article

Wappen Karte
Wappen Bindlach.jpg Bindlach_in_deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Geografische Lage:
Höhe: 395 m ü. NN
Fläche: 37,60 km²
Einwohner: 7.186 (31. Dezember 2003)
Bevölkerungsdichte: 191 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95463
Vorwahl: 09208
Kfz-Kennzeichen: BT
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 119
Gliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeinde Bindlach
Rathausplatz 1
95463 Bindlach
Website: www.bindlach.de
E-Mail-Adresse: gemeinde@bindlach.de
Politik
Bürgermeister: Hermann Hübner (CSU)
Bindlach ist eine Gemeinde im Landkreis Bayreuth im Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern, Deutschland, die direkt im Norden an die Kreisstadt Bayreuth angrenzt.

Geschichte


Der heutige Ortsname Bindlach ist slawischen Ursprungs (slaw. Pnetluky). Pnetluky enthält das slawische Verb tlouki, das schlagen bedeutet. Dies lässt eine sinngemäße Übersetzung ins Deutsche zu: Dorf der Leute, die Stämme schlagen.

Die weitere Entwicklung der Schreibweise führt über Pintlock, Pintloch, Bindlich, was heute noch umgangssprachlich zu hören ist, schließlich zu Bindlach.

In einer Privaturkunde (Urkunde HU Bamberg 335 - Hauptstaatsarchiv München) vom 6. April 1178 wird bintlvke zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Neuere Forschung führt die Bezeichnung Bindlach auf das altsächsische „Binutlaka" zurück. Dies wird gedeutet mit „Binsenlache, mit Binsen bewachsenes stehendes Gewässer". Deportierte Sachsen sollen um das Jahr 800 n. Chr. durch Karl den Großen hier angesiedelt worden sein.

Als Teil des hohenzollernschen (seit 1791 preußischen) Fürstentums Bayreuth fiel Bindlach im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Ausgrabungen im August 1992 haben ergeben, dass zwischen Schleifmühle und Allersdorf eine keltische Siedlung aus der Zeit um 450 v. Chr. existiert hat. Im Jahr 1997 sind beim Wohngebiet Gries viele Keramikscherben von Tonkrügen und Gefäßen aus der Urnenfelder- und Bronzezeit (ca. 1300-750 v. Chr.) gefunden worden, die auf eine frühgeschichtliche Besiedelung des Bindlacher Raumes schließen lassen.

Geografie


Ortsteile (Einwohner)

  • Benk (394)
  • Bindlach (4.723)
  • Bindlacher Berg (699)
  • Crottendorf (208)
  • Deps (175)
  • Euben (368)
  • Ramsenthal (831)

Kultur und Sehenswürdigkeiten


  • Evangelische St. Bartholomäuskirche (bzw. Dreifaltigkeitskirche) Die prachtvolle Barockkirche wurde von 1766 bis 1768 durch Karl Phillip von Gontard und Rudolf Heinrich Richter erbaut. Sie ist eine der schönsten Kirchen im Markgrafenbarock. Von besonderer Schönheit sind der Kanzelaltar und die Orgel.

  • Im August findet die Bärnkärwa statt zu deren Auftakt ein als Tanzbär verkleideter Kärwabursch unter großer Beteiligung der Bevölkerung durch den gesamten Ort zum Sportplatz im Wald hinter Stöckig zieht. Ursprung des Brauchs ist eine Geschichte, die sich um ca 1880 zugetragen haben soll und die hier erzählt wird.

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Bindlach besitzt einen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Bamberg-Bayreuth mit Regionalzugverkehr. Der Bahnhof steht unter Denkmalschutz und ist aufwendig restauriert worden. Die Bedienung der Weichen und Formsignale geschieht weiterhin vollmechanisch; die Bedienelemente im Stellwerk stammen noch aus den Zeiten der Königlich-Bayrischen Staaatseisenbahn. Der Bahnhof kontrolliert auch eine Müllverladestation und eine Panzerverladestation auf Bayreuther Stadtgebiet. Letztere wird nach dem Abzug sämtlicher Truppen aus Bayreuth und Umgebung nicht mehr benutzt.

Die Autobahn A 9 durchschneidet Bindlach und trennt den westlichen, hauptsächlich in den 60er und 70er Jahren erbauten Ortsteil vom Rest des Ortes ab. Erst seit Anfang der 90er Jahre hat Bindlach eine eigene Anschlussstelle, als im Zuge des Ausbaus der A 9 das Autobahndreieck Bayreuth und die direkt südlich des Kreuzes gelegene Behelfsanschlussstelle ausgebaut wurden. Diese hatte bis dahin nur den amerikanischen Truppen auf dem Bindlacher Berg zur Verfügung gestanden.
Bis zum Ausbau der A 9 auf 6 Fahrstreifen war die Autobahn zwischen Bindlach und der Anschlussstelle Bayreuth-Nord die letzte Autobahnallee Deutschlands.

Die Bundesstraße 2 verläuft durch den Ortskern Bindlachs und durch den Ortsteil Benk.

Auf dem Bindlacher Berg befindet sich der kleine Flughafen Bayreuth, auf dem bis 2002 Linienmaschinen auf der Strecke Frankfurt/Main-Bayreuth-Hof landeten.

Ansässige Unternehmen

Gondrom Verlag
Solar Bademoden, früher Oehme
Eisengießerei Trompetter
Schneider und Ozga Maschinenbau

Bildung


Volksschule Bindlach, Grund- und Hauptschule

Literatur


  • Haas, Helmut: Bindlacher Chronik, Bindlach 1983, herausgegeben von der Gemeinde Bindlach anlässlich der Rathauseinweihung im Jahre 1983 und der 800-Jahr-Feier.

Weblinks


Ort in Bayern | Bayreuth (Landkreis)

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Bindlach".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld