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Die Biogerontologie (gr. bios – Leben, gerōn – Greis, logos – Lehre) ist das Teilgebiet der Gerontologie, das sich mit der Erforschung der Ursachen biologischen Alterns beschäftigt. Dahingegen beschäftigt sich die Geriatrie mit den biologischen Folgen des Alterns, also den diversen mit dem Alter assoziierten Krankheiten.

Diskutiert werden mehr als 300 verschiedene Ursachen des Alterns.

Primäre Ursachen


  • Abnutzungstheorien, Verschleißtheorien auch passives Altern genannt:
Als eine der primären Ursachen für den allmählichen körperlichen Funktionsverlust gilt die Reaktion hochaggressiver Radikale mit Körpergewebe (der sog. "oxidative Stress"). Von spezieller Bedeutung sind die somatischen Mutationen, die durch Radikaleinwirkung hervorgerufen werden. Gewebeverschleiß durch ständigen mechanischen Gebrauch z.B. Arthrose Anhäufung von Abfallprodukten.

  • Energieverbrauchsbezogene Theorien des Alterns (gehört zu den Abnutzungstheorien)
Vereinfacht gesagt: je mehr ein Tier gemessen an seinem Körpergewicht isst, desto kürzer lebt es.

Mit jedem Zellzyklus geht ein Stück der chromosomalen Telomere verloren. Durch das Enzym Telomerase werden die Telomere regeneriert. Unklar ist jedoch, ob die Telomerase in jungen Zellen aktiv ist, oder nur noch bei menschlichen Krebszellen.

Neue Studien deuten darauf hin, dass ein Schlüsselfaktor beim Altern DNA-Veränderungen (Mutationen) in der mitochondrialen DNA sind. Diese sammeln sich im Laufe des Lebens im Erbgut der Mitochondrien an, bis in den betroffenen Körperzellen ein genetisches "Selbstmordprogramm" (Apoptose) ausgelöst wird. Durch den zunehmenden Niedergang von unersetzlichen Zellen verlieren die Gewebe und Organe nach und nach ihre Funktionsfähigkeit. Infolgedessen kommt es zu den typischen Alterserscheinungen wie Haarausfall, Altersweitsichtigkeit und allgemeiner Gebrechlichkeit.

Sekundäre Ursachen


Die Voraussetzung für das Ablesen (Transkription) oder die Verdopplung der gespeicherten Information (Replikation), sowie auch für die Reparatur von DNA Schäden ist Helikase, die die DNA-Doppelhelix öffnet. Aufgrund eines Helikasedefektes unterliegen Menschen mit Werner-Syndrom einem rapiden Alterungsprozess.

Literatur


  • Tomas Prolla et al.: Science, Bd. 309, S. 481, 2005 (zu: Mutationen in mitochondrialer DNA als Schlüsselfaktoren für das Altern)

Weblinks


Siehe auch: Geriatrie, Gerontologie, Ältester Mensch, Lebenserwartung

Gerontologie

 

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