Berlin ist seit dem 1. Januar 2001 durch eine Verwaltungsreform in 12 Bezirke aufgeteilt, welche Stadtbezirke darstellen.
Jeder Bezirk hat eine eigene Verwaltung, das Bezirksamt mit einem eigenen Bezirksbürgermeister. Die Bezirke von Berlin sind nur von der Einwohnerzahl in etwa mit Landkreisen zu vergleichen. Da das BundeslandBerlin als Stadtstaat eine sogenannte Einheitsgemeinde ist, gibt es die Verwaltungsebene des Kreises in Berlin nicht - die Bezirke sind keine eigenständigen Gebietskörperschaften, sie haben nichteinmal den Status einer Kommune.
Für die Bürger haben sich teilweise längere oder ganz andere Wege zu den Behörden ergeben. Dazu ging ein Stück Identität verloren, denn die alten Verwaltungseinheiten waren historisch gewachsen. So empfinden sich zum Beispiel viele im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf lebende Berliner bis heute nicht als Charlottenburg-Wilmersdorfer, sondern eher als Wilmersdorfer (in den Grenzen des ehemaligen Dorfes) oder sogar als Schmargendorfer oder Grunewalder.
Lange währte der Streit um die Namensgebung der neuen Verwaltungsbezirke. Es wurde z. B. debattiert, ob der aus den Bezirken Steglitz und Zehlendorf neu gegründete Bezirk den Namen Steglitz-Zehlendorf oder Zehlendorf-Steglitz tragen sollte. Auch eine Nummerierung der Bezirke nach Pariser Vorbild stand zur Diskussion. Einige Vorschläge für neue Namenskreationen nahmen kabarettistische Züge an: So wurden beispielsweise die Namen Südwestbezirk, Bezirk City, Pankbergsee (Pankow, Prenzlauer Berg, Weißensee), Zehlitz (Zehlendorf und Steglitz), Tempelberg oder Schönehof vorgeschlagen. Des Weiteren mussten aus den alten Bezirkswappen neue kombiniert werden. Auch die Bürgermeister der ehemaligen Bezirke mussten sich um einen Posten streiten, was besonders Schwierigkeiten bereitete, wenn die früheren Bezirke unterschiedliche politische Mehrheiten hatten.
Es wird auf politischer Ebene immer wieder die Frage erhoben, ob Berlin überhaupt Bezirke benötigt und man nur noch Ortsbeiräte einrichtet. Hintergrund ist der anhaltende Spardruck sowie eine mögliche Vereinfachung von Verwaltungsvorgängen.
Im Ost-Berlin wurden die Bezirke im Amtsdeutsch als Stadtbezirk geführt, das im Regelgebrauch zu 'Bezirk' gekürzt wurde. In West-Berlin waren Bezirk oder Verwaltungsbezirk die eigentliche Nennform. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurden alle Bezirke in ihrem Bestand weitergeführt, dann jedoch durchgängig 'Bezirk' genannt.
Bei der Bildung von Groß-Berlin werden die großstädtischen Verwaltungen der eingemeindeten sieben Stadtgemeinden jeweils zu Bezirkverwaltungen der Stadt (*). Das Stadtgebiet von Alt-Berlin selbst wird in sechs Bezirksverwaltungen geteilt. Die weiteren vierzehn Bezirke richten sich in ihrem Namen nach den größten eingemeindeten Ortschaften.
Es gab noch keine Bezirksaufteilung im heutigen Sinn. Die Verwaltungsstrukturen waren sehr unterschiedlich geregelt. Vieles wurde Stadteilübergreifend zentral verwaltet.
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"Bezirk (Berlin)".
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