| Mehrfaches von Bit | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| SI Internationales Einheitensystem | Binär | |||||
| Name | Symbol | Mehrfaches | Name | Symbol | Mehrfaches | |
| kilobit | Kbit | 103 (oder 210) | kibibit | Kibit | 210 | |
| megabit | Mbit | 106 (oder 220) | mebibit | Mibit | 220 | |
| gigabit | Gbit | 109 (oder 230) | gibibit | Gibit | 230 | |
| terabit | Tbit | 1012 (oder 240) | tebibit | Tibit | 240 | |
| petabit | Pbit | 1015 (oder 250) | pebibit | Pibit | 250 | |
| exabit | Ebit | 1018 (oder 260) | exbibit | Eibit | 260 | |
| zettabit | Zbit | 1021 (oder 270) | zebibit | Zibit | 270 | |
| yottabit | Ybit | 1024 (oder 280) | yobibit | Yibit | 280 | |
Der Begriff Bit (engl.: Biss*) wird in der Informatik und Informationstechnik sowie verwandten Fachgebieten in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Sowohl der Gebrauch als auch die Schreibweise (Bit oder bit) sind dabei uneinheitlich und variieren in der Literatur; einige häufig, aber nicht immer verwendete Konventionen finden sich im Abschnitt Schreibweise. Es handelt sich um eine Wortkreuzung aus binary digit, englisch für Binärziffer. Der Begriff wurde von dem Mathematiker John W. Tukey vermutlich 1946, nach anderen Quellen schon 1943 vorgeschlagen. Schriftlich wurde der Begriff 1948 zum ersten Mal auf Seite 1 von Claude Shannons berühmter Arbeit A Mathematical Theory of Communication erwähnt. Allen Verwendungsweisen im Zusammenhang mit Information und Informationstechnik ist gemeinsam, dass ein Bit oder bit als ein Maß für die Größe bzw. den Umfang von Daten oder Informationen betrachtet wird.
Mögliche Verwendungen sind (da die Groß- und Kleinschreibung variiert, wird hier von einer Unterscheidung abgesehen):
Der Wert eines oder mehrerer Bits wird in der Informatik allgemein als Zustand bezeichnet, da ein Bit in der Anwendung von einem physikalischen Element, zum Beispiel dem erwähnten Transistor, dargestellt wird, welches einen bestimmten Zustand besitzt. Werden mehrere Elemente zu einer Einheit zusammengesetzt, hängt der Gesamtzustand dieser Einheit vom Zustand jedes einzelnen Elements ab, und es ergeben sich wiederum mehrere verschiedene Zustände dieser Einheit.
Repräsentieren diese Zustände ganze Zahlen durch Codierung im Dualsystem, so ist ein Bit umso gewichtiger (fachsprachlich: höherwertiger), je weiter links es in der niedergeschriebenen Bitfolge steht (siehe auch Stellenwertsystem).
Moderne Computer und Speichermedien verfügen über Speicherkapazitäten von Milliarden von Bits. Speichergrößen werden daher in anderen Einheiten angegeben. Im Allgemeinen verwendet man hier das Byte (ein Oktett von acht Bit) als Grundeinheit und Potenzen von 210 (= 1024) als Einheitenpräfixe (näheres siehe Byte). Im Bereich der Datenfernübertragung hat sich jedoch das Bit als Grundeinheit bei der Angabe der Datenübertragungsrate gehalten - ISDN überträgt maximal 64 kbit/s (64.000 Bit pro Sekunde) auf einem Nutzkanal, Fast Ethernet 100 Mbit/s (100 Millionen Bit pro Sekunde). Anders als beim Byte hält man sich hier streng an das SI-System für Vorsilben.
Daneben wird das Bit als Einheit verwendet:
So gesehen kann es geschehen, dass ein einziges Bit entscheidend ist für Annahme oder Ablehnung, Erfolg oder Misserfolg, in sicherheitsrelevanten Systemen wie etwa in der Raumfahrt sogar für Leben oder Tod.
Der Tatsache, dass nur ein falsches Bit ausreicht, um unerwartete Ergebnisse zu produzieren, kann man dadurch entgegnen, dass man Informationen redundant codiert. Die einfachste Art der redundanten Codierung besteht darin, einem Datenblock als Prüfsumme die binäre Quersumme, das so genannte Paritätsbit hinzuzufügen. Die Paritätsprüfung erlaubt es festzustellen, wenn ein einzelnes Bit im Block falsch übertragen wurde. Ist ein Fehler aufgetreten, kann der Empfänger eine Neuübermittlung anfordern (so etwa im TCP/IP-Protokoll).
Wenn mehr als ein redundantes Bit pro Datenblock hinzugefügt wird, spricht man von Vorwärtsfehlerkorrektur (forward error correction, FEC); sie wird bei manchen Datenträgern und bei vielen Datenübertragungsverfahren eingesetzt und erlaubt es, fehlerhaft ausgelesene beziehungsweise empfangene Bits zu korrigieren, solange die Fehlerdichte unterhalb einer kritischen Schwelle bleibt. So ist zum Beispiel auf einer CD jedes Byte über eine Strecke von 2 cm verteilt und mit anderen Bytes zusammen als Reed-Solomon-Code abgespeichert, so dass beliebige 1-mm-Streifen einer CD fehlen können und dennoch die ganze Information vorhanden ist. Der Preis für die Vorwärtsfehlerkorrektur ist der Speicherplatz (oder die Übertragungsbandbreite) für die redundanten Bits – der Speicherplatz von CDs wäre ohne solche Maßnahmen ca. 17 % größer, Netzwerke 40 % schneller, Mobiltelefone 200 % leistungsstärker, bei den letzten beiden unterschiedlich je nach Typ.
Je nach Art der Information ist dabei auch eine verlustbehaftete Kompression möglich, die zusätzlich den Speicherbedarf verringert. Der Informationsverlust wird dabei als (relativ) unwesentlich betrachtet – das ist vor allem bei Bild- und Tondaten möglich.
Theoretische Informatik | Logik | Hardware | Compilerbau | Informationseinheit | Kofferwort
Bit | Bit | Bit | Bit | Bit | Bit | Bito | Bit | Bitt | Bit | Bitti | Bit (informatique) | סיבית | Bit | Bit | Bit | Bit (informatica) | ビット | 비트 | Bitas | Bit (informatica) | Bit | Bit | Bit | Bit | Bit | Бит | Bit | Bit | Bit | Bit | บิต | Bit (bilişim) | Bit | 位