Bims (auch: Bimsstein; über ahd. pumiჳ / bumeჳ aus dem lat. pumex) ist ein poröses glasiges Vulkangestein, dessen spezifisches Gewicht kleiner als das von Wasser ist. Seine Farbe kann stark variieren; Bims aus basaltischer Lava mit großen Blasen ist nahezu schwarz, mit zunehmendem Luftgehalt und abnehmender Blasengröße wird die Farbe heller, so dass auch nahezu weißer Bims möglich ist (z.B. im Norden von Lipari oder auch auf Stromboli), sowie sämtliche Zwischentöne (z.B. gelb-grau).
Bims kann in geringerer Qualität auch künstlich hergestellt werden. Dabei wird Hochofenschlacke mit Hilfe von Wasser, Dampf und Bindemittel geschäumt und anschließend abgehärtet.
Naturbims ist ein sehr guter Grund- oder Zuschlagstoff für gärtnerische Substrate und sehr gut zur Verbesserung von Böden geeignet. Er verbessert das Porengefüge und damit die Durchlüftung, Wasserspeicherfähigkeit und Durchwurzelbarkeit. Bims ist der leichteste natürlich porosierte Grundstoff im Gartenbau. Besonders geeignet ist er aufgrund seiner hohen Wasserspeicherfähigkeit und des trotzdem geringen Gewichtes zum Einsatz in Dachbegrünungen.
Fein zermahlen wurde er früher als Schleifmittel für Holz und porenfüllender Zusatz bei der Schellackpolitur verwendet.
Bims wird auch bei der Jeansherstellung benutzt, um den "stone-washed"-Effekt zu erzeugen.
Erhältlich sind auch Bimssteine für das Bad, dabei ersetzt es die „Hornhautraspel“.
Mit Bimsmehl, z.B. aus der Apotheke, können Silberringe wieder mattiert werden.
Bims kann naturgemäß wie alle vulkanischen Materialien leicht erhöhte Radioaktivität aufweisen.
Stark ausgeprägt war die Nutzung von Bims seit frühester Zeit in Kreta, wo das Meer ständig Bimssteine von den vulkanischen Nachbarinseln, seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts v.Chr. vor allem von Santorin her anschwemmt. Paul Faure berichtet, dass 15 Verwendungsarten existierten. Die Küstenbewohner sammelten u.a. die angeschwemmten Bimssteine als Baumaterial, Reinigungsmittel, Entfetter in der Töpferei, als Heilmittel bei Geschwüren und Trunkenheit und um die Gärung aufzuhalten. In kleinen Schälchen wurde er auch den Göttern geopfert, so den Göttern des Hafens Nirou Chani, denen von Arkalochori im Bereich der großen Kulthöhle des Ortes und den Göttern von Stadt und Hafen Kydonia. Den graueren Bims betrachteten die Kreter als männlich, den weißeren als weiblich.
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