung) I na delovi od Prilepsko, Resensko i Ohridsko. (1916 - 1917). Skopje 1995.

Weblinks


Ort in Mazedonien

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