Billy Bragg (* 20. Dezember 1957 in Barking (Essex, England) als Stephen William Bragg) ist ein britischer Musiker.
1977 gründet er - inspiriert durch ein Konzert von The Clash die Punk-Band Riff Raff, die sich aber bereits 1980 wieder auflöst. Bragg tritt in die Royal Army ein, merkt aber bereits nach wenigen Monaten, dass er am falschen Platz ist. Gegen eine Zahlung von 175 Pfund wird er wieder entlassen.
Bragg arbeitet in einem Plattenladen und spielt in der Folge bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Schließlich wird ein ehemaliger Pink Floyd-Manager auf ihn aufmerksam. Der sich daraus ergebende Plattenvertrag führt zu seinem Debütalbum "Life's a Riot with Spy vs Spy" (1983), das immerhin Nummer 30 in den englischen Charts erreicht.
In der Thatcher-Ära erreicht Braggs politisches Engagement seinen Höhepunkt. Er gründet die Bewegung "Red Wedge", dessen Ziel es ist, junge Wähler für die Labour-Partei zu begeistern.
Billy Braggs EP Between the Wars stand ab Februar 1985 lange in den britischen Charts. Aus dem Erlös aus dem Verkauf gingen Spenden an die Bergarbeiterbewegung.
Auch aktuell äußert sich Bragg wiederholt zu politischen Themen. Im Jubiläumsjahr 2002 greift er die englische Monarchie scharf an und kritisiert seit dem Krieg im Irak vehement die Politik des amerikanischen Präsidenten George W. Bush.
2003 veröffentlicht er mit "Must I Paint You a Picture? The Essential Billy Bragg" eine Retrospektive seines bisherigen Schaffens. Das Irak-Krieg-kritische Lied "The Price of Oil" fehlt auf diesem Album jedoch.
Mann | Brite | Rockmusiker | Geboren 1957
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