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Bingöl (kurdisch Cewlig) (zazaisch: Çolig) ist eine Provinz der Türkei im Osten Kleinasiens. Sie grenzt an die Provinzen Tunceli, Erzincan, Elazığ, Erzurum, Muş und Diyarbakır.
Der Name Bingöl wurde der Provinz angeblich wegen der vielen Seen gegeben (Bin „Tausend“ und göl „See“). Auf Zazaki und Kurmandschi heißt Bingöl Çewlig/Çolig, was „Garten“ oder „Acker“ bedeutet.
Verwaltung
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Die Provinzhaupstadt heißt ebenfalls
Bingöl, der alte Name ist aber
Cebaxcur. Bingöl besteht aus den Kreisen:
- Adakli (Zazaki/Kurmandschi: Azapêrte)
- Genç (Zazaki: Dara Hêni)
- Karlıova (Kurmandschi: Kaniyê Reş, Zazaki: Hêniyo Serdın)
- Kiğı (Zazaki/Kurmandschi: Kêği)
- Solhan (Zazaki/Kurmandschi: Bonglan)
- Yayladere (Kurmandschi: Xolxol)
- Yedisu (Zazaki/Kurmandschi: Çerme)
1881 wird das Vilayet Bitlis gegründet und die Kreise Çabakçur und Genç dort angegliedert. Kiğı kommt an Erzincan und Karlıova an Muş. 1936 wird Bingöl eigenständige Provinz und erhält seine heutige Form. Ab 1945 trägt die Provinz den offiziellen Namen Bingöl.
Bevölkerung
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Es leben 247.022 Menschen in Bingöl (Stand 2005). Im Vergleich zu letzten Volkszählung im Jahr 2000 fiel die Bevölkerung um 6.717 Menschen. Trotz der verlustreichen Kämpfe der
PKK gegen den Staat hat sich die Bevölkerungszahl nicht merklich geändert. Hier leben viele
Kurden, die größtenteils
Sunniten sind. Zudem leben auch viele
Aleviten, die teils
Kurmandschi und teils
Zazaki sprechen, in Bingöl. Das Zazaki aus Bingöl unterscheidet sich ziemlich stark vom Zazaki aus
Dersim. Nebenbei leben noch Einwanderer aus dem
Kaukasus, wie z.B.
Tscherkessen.
Geographie
Bingöl hat eine Fläche von 8250 km² und liegt im Durchschnitt 1200 m hoch. Der höchste Berg ist mit etwa 3200 m der Bingöl-Berg. Daneben gibt es noch die Berge Karîr (2373 m), Şeytan (2906 m), Çavreş (2246 m), Serçelîk (2900 m) und Cotela (2940 m). Da Bingöl sehr gebirgig ist, gibt es wenige Ebenen, die größte Ebene ist in Genç mit 60 km² und in Bingöl-Zentrum mit 80 km². Die Sommerweiden liegen durchschnittlich 1500 m hoch. Einige davon heißen Bazirgan, Qandîl, Mirgemir und Masla.
Der Fluss
Murat ist der größte Fluss in Bingöl. Daneben gibt es noch den Perifluss. Einige Seen sind Golbehrî (See Behri), Zirlir, Gola Sar (Kalter See) und der Harensee.
Bingöl ist arm an Rohstoffen. Man findet
Eisen in Genç und Karliova.
Herkunft des Namen Cebaxcur
Der Name
Capajur hängt mit einer Sage zusammen. Als
Alexander der Große an einer schweren Krankheit litt, konnte er nur mit dem „Wasser des Lebens“ (
Ab-Ul Hayat) geheilt werden. Nach langer Suche trank er das Wasser aus der Gegend des heutigen Bingöls. Daraufhin wurde Alexander gesund und beauftragte seine Leute, an dieser Stelle eine Burg zu bauen und sie
Çabakçur, das „Wasser des Himmels“, zu nennen. Nach und nach änderte sich der Name
Çabakçur zu
Capajur. In anderen Quellen taucht der Name
Mingöl auf, was „Land der Seen“ bedeutet. Aus dem „Land der Seen“ (
Mingöl) wird „Tausend Seen“ (
Bingöl). Das Volk benutzt für die Stadt Bingöl weiterhin den Namen
Capajur und für die Provinz den Namen
Çewlik.
Berühmtheiten
Weblinks
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