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Wie bei vielen anderen Tieren gibt es auch bei einzelnen Arten der Gattung Honigbienen (Apis) verschiedene Rassen. Einige davon sind "echte" Rassen, wie sind ursprünglich im Laufe der Jahrtausende durch Evolution, d.h. Anpassung an geographische und klimatische Gegebenheiten entstanden sind.

Hinweis: Im folgenden Text dieses Artikels werden nur noch Rassen der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) behandelt. Diese sind in der weltweit betriebenen Imkerei von wesentlicher Bedeutung.

Natürlich entstandenen Rassen werden und wurden von den Imkern züchterisch bearbeitet. Ziel ist es bestimmte Eigenschaften zu verbessern. Dabei geht es vor allem um die Erhöhung des Ertrages von Honig und Züchtung einer friedlicheren und schwarmträgen Biene. Es wird dann von Zuchtlinien oder Linienzucht gesprochen. Um dabei das gewollte Erbmaterial zu erhalten, bzw. zu stabilisieren, wurden vor allem in der Vergangenheit sogenannte Reinzuchtgebiete mit Belegstellen eingerichtet. In den letzten Jahrzehnten ist die Möglichkeit der künstlichen, instrumentellen Besamung von Bienenköniginnen hinzugekommen, die die Möglichkeiten der Zucht wesentlich verbessert und vereinfacht hat.

Weitergehend wurden auch Kreuzungen der einzelnen Rassen vorgenommen. Dies fand teilweise ungewollt statt durch das Nebeneinanderhalten von Bienenvölkern unterschiedlicher Rassen. Das bekannteste und erfolgreichste Beispiel für eine über Jahrzehnte lange, sehr aufwendige Kreuzungszucht ist die Buckfast-Biene, die von Bruder Adam gezüchtet wurde. Das bisher spektakulärste Ergebnis einer "ungewollten Auswilderung" und dadurch erfolgten Kreuzung von Rassen ist die Afrikanisierte Honigbiene. Eine interessante Züchtung aus jüngerer Zeit ist die Elgonbiene.

Die natürlich entstandenen Rassen der Westlichen Honigbiene

Die Rassen der Westlichen Honigbiene können in vier Gruppen unterteilt werden (nach Ruttner):

Die dunklen Honigbienen aus Nord und Westeuropa
  • die Dunkle Europäische Biene (Apis mellifera mellifera Linnaeus, 1758), von den Imkern auch einfach Nigra genannt - sie ist die einzig heimische Biene Mitteleuropas und das entwicklungsgeschichtliche Endglied der Nordafrikanischen Rassengruppe.
  • die Iberische Biene (Apis mellifera iberica Goetze, 1964), auch Spanische Biene genannt
  • die Tellbiene (Apis mellifera intermissa v.Buttel-Reepen, 1906)
  • die Riffbiene (Apis mellifera major Ruttner, 1975)
  • die Saharabiene (Apis mellifera sahariensis Baldensberger, 1922)

Die Carnica-Gruppe
  • die Kärntner Biene (Apis mellifera carnica Pollmann, 1879), auch Krainer Biene und von den meisten Imkern auch einfach Carnica genannt
  • die Italienische Biene (Apis mellifera ligustica M.M.Spinola, 1806), auch Italiener Biene und von den Imkern auch einfach Ligustica genannt - sie ist die weltweit in der Imkerei am häufigsten gehaltene Honigbiene, z.B. in Nordamerika.
  • die Makedonische Biene (Apis mellifera macedonica Ruttner, 1988)
  • die Südgriechische Biene (Apis mellifera cecopria Kiesenwetter, 1860)
  • die Sizilianische Biene (Apis mellifera sicula Montagano, 1911)

Die Bienen des Vorderen Orients

Die Bienen des tropischen Afrikas

Durch Kreuzung entstandene Rassen der Westlichen Honigbiene

Literatur


  • Friedrich Ruttner: Naturgeschichte der Honigbienen. Franckh-Kosmos-Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2

Bienenrasse | Bienenzucht

List of honeybee races | Rasy pszczół

 

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