Grafico semplice binario.jpg | Grafico su monitor SSDC - B-P.jpg Ein Bildfahrplan, auch Zeit-Weg-Diagramm genannt, dient der Darstellung der Bewegung von Verkehrsmitteln und trägt zu diesem Zweck die Zeit gegen den Weg auf. Wichtigster Spezialfall ist der Betrieb auf einer Bahn-Strecke, der mit diesem Hilfsmittel grafisch dargestellt wird. Die anderen Fahrplandokumente werden daraus abgeleitet.
Da meist der Weg fest vorgegeben und die Zeit demgegenüber variabel ist, werden die Zeit in Deutschland üblicherweise als (senkrechte) Ordinate und der Weg (die Strecke) als (waagerechte) Abszisse gewählt. Der Bildfahrplan stellt am oberen Rand die Strecke als Horizontale dar, an der die Betriebsstellen der Strecke als senkrechte Linien abgetragen sind. Die Zeitskala verläuft vertikal von oben nach unten. Zugfahrten werden als schräge, zuweilen farbige Fahrplanlinien mit Zuggattung, Zugnummer und Verkehrstagen eingezeichnet. Die Geschwindigkeit der Bewegung ist dann umso größer, je flacher deren beschreibende Kennlinie verläuft.
Ein Bildfahrplan liegt in gedruckter oder elektronischer Form vor. Im Bildfahrplan lassen sich Zughalte, Zugbegegnungen, Zugkreuzungen und -überholungen mit einem Blick erkennen. Bricht eine Fahrplanlinie an einer Betriebsstelle ab, bedeutet dies, dass der Zug dort endet oder auf eine andere Strecke wechselt. Betriebliche Anwendungen dieser grafischen Darstellung von Zugläufen liegen ferner in Überwachung des Echtzeit-Betriebs, nämlich unter Einbeziehung etwaiger Störungen und Verspätungen sowie Ergreifung geeigneter Maßnahmen. Dies geschieht manuell oder im Rahmen rechnergesteuerter Betriebsleitung.
Bildfahrpläne dienen auch der klassischen Kapazitätsplanung. Zeichnet man die jeweiligen Sperrzeitentreppen an die Fahrplanlinien, zeigt sich, wo noch Zugfahrten eingeschoben werden können, d. h. wo freie Fahrplantrassen verlaufen. Unter anderem aus diesem Grund gibt das größte deutschen Eisenbahninfrastrukturunternehmen, die DB Netz AG, Bildfahrpläne nicht an Dritte ab, um sich nicht nachträglich für bestimmte Entscheidungen bei der Fahrplankonstruktion rechtfertigen zu müssen. Eine andere Sicht begründet die Nichtweitergabe der Bildfahrpläne an Dritte damit, dass sich jedes Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) darauf verlassen können muss, dass der Wettbewerber seine Planung nicht erkennen kann.
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--- = Wendung
X = Zugbegegnung (Kreuzung)
E = Eilzug, hält nur dort, wo in der E-Spalte Zeiten stehen
In Leingarten sind hier vier Züge dargestellt. Zu sehen sind zwischen denselben mehrere Kreuzungen und in Schwaigern West eine Beinahe-Überholung. Die hier steilste Kennlinie ist diejenige des Eilzugs. In diesem Beispiel besteht betreffende Linie in Leingarten aus vier Zuggruppen. Dies ist kein Zufall, sondern der zeitliche Ausschnitt der Darstellung ist bereits so optimiert, dass jede Zuggruppe genau einmal vorkommt.
Da sich der Betrieb im Falle eines Taktfahrplans ständig wiederholt, wäre es müßig, in entsprechenden Fahrplan-Unterlagen all diese Wiederholungen darzustellen. (Die Umlauf- und Dienstbildung kann das allerdings trotzdem verlangen.) Es ergibt sich folgendes Prinzip.
:17 in einer Richtung diejenige Fahrt an derselben Stelle :43 oder wenig früher in der Gegenrichtung. (Die Summe dieser Minuten an einem festen Punkt ist stets 0 oder 60 oder wenig früher, was Nullsymmetrie heißt.) Es genügt also, statt Fahrten nur noch Fahrtenpaare zu betrachten; ein geeignetes Zeitfenster von einer halben Stunde Dauer ist bereits signifikant (und erübrigt alles Weitere), nämlich
:00 (rechter Rand) bis Minute :30 (linker Rand) und
:00 (wiederum rechter Rand).
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"Bildfahrplan".
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