article

Karte
bgcolor="#FFFFFF"
Karte Bistum Münster.png
Basisdaten
bgcolor="#FFFFFF"
Bischof: Dr. Reinhard Lettmann
(seit 1980)

bgcolor="#FFFFFF"
Weihbischöfe: Heinrich Janssen
Friedrich Ostermann
Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst
Heinrich Timmerevers
Dr. Josef Voss
Alfons Demming (emeritiert)
Dr. Max Georg von Twickel (emeritiert)

bgcolor="#FFFFFF"
Generalvikar: Norbert Kleyboldt
bgcolor="#FFFFFF"
Kirchenprovinz: Köln
bgcolor="#FFFFFF"
Kreisdekanate: 7
bgcolor="#FFFFFF"
Pfarreien: 682
bgcolor="#FFFFFF"
Fläche: 15.268 km²
bgcolor="#FFFFFF"
Einwohner: 4.243.619 (31. Dezember 2002)
bgcolor="#FFFFFF"
Katholiken: 2.072.037
bgcolor="#FFFFFF"
Anteil: 48,8 %
bgcolor="#FFFFFF"
Anschrift: Domplatz 27
48143 Münster

bgcolor="#FFFFFF"
Website: www.bistummuenster.de
bgcolor="#FFFFFF"
E-Mail-Adresse: pressestelle@bistum-muenster.de
Das Bistum Münster (lat. Dioecesis Monasteriensis) ist eine flächenmäßig nicht zusammenhängende Diözese in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Es ist als Suffraganbistum dem Erzbistum Köln untergeordnet.

Gebiet


Das Bistum Münster umfasst

Mit dem Bischöflichen Stuhl von Münster war bis 1803 auch eine weltliche Herrschaft verbunden, das Fürstbistum Münster. Es teilte sich in das Oberstift, das etwa dem heutigen Münsterland entsprach, und das Niederstift, das dem heutigen Oldenburger Münsterland sowie dem heutigen Landkreis Emsland entsprach. Dabei war das Gebiet des weltlichen Bistums bis 1666 größer als das des geistlichen, da das Niederstift kirchlich zum Bistum Osnabrück gehörte.

Seit 1815 gehört der heutige Landkreis Emsland wieder zum Bistum Osnabrück, während das Oldenburger Münsterland Teil des Bistums Münster blieb.

Geschichte


Für das mittelalterliche und frühneuzeitliche Münster in Westfalen lassen sich zwei Entwicklungen, das Bistum und die Stadt betreffend, festhalten.

Das durch Liudger begründete Bistum blieb zunächst in der Verfügung der liudgeridischen, mit Werden verbundenen Bischöfe Gerfrid (809-839) und Altfrid (839-849). Der Ausbildung einer umfassenden Pfarrorganisation bis zum 10. Jahrhundert standen adlige und königliche (Frauen-)Stifte wie das in Freckenhorst, gegründet um 856, gegenüber. Das Hochmittelalter sah die münsterischen Bischöfe weitgehend auf der Seite des deutschen Königtums.

Münster ist in den Wirren des Investiturstreits (1075-1122) Opfer eines Angriffs des sächsischen Herzogs (und späteren Königs) Lothar von Supplinburg (1106-1137) geworden (1121).

Im späteren Mittelalter und der frühen Neuzeit wurden die Bischöfe zu Landesherren eines Territoriums zwischen Ems und Hünte, des (Hoch- und Nieder-) Stifts Münster, das auch die Grafschaft Ravensberg umfasste und mit der Unterordnung des stiftischen Adels und der Ausbildung der drei Landstände von Domkapitel, Rittern und Städten zunehmend fester organisiert war.

Erschütterungen blieben dennoch nicht aus, wie die Münsterische Stiftsfehde (1450-1458), bei der sich zwei Kandidaten und deren Parteien im Kampf um den Bischofsstuhl gegenüber standen, die Einführung der Reformation (1524) oder das Täuferreich von Münster (1533/1534-1535) zeigen.

In der frühen Neuzeit, nach Reformation und Gegenreformation, nach Dreißigjährigem Krieg (1618-1648) und Westfälischem Frieden (1648), ist der Bischofssitz Münster als Haupt-, Festungs- und Garnisonsstadt Zentrum eines Fürstbistums, eines katholischen Konfessionsstaates der absolutistisch regierenden Fürstbischöfe, u.a. eines Christoph Bernhard von Galen (1650-1678) oder eines Ferdinand II. von Fürstenberg (1678-1683).

Französische Revolution (1789) und Reichsdeputationshauptschluss (1803) beendeten dann die Existenz des bischöflichen Staates.

Siehe auch: Liste der Bischöfe von Münster

St.-Paulus-Dom


Bild Muenster St Paulus-Dom.jpg Die Mutterkirche ist der St.-Paulus-Dom im Herzen Münsters. Er ist bereits der dritte Dom an dieser Stelle. 1225 war die Grundsteinlegung für den heutigen Dom, welcher 1264 geweiht werden konnte. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er stark zerstört, besonders betroffen war das ehemalige Hauptportal, welches nicht wieder aufgebaut wurde, sondern durch eine neue Wand mit runden in einem Kreis angeordnete Fenster ersetzt wurde. Die Weihe für den wiederaufgebauten Dom fand 1956 statt. Alle wichtigen Gottesdienste (z.B. Priesterweihen) finden in dem Dom statt. 1987 betete Johannes Paul II. an dem Grab des ehemaligen Bischofs von Münster Clemens August Kardinal von Galen. Von Galen liegt in der Ludgerus-Kapelle des Doms begraben und ist Anlaufstelle für viele Gläubige.

Bistumsgliederung


Das Bistum Münster gliedert sich in 7 Kreisdekanate und ein Stadtdekanat in NRW, sowie das bischöfliche Offizialat Vechta in Niedersachsen (entspricht in etwa dem ehemaligen Freistaat Oldenburg).


-

Kirchliche Einrichtungen


Bistumsarchiv

Georgskommende 19
48143 Münster

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Büchereiarbeit

Die Büchereien im Bistum Münster stehen allen offen - unabhängig von Alter, Nationalität oder Konfession.

Im Bistum Münster gibt es zurzeit (Stand: 31. Dezember 2004) etwa 500 Büchereien:

  • Katholische Öffentliche Büchereien in den Pfarrgemeinden,
  • Katholische Büchereien in Krankenhäusern,
  • Katholische Büchereien in Altenheimen und Heimen.

Hier halten über 5.300 zumeist ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein breitgefächertes Angebot bereit:

  • 2,3 Mio. Medien - vom Buch bis hin zur DVD,
  • 6.000 Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene,
  • Zeit und ein angenehmes Umfeld für Gespräche über Literatur und andere Themen.

Informationen:
Bischöfliches Generalvikariat Münster
Gruppe Buch und Büchereien
Fachstelle für Katholische Öffentliche Büchereien
http://www.bistummuenster.de/buechereien

Wallfahrtsstätten

Schließungen von Kirchen


Dramatisch rückläufige Kirchensteuermittel und Katholikenzahlen sowie fehlende Priester zwingen dazu, nicht nur Pfarreien zu fusionieren, sondern auch Kirchen zu schließen. Die Gebäude werden für andere kirchliche Zwecke genutzt, evtl. auch als Wohnraum umgebaut, an andere christliche Glaubensgemeinschaften abgetreten oder abgerissen.

Siehe auch: Kirchensterben

Literatur


  • Arnold Angenendt (Hg.): Geschichte des Bistums Münster. 5 Bände. 4 erschienen. Münster: Dialog 1998ff. ISBN 3-933144-06-X, ISBN 3-933144-08-6, ISBN 3-933144-09-4, ISBN 3-933144-10-8.
  • Wilhelm Damberg, Gisela Muschiol: Das Bistum Münster. Eine illustrierte Geschichte 805 - 2005. Aschendorff, Münster 2005, ISBN 3-402-03414-X
  • Johannes Loy, Jürgen Peperhowe: Feste des Glaubens 2005. Münster - Köln - Rom. Bistumsjubiläum - Papstwahl - Weltjugendtag - Seligsprechung. Münster: Aschendorff 2005, ISBN 3-402-00407-0
  • Dorothea Sattler: Gedenken und gestalten? 1200 Jahre Bistum Münster. Münster: Aschendorff. ISBN 3-402-00213-2
  • Werner Thissen (Hg.): Das Bistum Münster. 3 Bände. Münster: Regensberg 1993. ISBN 3-7923-0646-8.

Weblinks


Römisch-katholisches Bistum (Deutschland) | Körperschaft des öffentlichen Rechts (kirchenrechtlich) | Münster (Westfalen)

Diocesi di Münster | Bisdom Münster

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Bistum Münster".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld