| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
| STA40274.JPG Wappen | Bischofswerda-Lage.png | |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Regierungsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Bautzen | |
| Geographische Lage: | ||
| Höhe: | 304 m ü. NN | |
| Fläche: | 46,26 km² | |
| Einwohner: | 13.014 (31. Oktober 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 281 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 01877 | |
| Vorwahlen: | 03594 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 2 72 020 | |
| Website: | www.bischofswerda.de | |
- | Politik | |
| Oberbürgermeister: | Andreas Erler | |
Die Kleinstadt liegt am Rande des Oberlausitzer Berglandes. Sie bezeichnet sich selbst als "Tor zur Oberlausitz". Durch Bischofswerda fließt die Wesenitz.
Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) Burkau, Demitz-Thumitz und Schmölln-Putzkau im Landkreis Bautzen, Hohwald im Landkreis Sächsische Schweiz sowie Großharthau, Frankenthal und Rammenau im Landkreis Bautzen.
Zu Bischofswerda gehören die Ortsteile Belmsdorf, Geißmannsdorf, Schönbrunn (Šumborn), Neu-Schönbrunn, Kynitzsch (Kinič), Großdrebnitz (Drjewnica), Goldbach und Weickersdorf.
Im Jahr 1227 wird Bischofswerda zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Schon im Jahr 1288 erhielt es seine erste Stadtmauer, aber erst 1361 wird es in einer Urkunde als Stadt bezeichnet. Die Stadtherren waren bis zum 16. Jahrhundert die Bischöfe von Meißen. 1559 musste der letzte Bischof von Meißen, Johann von Haugwitz, die Stadt zusammen mit Stolpen an den Kurfürsten von Sachsen abtreten.
Von 1952 bis 1994 war Bischofswerda Kreisstadt des neugebildeten Kreises Bischofswerda.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
Im Stadtrat von Bischofswerda besitzt eine gemeinsame CDU/FDP-Fraktion die Mehrheit.
Obwohl am 12. Mai 1813 ein vermutlich durch Fahrlässigkeit napoleonischer Truppen ausgebrochenes Feuer die gesamte Stadt innerhalb der Ringmauer (außer 3 Gebäuden) einäscherte, ist in Bischofswerda der mittelalterliche Stadtgrundriss außergewöhnlich gut ablesbar. Die geschlossene Innenstadtbebauung aus den Jahren nach 1813 ist fast vollständig erhalten. Besonders sehenswert sind der Altmarkt, der für kleinstädtische Verhältnisse recht groß ist, mit seinem klassizistischen Rathaus, der Paradiesbrunnen und verschiedene Bürgerhäuser.
Bischofswerda heißt umgangssprachlich auch „Schiebock“, nach dem schubkarrenähnlichen einrädrigen Gefährt, mit dem die Bauern der Region früher ihre Waren auf den Markt fuhren. Regelmäßig finden in der Stadt die sogenannten Schiebocker Tage statt. Höhepunkt sind dabei die Weltmeisterschaften im Schiebockrennen, bei dem die Wettkämpfer beladene Schiebocke um die Wette über grobes Kopfsteinpflaster durch die Stadt karren. Ebenso zählen die jährlich auf der kleinen Waldbühne im Stadtwald von Bischofswerda zu den kulturellen Höhepunkten der Stadt. Die Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ Bischofswerda e.V. veranstaltet seit 1993 auf der Waldbühne Bischofswerda Deutschlands kleinste Karl-May-Spiele mit den jüngsten Darstellern. In jedem Jahr besuchen bis zu 6000 Zuschauer die zehn bis 16 Vorstellungen auf der kleinen Freilichtbühne mit 400 Sitzplätzen im Stadtwald von Bischofswerda. In den jährlichen Neuinszenierungen wirken 30 bis 50 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren und zahlreiche Tiere mit. Neben bis zu sechs Pferden spielten in den vergangenen Jahren schon Esel, Bärenkinder, Ziegen, Hunde, Tauben, eine Riesenschlange und ein Raubvogel mit. Seit 2002 gibt es auch eine Erwachsenenbesetzung. In ihr spielen ehemalige Kinderdarsteller und Eltern. Die Karl-May-Spiele in Bischofswerda bieten zudem alles, was auch die großen Karl-May-Bühnen bieten: Spannung, Kämpfe, Effekte, westerngetreue Kulissen, Requisiten, Kostüme und Fahrzeuge.
Die Stadt liegt an der Eisenbahnstrecke Dresden - Görlitz - Breslau. Eine direkte Bahnverbindung besteht auch nach Zittau. Wichtigste Straßenverbindung ist die Bundesstraße 6 nach Dresden bzw. in östliche Richtung nach Görlitz zur polnischen Grenze. Etwa 6 Kilometer nordwestlich der Stadt befindet sich die Anschlussstelle Burkau zur A 4.
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