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Karte
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Karte Bistum Essen.png
Basisdaten
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Bischof: Dr. Felix Genn
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Weihbischöfe: Dr. h. c. Franz Grave
Franz Vorrath

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Altbischof: Dr. Hubert Luthe, Bischof em.
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Generalvikar: Dr. Hans-Werner Thönnes
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Offizial: Dr. Rainer Alfs
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Erzbistum: Köln
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Dekanate: 11 Stadt-/Kreisdekanate
28 Dekanate

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Pfarreien: 293 (Stand: 2005)
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Fläche: 1877 km²
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Einwohner: 2.633.706 (2005)
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Katholiken: 955.651
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Anteil: 36,3 %
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Anschrift: Zwölfling 16
45127 Essen

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Website: www.bistum-essen.de
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E-Mail-Adresse: bistum@bistum-essen.de
Das Bistum Essen (Ruhrbistum) (lat. dioecesis essendiensis) ist eine Diözese im Herzen Nordrhein-Westfalens und hat seine Mitte mit der Hohen Kathedralkirche in der Bischofsstadt Essen.

Geschichte


Ewald_Matare_Engel_Essen.jpg am Bischofswohnhaus]] Durch die päpstliche Bulle Papst Pius’ VII. De salute animarum („Zum Heil der Seelen“) wurden 1821 die Diözesangrenzen in Deutschland neu geordnet. Doch erst 100 Jahre später gab es Überlegungen für ein Bistum an der Ruhr, „damit die Kirche den arbeitenden Menschen in dem ständig wachsenden Ballungsraum näher komme und tiefer verwurzelt werde“, wie es hieß. Verhandlungen mit der preußischen Regierung scheiterten jedoch, und es kam 1929 nur zur Gründung der Bistümer Aachen und Berlin. Die kommunale Neuordnung im selben Jahr sprach jedoch weiterhin dafür, möglichst bald ein neues Bistum „Ruhrgebiet“ zu errichten. Denn inzwischen verliefen die Diözesangrenzen quer durch die Städte Duisburg, Oberhausen und Gelsenkirchen.

1951 wurden die alten Pläne zur Gründung eines neuen Bistums wieder aufgegriffen. Die Verhandlungen zwischen Vatikan und Land Nordrhein-Westfalen führten am 19. Dezember 1956 zu einem Vertrag über die Errichtung des Bistums Essen.

Danach traten das Erzbistum Köln zehn Dekanate mit 100 Gemeinden und 520.000 Katholiken, das Bistum Münster zehn Dekanate mit 82 Gemeinden und 450.000 Katholiken sowie das Erzbistum Paderborn neun Dekanate mit 91 Gemeinden und 370.000 Katholiken an das Ruhrbistum ab. Bischofskathedrale wurde die alte Stiftskirche, das 1100jährige Münster am Hellweg. Die Randgebiete dreier Bistümer hatten nun eine neue Mitte.

Zum ersten Bischof des neuen Bistums ernannte Papst Pius XII. am 18. November 1957 den Paderborner Weihbischof Dr. Franz Hengsbach. Mit seiner feierlichen Inthronisation am 1. Januar 1958 durch den Apostolischen Nuntius in Deutschland, Aloysius Muench, war das Bistum errichtet.

Kleine Pikanterie jedoch am Rande: der Kölner Erzbischof weigerte sich erfolgreich, die Stadt Kettwig (heute ein Essener Stadtteil) dem Ruhrbischof zu übereignen: die Kirchensteuereinnahmen sind dort relativ hoch. Kettwig gehört also immer noch zu Köln. Ebenso verblieb die Ruhrgebietsstadt Dortmund beim Erzbistum Paderborn.

Geschichtliche Ereignisse

  • 1958: Errichtung des Bistums Essen durch die Inthronisation des 1. Bischofs von Essen, Dr. Franz Hengsbach
  • 1959: Maria wird Patronin des Bistums Essen
  • 1968: Deutscher Katholikentag in Essen
  • 1974: Altfridjahr anlässlich des 1100. Todestages des Heiligen Bischof Altfrid, der seine Ruhestätte im Essener Dom hat
  • 1987: Papst Johannes Paul II. besucht das Bistum Essen. Besuch der Städte Essen, Bottrop, Gelsenkirchen und Mülheim
  • 1988: Ruhrbischof Dr. Franz Hengsbach wird durch Papst Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben
  • 1991: Franz Kardinal Hengsbach stirbt und wird in der Adveniat-Krypta des Essener Domes beigesetzt
  • 1992: Inthronisation des 2. Bischofs von Essen, Dr. Hubert Luthe
  • 2000: Diözesanwallfahrt zur Goldenen Madonna
  • 2000: Jugendsozialaktion "Power im Pott"
  • 2003: Einführung des 3. Bischofs von Essen, Dr. Felix Genn
  • 2004: Nach einer aufwendigen Restaurierung kehrt die Goldene Madonna zurück in den Essener Dom
  • 2005: XX. Weltjugendtag in Deutschland. Tage der Begegnung im Bistum Essen mit großem Abschlußgottesdienst mit Ruhrbischof Genn und 35.000 Gläubigen in der 'Arena AufSchalke' zur Aussendung zum Zentralprogramm mit Papst Benedikt XVI. in Köln
  • 2006: Am 12. März 2006 beginnt der Strukturwandel auf Pfarrei-Ebene mit der Schließung und Profanisierung der Kirche St. Thomas Morus in Bochum-Langendreer durch Weihbischof Franz Grave.
Am 3. Juni schließt Weihbischof Franz Vorrath die Kirche St. Raphael in Mülheim, am 4. Juni die Kirche St. Martin in Essen-Rüttenscheid.

Bischöfe

Die Bischöfe werden von Beginn an mit gewissem lokalen Stolz "Ruhrbischof" genannt, wie auch die Menschen des Ruhrgebiets eher vom Ruhrbistum sprechen.
waphen.jpg karhengs.jpg 1. Dr. Franz Kardinal Hengsbach (1958–1991)
waplu.jpg luthe.jpg 2. Dr. Hubert Luthe (1992–2002)
wapgenn.jpg genn.jpg 3. Dr. Felix Genn (seit 2003)

Weihbischöfe

  1. Julius Angerhausen (1959–1986)
  2. Wolfgang Große (1968–1994)
  3. Dr. h. c. Franz Grave (seit 1988)
  4. Franz Vorrath (seit 1996)

Domkapitel

Das Domkapitel ist der Senat des Bischofs, der ihn bei der Leitung und Verwaltung des Bistums unterstützt. Vorsitzender des Domkapitels ist der Dompropst, der das Kapitel nach außen vertritt und die Kapitelssitzungen leitet. Die Zahl der Mitglieder eines Domkapitels ist stets ungerade und hängt von der Größe des Bistums ab. Das Essener Domkapitel zählt 11 Mitglieder. Ihm gehören derzeit an:

Dompropst: Otmar Vieth

Sechs Residierende Domkapitulare: Weihbischof Franz Grave; Prälat Martin Pischel, Apostolischer Protonotar Dieter Schümmelfeder; Weihbischof Franz Vorrath, Offizial Dr. Rainer Alfs, Generalvikar Msgr. Dr. Hans-Werner Thönnes

Vier Nichtresidierende Domkapitulare: Msgr. Otmar Vieth, Msgr. Heinz-Josef Tillmann, Propst Hermann-Josef Bittern, Dechant Johannes Broxtermann.

Zu den Aufgaben der Domkapitulare gehört der feierliche Gottesdienst in der Domkirche sowie die Verwaltung des Dombesitzes. Es unterstützt den Bischof als eigenständige juristische Person in der Leitung des Bistums. In bestimmten Angelegenheiten hat es ein Zustimmungs- oder Beratungsrecht. Das Essener Domkapitel ist mit Schreiben des Papstes (Bulle) vom 25. Oktober 1959 zum 1. Januar 1960 errichtet worden. Eine seiner wichtigsten Aufgaben ist es, nach dem Amtsverzicht oder Tod eines Bischofs - also mit Eintritt der Sedisvakanz, der Leere des bischöflichen Stuhls (Kathedra) - den zwischenzeitlichen Diözesanadministrator zu wählen und dem Papst eine Liste von Kandidaten für das Bischofsamt zu unterbreiten. Im Bistum Essen, für das nach wie vor das Preußen-Konkordat von 1929 gilt, haben die Domkapitulare außerdem das Recht, den Bischof zu wählen.

Bistumspatrone


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  • Seit 1959 ist Maria, verehrt im Bild der Goldene Madonna, unter dem Titel „Mutter vom Guten Rat“, Patronin des Bistums Essen.
  • Zweiter Patron ist der Heilige Liudger
  • Als erster Bistums-Seliger wird der 2001 selig gesprochene Nikolaus Groß verehrt.

Heilige


Wallfahrtsstätten


  • Gnadenbild „Mutter vom Guten Rat“ in der Propstei St. Clemens, Oberhausen-Sterkrade
  • Marienheiligtum in Bochum-Stiepel
  • Marienheiligtum im Essener Dom

Bistumsgliederung


Das Bistum Essen, als Suffraganbistum des Erzbistums Köln, gliedert sich in die folgenden neun Stadt- und zwei Kreisdekanate:

Stadtdekanate

  • Bochum: Dekanate Bochum-Mitte, Bochum-Ost, Bochum-Süd
  • Bottrop: Dekanat Bottrop
  • Duisburg: Dekanate Duisburg-Mitte, Duisburg-Hamborn, Duisburg-Ruhrort, Duisburg-Süd
  • Essen: Dekanate Essen-Mitte, Essen-Altendorf, Essen-Borbeck, Essen-Stoppenberg, Essen-Heisingen/Kupferdreh, Essen-Rellinghausen, Essen-Steele, Essen-Werden *
  • Gelsenkirchen: Dekanate Gelsenkirchen, Gelsenkirchen-Buer
  • Gladbeck: Dekanat Gladbeck
  • Mülheim an der Ruhr: Dekanat Mülheim
  • Oberhausen: Dekanate Oberhausen, Oberhausen-Sterkrade/Osterfeld
  • Wattenscheid: Dekanat Wattenscheid

Kreisdekanate

  • Altena-Lüdenscheid: Dekanate Altena, Lüdenscheid
  • Hattingen-Schwelm: Dekanate Hattingen, Schwelm

Klöster


  • Amigonianerkloster Gelsenkirchen
  • Servitenkloster St.Mariä Himmelfahrt, Gelsenkirchen-Buer
  • Augustiner Chorfrauen, Essen-Holsterhausen
  • Karmel „Maria in Not“, Kapitelberg, Essen-Stoppenberg
  • Prämonstratenser-Abtei Duisburg-Hamborn
  • Redemptoristenkloster Bochum-Mitte (Innenstadt)
  • Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel
  • Franziskanerkloser Bochum-Mitte, wurde 1998 geschlossen, Pfarrei bisher noch erhalten: (Pfarrgemeinde Christ-König)

Sehenswürdigkeiten


Abtei Hamborn mit Abteikirche St. Johann Baptist

Die Abtei Hamborn wurde im Jahre 1136 Prämonstratenserkloster in Duisburg-Hamborn gegründet und war bis 1806 Prämonstratenserkonvent. Erhebliche Zerstörungen im letzten Weltkrieg, doch der Flügel des aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kreuzganges blieb erhalten. Seit 1959 leben wieder Prämonstratenser in der alten Abtei.

Basilika St. Ludgerus in Werden

Auf den Grundmauern der im Jahre 796 von Friesen-Missionar Liudger gegründeten Klosterkirche entstand 1256 als letzter Monumentalbau der Staufschen Romanik im Rheinland die Abteikirche der fürstlichen Reichsabtei Werden. Begräbnisstätte des hlg. Liudger. Schatzkammer von großer kirchengeschichtlicher Bedeutung.

Essener Dom

Der Essener Dom ist die Kathedralkirche des Bischofs von Essen und damit die Mutterkirche aller Kirchen im Ruhrbistum.

Wie ein Monument der Beständigkeit widersetzt sich die Domkirche mitten in der geschäftigen Essener Innenstadt dem Wandel, der sich ringsherum vollzogen hat.

Nach der Beseitigung der Bombenschäden zeigt sie heute die gleiche Gestalt wie zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Unzerstört hatte das achteckige Westwerk, das neuerer Forschung der Äbtissin Mathilde zuschreibt, den Krieg überstanden. Die westfälische gedrungene Version einer frühgotischen Hallenkirche ruht auf den Fundamenten der ersten Essener Stiftskirche, deren Grundstein der Bischof von Hildesheim, Altfrid, um 850 an seiner Geburtsstätte legte.

Dreimal brannte die Kirche ab, bevor sie 1958 - restauriert und renoviert - die Kathedrale des Ruhrbischofs wurde. Sie beherbergt den wertvollsten Kirchenschatz aus ottonischer Zeit mit der ältesten vollplastischen Marienfigur des Abendlandes, der tausendjährigen Goldenen Madonna.
(Öffentliche Führungen durch Dom und Schatzkammer: Sonntags 11.45 Uhr und Mittwochs 18.30 Uhr)

Essener Domschatz

Der Essener Domschatz beherbergt zahlreiche Kunstwerke von Weltrang, vornehmlich aus der Zeit von 980 bis 1060.
(Essener Domschatzkammer, Burgplatz 2, 45127 Essen, Phone: 0049-201-2204-206 / Öffentliche Führungen durch Dom und Schatzkammer: Sonntags 11.45 Uhr und Mittwochs 18.30 Uhr)

Gipfelkreuz Halde Haniel

kreuhani.jpg Kreuz auf der Halde Haniel in Bottrop. Geschaffen durch Lehrlinge anlässlich des Besuches von Papst Johannes Paul II. 1987 in Bottrop aus Spurlatten. Auf dem Haldenplato 1992 errichtet.

Goldene Madonna

Die „Goldene Madonna“ ist die älteste bekannte vollplastische Marienfigur der Welt. Sie wurde in der Regierungszeit der Essener Äbtissin Mathilde II. (+1011), einer Enkelin Kaiser Ottos des Großen, dem Stift Essen gestiftet.

Seit 1959 ist Maria, verehrt im Bild der Goldenen Madonna, unter dem Titel„ Mutter vom Guten Rat“, Patronin des Bistums Essen.

„Essen sein Schatz“, wie die Goldene Madonna auch bezeichnet wird, befindet sich in der nördlichen Seitenkapelle des Domes.

Heilig-Kreuz-Kirche Bottrop

Das Beeindruckende an der Heilig-Kreuz-Kirche (Scharnhölzstraße) ist die gelungene architektonische Umsetzung theologisch-liturgischer Ideen. Sie erstreckt sich auf Altarraum, Grundriss und Gestaltung der Fenster.

Der Architekt, Rudolf Schwarz, hatte den Maler und Glasfenstergestalter Georg Meistermann mit der Gestaltung der Fenster beauftragt. Das zentrale Element des imposanten Werkes ist die Sonnenspirale als Zeichen des unendlichen Lichts, die den Betrachter aus dem Innern des Kirchenschiffs nach außen, in die Welt hinaus, umgekehrt aber von außen in das Gebäude hinein zu ziehen scheint. 1988 wurde die Kirche unter Denkmalschutz gestellt.

Heilig Kreuz-Kirche Gladbeck

Im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung und Bevölkerungsentwicklung des nördlichen Ruhrgebietes entstand in dem Gladbecker Stadtteil Butendorf in den Jahren 1912 bis 1914 als ein beeindruckendes Bauwerk der späten Neoromanik die Heilig Kreuz-Kirche (Gladbeck). Der Kölner Architekt Otto Müller-Jena orientierte sich nach eigenem Bekunden an frühromanischen Bauten und errichtete über einem basilikalen Langhaus eine mächtige zehneckige Kuppel (Dekagon), wobei ihm vor allem die Kirche St. Gereon in Köln als Vorbild diente. Zusammen mit dem freistehenden, 46 Meter hohen Glockenturm (Campanile) und dem angegliederten Pfarrhaus bildet die Heilig Kreuz-Kirche ein geschlossenes und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Autobahn A2 weithin sichtbares Ensemble, das als ein Wahrzeichen der Stadt Gladbeck seit 1998 unter Denkmalschutz steht.

Kreuzweg Halde Haniel

kreuzwbo.jpg Kreuzweg der zum Gipfelkreuz auf der Halde Haniel in Bottrop führt. Entworfen von Tisa von der Schulenburg. Jährlich an Karfreitag beten über 10.000 Gläubige mit dem Bischof von Essen hier den Kreuzweg.

Luciuskirche Essen-Werden

Die in den Jahren 995 bis 1063 erbaute Kirche war die erste klosterunabhängige Kirche Deutschlands und ist somit älteste Pfarrkirche nördlich der Alpen. Romanische Saalkirche, im Chor Freskenreste aus dem 11. Jahrhundert.

Magdalenenkapelle Grotewiese

Die kleine Magdalenenkirche in Grotewiese ist fast schon ein Wallfahrtsort. Der Ort ist regelmäßiges Ziel von heimischen Gruppen, auswärtigen Besuchern und Pilgern. Die 1863 gebaute Magdalenenkirche liegt inmitten von Wiesen und Wäldern in einem Tal bei Meinerzhagen.

Grotewiese hat viele religiöse Bilder und Symbole, die die kleine Gemeinde über die Bistumsgrenzen hinaus bekannt gemacht haben: Rings um die Kirche gibt es den paradiesischen Garten sowie den kleinen Bauernhof des Pastors. Viele der Kunstarbeiten hat der Hattinger Künstler Egon Stratmann geschaffen.

Besonders sehenswert sind die „Pinakothek der Gnade“ am Eingangsportal der Kirche, der Magdalenenbildstock an der Ostseite des Geländes, die Franziskuswand zwischen Pfarrhaus und Kirche, der Jakobusbrunnen, das Pfarrhaus mit den prächtigen Ostergemälden an den Außenwänden, die Martinskapelle jenseits des kleinen Baches, das Estenbergkreuz, Ententeich und Schafstall an der Weide hinter der Martinskapelle.

Die Magdalenenkirche ist zudem eine viel genutzte Hochzeitskirche - ein ganz besonderer Hinweis auf ihre Beliebtheit. Im Zukunftskonzept des Bistums bleibt sie aufgrund ihrer überregionalen Bedeutung als Filialkirche erhalten. Kirche und Pfarrhaus stehen unter Denkmalschutz. Geleitete Führungen sind möglich.

Propstei St. Cyriakus Bottrop

In ihren Anfängen bestand die Kirche aus einem vollkommen aus Bruchsteinen gemauerten Rundbau mit einem Durchmesser von rund zehn Metern. Sie war das erste steinerne Haus der damaligen Streusiedlung (um 1000 n. Chr.). Zwischen 1419 und 1425 entstand dann ein Gebäude mit einem ungefähr 30 Meter langen, rechteckigen Kirchenschiff, Chor und Turm. Der Architekt Emil von Manger aus Oelde schuf 1861/62 eine 43 Meter lange und 22 Meter breite Hallenkirche im neugotischen Stil. Ihr jetziges Erscheinungsbild erhielt die Kirche 1966 nach einer umfassenden Restaurierung.

Stiftskirche Essen-Stoppenberg

Dreischiffige romanische Pfeilerbasilika aus dem Jahre 1073, die ursprünglich zu einem Prämonstratenser- kloster und jetzt zu einem 1961 bis 1964 erbauten Kloster der unbeschuhten Karmelitinnen gehört. Sehenswert ist das in der Kirche befindliche romanische Taufbecken.

Verbände und Gruppen im Bistum Essen


  • BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend)
  • Caritas
  • DJK ('Deutsche Jugendkraft' Verband für Breiten-und Leistungssport)
  • EEG (Eucharistische Ehrengarden)
  • KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung)
  • kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands)
  • KKV (Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung)
  • Kolping
  • Ruhr Wort (Kirchenzeitung des Bistums Essen)

Jugendverbände im BDKJ des Bistums Essen (BDKJ-Diözesanverband Essen)


  • BdSJ (Bund der St. Sebastianus-Schützenjugend)
  • CAJ (Christliche Arbeiterjugend)
  • DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg)
  • Jung-KKV (Bund junger Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung)
  • KJG (Katholische Junge Gemeinde)
  • Kolping-Jugend
  • KSJ (Katholische Studierende Jugend)
  • PSG (Pfadfinderinnenschaft St. Georg)

Strukturreform des Bistums Essen - Schließungen von Kirchen


Dramatisch rückläufige Kirchensteuermittel und Katholikenzahlen sowie fehlende Priester zwingen das Bistum Essen, Pfarreien zu fusionieren und Kirchen zu schließen (siehe auch: Kirchensterben). Zwischen 1960 und 2005 ist die Anzahl der Mitgliederzahl um etwa ein Drittel zurückgegangen.

Am 10. Januar 2005 hat Bischof Felix Genn Stellung genommen zur Situation der Kirche im Ruhrgebiet, sowie das Zukunftskonzept für das Bistum vorgestellt.

Dieses sieht vor, dass Pfarreien in großem Umfang aufgelöst werden. Die derzeit rund 270 Pfarrgemeinden des Bistums werden zu 42 'Großpfarreien' mit je ca. 30.000 Gemeindemitgliedern zusammengefasst (es wird aber auch Pfarreien mit mehr als 40.000 Katholiken geben). Nach diesem Modell gibt es Pfarrkirchen, Gemeindekirchen, Filialkirchen und so genannte "weitere Kirchen".

Auffallend ist bei dem Konzept, das Bischof Genn in einem "Bischofswort" öffentlich vorgestellt hat, dass nicht, wie vor einigen Jahren durch den Erzbischof von Paderborn geschehen, Gemeinden in der Weise fusioniert werden, daß eine Handvoll bisheriger Pfarreien gemeinsam eine neue bilden. Vielmehr sollen im Bistum Essen die bisherigen Pfarreien (mit einigen Ausnahmen, wo das wegen Patronatsverpflichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen finanziell nachteilig sein könnte) "aufgehoben" werden. Anschließend sollen dann neue Pfarreien errichtet werden, zu denen jeweils einige der aufgehobenen Pfarreien als "Gemeinden" (also so etwas wie Pfarrbezirke) gehören sollen.

Bedeutsam ist das in zweierlei Hinsicht. Erstens wird die Tradition der aufgehobenen Pfarreien abgeschnitten. Da sich darunter einige befinden, die über 1000 Jahre alt sind, ist das ein erstaunlicher Traditionsbruch in der sonst so traditionsbewußten katholischen Kirche, weil es dann im Ruhrbistum fast keine traditionsreichen Kirchengemeinden mehr geben wird. Zweitens wird die "Aufhebung", nach Auffassung vieler Kanonisten (die allerdings im Bistum Essen wohl nicht geteilt wird), aber auch zur Folge haben, dass das Vermögen der aufgehobenen Pfarreien zunächst einmal an den Bischof fällt. Der wird dann darüber zu entscheiden haben, welche Vermögensteile er der neu eingerichteten Pfarrei mit ihren Gemeinden wieder überläßt und welche er einbehält. Das dürfte neben anderen Schwierigkeiten zu umfangreichem Verwaltungsaufwand führen, zum Beispiel bei den Grundbuchämtern, die die mehrfachen Eigentumsübergänge einzutragen haben werden.

Die zuvor erwähnten 96 "weiteren Kirchen" werden nach Auffassung der Bistumleitung nicht mehr für die Seelsorge benötigt. Die Kirchengemeinden werden bis spätestens 2008 aufgelöst. Sie werden keinerlei Finanzmittel aus Kirchensteuern mehr erhalten - weder für Personal noch für Gebäude.

Bis zum Jahr 2010 soll zudem die Hälfte der kirchlichen Grundstücke und Gebäude verkauft werden. Ferner sollen die katholischen Kindergärten in einem bistumsweiten Zweckverband Kindergärten zusammengefasst und etwa 100 Kindergärten geschlossen werden.

Das Generalvikariat in Essen wird neu strukturiert und zukünftig nicht mehr neun, sondern vier Dezernate mit nur noch etwa der Hälfte der bisherigen Mitarbeiter haben. Zudem werden die Gemeindeverbände auf der mittleren Dekanatsebene aufgelöst, ebenso die katholischen Jugendämter.

Die Bildungsstätten im Bistum (Erwachsenenbildungswerke und Familienbildungsstätten) werden bis Ende 2006 in die 2005 gegründete Katholische Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen gGmbH überführt und bis Ende 2007 im Hinblick auf Standorte und Personal reduziert werden.

Dieses Sparpaket ist der Versuch, die Kirche trotz ständig sinkender Kirchensteuereinnahmen weiter lebendig zu halten. Allein in diesem Jahr klaffe im Haushalt ein Loch von 45 Millionen Euro.

Auch beim pastoralen Personal wird nun gespart. So werden aus dem Kreis der zur Zeit 30 Pastoralreferent/innen 8 Stellen in den Schulbereich verlagert. Es soll Religionsunterricht an staatlichen Gymnasien und Gesamtschulen erteilt werden. Diese Stellen werden -da der Religionsunterricht an Schulen ordentliches Lehrfach ist- vom Land refinanziert.

Es gibt keine verbindlichen Vorgaben darüber, was mit den "weiteren Kirchen" nach dem Ende ihrer sakralen Nutzung geschehen soll. Konsens ist allerdings, dass die Nachnutzung die Würde eines ehemaligen Gotteshauses nicht verletzen soll. Ein Umbau zu Wohnzwecken ist ebenso denkbar wie eine Nutzung durch andere (christliche) Glaubensgemeinschaften. Lässt sich keine solche Nutzung finden, liegt aber ein Abriss und anschließender (nicht zweckgebundener) Verkauf des Grundstücks nahe.

Siehe: Liste der betroffenen Kirchen der Strukturreform des Bistums Essen

Weblinks


Römisch-katholisches Bistum (Deutschland) | Körperschaft des öffentlichen Rechts (kirchenrechtlich) | Essen

Diocesi di Essen

 

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