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Bianchi ist ein italienischer Fahrradhersteller. Untrennbar mit der Firmengeschichte ist die Farbe 'Celeste' verbunden, die annähernd dem RGB- Wert 8CDFD6 entspricht. Viele Rahmen der Firma werden in dieser Farbe gefertigt, auch die Trikots der Profiteams sind in Celeste gefärbt.

Auf Bianchi fuhren viele bedeutende Rennfahrer von Fausto Coppi bis Marco Pantani und Jan Ullrich. Seit dem Jahr 2005 war Bianchi Ausstatter des Teams Liquigas-Bianchi und damit einziger Fahrradhersteller, der als Hauptsponsor auftritt. Weiteres zur Firma als Sponsor und Ausstatter im Profi-Radsport siehe Bianchi (Radsport-Team).

Neben Modellen für Spitzensportler fertigt Bianchi auch Fahrräder für den breiten Massenmarkt an. Es werden neben Rennrädern auch Triathlonräder und Mountainbikes gebaut.

Geschichte


Im Jahr 1885 begann der 21 Jahre alte Edoardo Bianchi mit der Herstellung von Fahrrädern in seinem Geschäft in Mailand.

Eine seine ersten Entwicklungen war die Verkleinerung des Vorderrades und die Nutzung der vom Franzosen Vincent erfundenen Kette, um die Pedalhöhe zu verringern. Damit schuf er ein sicheres und modernes Fahrrad. Es war gegenüber den Vorgängern wesentlich einfacher zu fahren, da die Balance einfacher zu halten war. Er verbesserte das Fahrrad weiter und entwickelte eine Konstruktion mit fast gleich großen Rädern.

1888 stellte er das erste Fahrrad mit Dunlop-Reifen her. 1895 baute er das erste Damen-Fahrrad für die Königin Margarethe von Italien. Gleichzeitig begann er seine Fahrräder bei Sportveranstaltungen einzusetzen, um so neue technische Entwicklungen zu testen. 1897 baute er ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Der erste Sieg auf einem Bianchi-Fahrrad gelang 1899 Tomaselli, als er den Grand Prix de la Ville de Paris gewann. 1900 erschien das erste Auto der Marke Bianchi und bald darauf auch das erste Motorrad. Bei der Motorradproduktion wurden zuerst Rennmaschinen gebaut die der Firma auch zu grossen Erfolgen verhalf. 1901 stellte Binachi ein Fahrrad mit Kardanantrieb vor und 1913 erfand er die Vorderradbremse. 1914 betrug die Jahresproduktion 45.000 Fahrräder, 1.500 Motorräder und 1.000 Autos. 1915 schuf er ein Fahrrad für die königliche leichte Infanterie, die „Bersaglieri", welches breitere Reifen, einen Klapprahmen und Vollfederung besaß.

Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg des Unternehmens stiegen auch die sportlichen Erfolge. Der erste große Name der mit der Marke Bianchi verbunden wird ist der von Constante Girardengo. 1935 war Binachi mit einer Jahresproduktion von 70.000 Fahrrädern Marktführer in Italien. Mit den Erfolgen von Fausto Coppi fand die Siegesserie eine Fortsetzung.

1958 erfolgte die Ausschreibung eines Motorrades für das Militär. Bianchi erhielt überraschenderweise den Zuschlag und fertigte ca. 4.500 Stueck der Militärmaschine MT61. Die Konzeption des Motorrades ist eigentlich ein Urtyp einer heutigen Enduro. Es besaß einen Motor mit 318 cm³ und 10 PS. Durch den gekapselten Vergaser und den hochgezogenen Auspuff sind sogar kleine Flussdurchfahrten möglich. 1967 wurde die Motorradprodukton eingestellt.

1980 wurde die Marke Bianchi von der Piaggio Gruppe übernommen. 1982 führte Bianchi BMX-Räder auf dem europäischen Markt ein. 1984 wurde gemeinsam mit Bianchi USA das erste Mountain-Bike angeboten. 1987 erfolgte die Übernahme der österreichischen Marke Puch. 1990 entstand mit dem Bianchi Spillo der Prototyp eines modernen Stadtrades.

Weblinks


Fahrradhersteller | Motorradhersteller | Unternehmen (Italien)

Bianchi (bicycle manufacturer) | ビアンキ | Bianchi (bedrijf) | Bianchi

 

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