Bill Haley (* 6. Juli 1925 als William John Clifton Haley junior in Highland Park im US-Bundesstaat Michigan; † 9. Februar 1981 in Harlingen, Texas) war ein US-amerikanischer Rockmusiker. Der von ihm kreierte Musikstil Northern Band Style war die erste weiße Spielart des Rock 'n' Roll.
Bill Haleys größter Hit, Rock Around The Clock, verdankte seinen Erfolg dem Film "Blackboard Jungle" ("Saat der Gewalt"). Der Regisseur Richard Brooks hörte den Song im Hause seines Hauptdarstellers Glenn Ford, dessen Sohn Peter ein Bill-Haley-Fan war und entschied, dass das Lied als Hintergrundmusik des Vorspanns lief. Bei der Wiederveröffentlichung 1955 durch Decca wurde der Titel ein Nummer-Eins-Hit in den USA, Australien, Großbritannien, Deutschland (als einziger nicht-deutschsprachiger Titel des Jahres) und vielen europäischen Ländern. Über die Jahre hinweg schaffte es „Rock Around The Clock“ weltweit mehrmals, wieder in die Charts zu kommen. Das Lied wurde bis heute über 50 Millionen Mal verkauft und gilt damit nach Bing Crosbys "White Christmas" als Nummer 2 der ewigen Bestenliste.
Weitere große Hits in den folgenden Jahren waren "Razzle Dazzle", "See You Later, Alligator", "The Saint's Rock'n'Roll", "Burn That Candle", "R-O-C-K","Rip It Up", "Mambo Rock" und "Rudy's Rock". Einige Monate beherrschte er unangefochten die Szene, bevor von jüngeren Musikern wie Elvis Presley oder Chuck Berry verdrängt wurde.
Nach einer Australien- und England-Tournee 1957 folgte 1958 seine erste Europatournee mit Shows in Deutschland, Frankreich, Italien. In Essen und Berlin kam es dabei zu Tumulten (Stühle wurden zertrümmert), woraufhin einige weitere Konzerte abgesagt wurden. In Deutschland nutze er die Zeit, um in dem Caterina Valente Film "Hier Bin Ich, Hier Bleib Ich" mit zwei Liedern mitzuwirken. Haley war der erste Rock'n'Roll-Sänger, der außerhalb der USA auftrat.
Des Weiteren trat er in Filmen wie "Rock Around The Clock" ("Außer Rand und Band"), "Don´t Knock The Rock" ("Außer Rand und Band 2") ... auf, in denen er mangels Ausstrahlung und schauspielerischen Talents eher eine klägliche Rolle spielte.
Nach seinem letzten Top-40-Hit "Skinny Minnie" ging Haley 1959 als lebende Legende für ein weiteres Jahrzehnt auf Tour. Insgesamt hatte er in den US Hitlisten 29 Platzierungen, davon 21 in den Top-40. In England waren es immerhin noch 19 Top-100-Plazierungen, davon 15 in den Top-20.
Einige Jahre nach Bill Haleys Tod 1981 vereinten sich einige der altgedienten Comets (Franny Beecher, Johnny Grande, Dick Richards, Joey D´Ambrosio, Marshall Lytle) 1987 wieder und tourten mit großem Erfolg. Bereits in den fünfziger Jahren hatten Joey, Dick und Marshall eine eigene Band mit Namen "Jodimars". Sie standen bei der Plattenfirma "Capitol" unter Vertrag (während die "Comets" bei "Decca" unter Vertrag standen). "Well now dig this" war ihr größter Hit.
Anlässlich des 80. Geburtstags Bill Haleys entsteht aktuell die erste Musik-Revue um das Lebenswerk des "Vater des Rock'n'Roll". In "Rock Around The Clock - the true story about the birth of Rock'n'Roll" präsentiert das Bill Haley Orchestra alle Haley-Hits in neu arrangiertem Big Band Sound.
Rockmusiker | US-Amerikaner | Geboren 1925 | Gestorben 1981 | Mann | Rocksänger
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