Biologische Waffen sind Massenvernichtungswaffen, bei denen Krankheitserreger gezielt als Waffe eingesetzt werden. Sie gehören zu den ABC-Waffen.
Japan ging mit der biologischen Kriegführung am weitesten. In China wurde die Einheit 731 gegründet, die sich Forschung und Einsätze von biologischen Waffen betrieb.
Es wurden nicht nur Versuche mit über 100.000 chinesischen Kriegsgefangenen durchgeführt, sondern 1942 auch mit Pest infizierte Flöhe über China abgeworfen.
Da dadurch aber auch eine Epidemie in den eigenen Reihen ausgelöst wurde, stellte Japan den weiteren Einsatz ein.
Andere Krankheiten, an denen zum Zwecke des Waffeneinsatzes geforscht wurde, sind Pocken, Cholera, Hasenpest, Q-Fieber, Botulinus und Typhus.
Heute sind Herstellung und Besitz von biologischen Waffen durch die Biological and Toxin Weapons Convention (BTWC) (beschlossen 1972, von 143 Staaten ratifiziert und in Kraft getreten 1975) weltweit verboten. Die Forschung an Gegenmaßnahmen ist jedoch erlaubt und bietet ein Schlupfloch, da hierfür ebenfalls Krankheitserreger gezüchtet werden müssen.
Trotz dieses Übereinkommens arbeitete die Sowjetunion bis zum Zusammenbruch weiterhin an ihrem Programm und forschte neben einigen oben genannten Erregern auch an hämorrhagischen Viren wie Ebola und Marburg und einigen südamerikanischen Vertretern wie Machupo (Bolivianisches hämorrhagisches Fieber) und Junin (Argentinisches hämorrh. Fieber). Darüberhinaus sollen sie noch an einer Ebola-Pocken-Chimäre gearbeitet haben.
Biologische Waffen gelten heute hauptsächlich als geeignete Massenvernichtungswaffen für Terroristen, da sie überall (aus der Natur) erhältlich sind und theoretisch einfach herzustellen sind, wenn man davon absieht, dass die Erreger zuerst noch für den Waffeneinsatz optimiert werden müssen. Für den militärischen Einsatz gelten Biowaffen heute als zu unberechenbar. Mit Hilfe der Gentechnik wurden schon Bakterien Antibiotika-resistent gemacht und parallel dazu gleich ein neues Antibiotikum oder eine neue Impfung entwickelt, um es theoretisch zu ermöglichen, diese Erreger im Krieg einzusetzen und die eigenen Truppen trotzdem zu schützen. Es könnte aber möglich sein, Krankheitserreger zu entwickeln, die nur für Menschen mit bestimmten Genen gefährlich wären, insbesondere Gene, die nur oder hauptsächlich in einer bestimmten Region vorkommen. * Dadurch könnten eigene Truppen vor der Krankheit geschützt sein, was biologische Waffen sowohl für die Militärs als auch für Terroristen wieder interessant machen könnte. Diese spezielle Art von biologischen Waffen nennt man auch ethnische Waffen. Und natürlich gibt es auch viele Pflanzenpathogene (Rostkrankheiten usw.), mit denen man gezielt Nutzpflanzen und -tiere zerstören könnte.
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