Der Begriff Binnennachfrage (auch Inlandsnachfrage) beschreibt die Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern innerhalb eines Binnenmarktes und somit einen Teil der Gesamtnachfrage. Die Binnennachfrage ist abzugrenzen von der Exportnachfrage, die die Nachfrage aus dem Ausland beschreibt.
Die Investitionsgüternachfrage wird vor allen Dingen dort erzeugt, wo die Kosten am günstigsten sind. Relevant sind hierbei unter anderem die Lohnkosten, die die Unternehmen beispielsweise veranlassen nicht mehr in den entwickelten Industriestaaten (z.B. Deutschland, USA, Großbritannien) sondern in den wirtschaftlich aufstrebenden Ländern Osteuropas und Asiens zu investieren.
Aufgrund ihres Zeithorizonts stellt die Binnennachfrage somit eine wichtige Zielgröße der Wirtschaftspolitik dar. Daher sind die Auswirkungen bestimmter wirtschaftspolitischer Entscheidungen auf die Binnennachfrage oft eine entscheidungsrelevante Zielgröße im politischen Prozess.
Der Einfluss auf Investitionsgüternachfrage wird ähnlich kontrovers diskutiert. Festzustellen ist auch hier, dass die Höhe der Lohnkosten nur einer von vielen Faktoren ist die die Nachfrage bestimmen. Weitere Faktoren die die Entscheidungen über den Investitionsstandort und -höhe beeinflussen sind unter anderem die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitnehmer, die vorhandene Infrastruktur, die Steuer- und Subventionspolitik, die Rechtslage und -sicherheit und das Wechselkursrisiko.
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"Binnennachfrage".
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