| Binsen | ||||||||||||
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| Juncus_effusus.jpeg (Juncus effusus)]] | ||||||||||||
| : | Bedecktsamer (Magnoliophyta) |
| : | Einkeimblättrige (Liliopsida) |
| : | Commelinaähnliche (Commelinidae) |
| : | Süßgrasartige (Poales) |
| : | Binsengewächse (Juncaceae) |
| : | Binsen |
Binsen tragen zur Wasserreinigung bei, indem sie Schadstoffe abbauen. Einige Arten können sogar Phenole aus dem Wasser aufnehmen und werden darum auch in so genannten Pflanzenkläranlagen eingesetzt.
Getrocknet können Binsen geflochten und in kleinen Streifen als Fußbodenbelag verwendet werden. Besonders im Mittelalter bestanden die Fußböden oft aus Lehm und Binsen, die von Zeit zu Zeit erneuert wurden, da sich darunter Speichel, Erbrochenes, Essensreste und Exkremente ansammelten.
Binsen sind ein sehr häufig genutzter Rohstoff von Korbflechtern. Laut dem Bericht im Alten Testament der Bibel wurde Moses in einem Binsenkörbchen auf dem Nil ausgesetzt.
Lange Zeit diente die Binse im alten Ägypten als Schreibgerät. Dazu wurde sie getrocknet, am Ende zugespitzt und in Tinte getaucht. Da die aufgefundenen Binsen an einer Seite angekaut waren, nimmt man an, dass dies absichtlich geschah, damit sie Tinte aufnehmen konnten. Eine andere Erklärung sieht dies eher als Folge der Nervosität der ägyptischen Schreiber. Die Binse hatte ein eigenes Schriftzeichen (Hieroglyphe), ausgesprochen: "sw" beziehungsweise "su".
In Fett getränkte Schnüre (Dochte) aus Binsenfasern wurden in vorindustrieller Zeit als Brennmittel in einfachen Klemmlampen benutzt (siehe engl. Rushlight).
Vorkommen in Phraseologismen: in die Binsen gehen (missglücken, verloren gehen); kurz auch "eine Binse" für eine Binsenweisheit (eine Weisheit, die jeder kennt und die folglich kaum eine ist).
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