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Der Bildwinkel einer Kamera ist die Größe des Feldes, das vom Objektiv auf den Film abgebildet wird. Er gehört neben Lichtstärke und Brennweite des Objektivs sowie der Art des Verschlusses zu den wichtigsten Kenngrößen einer Kamera. Als Kenngröße wird der Bildwinkel in Richtung der Diagonalen des Aufnahmeformats angegeben.

Der Bildwinkel beträgt beim Kleinbildformat von 24 x 36 mm und einem Normalobjektiv mit 50 mm Brennweite etwa 27° x 40° in Richtung Höhe x Breite bei Querformat, und etwa 47° in Richtung der Diagonalen. Er errechnet sich mit der Arcus-Tangens-Funktion, z.B. (in Richtung Bildhöhe):

Winkel = 2 \cdot \arctan \left( \frac{Format}{2 \cdot Brennweite} \right) = 2 \cdot \arctan \left( \frac{24}{2 \cdot 50} \right) = 27^o

Bei einem Weitwinkel-Objektiv wird der Bildwinkel - je nach Brennweite - etwa doppelt so groß,
mit Porträt-Optik bzw. Teleobjektiv von f = 135 mm rund 10° x 15°.

Bei fotografischen Teleskopen bzw. -Kameras in der Astronomie ist der Bildwinkel viel kleiner, denn

  • die Brennweiten sind mehrere Meter bis Dekameter,
  • und die üblichen Fotoplatten maximal 23 x 23 cm,
  • für kürzere Brennweiten nehmen jedoch die Abbildungsfehler stark zu.

Dies veranlasste den an der Sternwarte Hamburg tätigen Optiker Bernhard Schmidt Ende der 1920er, ein völlig neuartiges Spiegelteleskop zu entwickeln. Es wird zwar nur mit einem sphärischen Hauptspiegel ausgestattet, jedoch beseitigt eine dünne Korrektionsplatte die sphärische Aberration des Hauptspiegels. Das Schmidt-Teleskop (auch Schmidt-Kamera genannt) konnte die für Astrofotografie an Großteleskopen nutzbaren Bildwinkel mehr als verdoppeln. Die erste derartige Kamera entstand 1930 für Hamburg; eine mit 1.80 Meter Öffnung wurde für die Sternwarte Mount Palomar gebaut.

Fototechnik

Angle of view | Угол изображения объектива | Zorni kot | Bildvinkel

 

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