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Berlin ist seit dem 1. Januar 2001 durch eine Verwaltungsreform in 12 Bezirke aufgeteilt, welche Stadtbezirke darstellen.

Jeder Bezirk hat eine eigene Verwaltung, das Bezirksamt mit einem eigenen Bezirksbürgermeister. Die Bezirke von Berlin sind nur von der Einwohnerzahl in etwa mit Landkreisen zu vergleichen. Da das BundeslandBerlin als Stadtstaat eine sogenannte Einheitsgemeinde ist, gibt es die Verwaltungsebene des Kreises in Berlin nicht - die Bezirke sind keine eigenständigen Gebietskörperschaften, sie haben nichteinmal den Status einer Kommune.

  • Mit dem Groß-Berlin-Gesetz vom 27. April 1920 hat Berlin sieben umliegende selbständige Städte und zu anderen Kreisen gehörende 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke in die Stadt Groß-Berlin mit damals 20 Bezirken eingemeindet. Verwaltungstechnisch wurden ab dem 1. Oktober 1920 20 Stadtbezirke daraus.

  • Bis 2000 gab es 23 Bezirke von sehr unterschiedlicher Größe und Einwohnerzahl. Die Zusammenlegung einiger Bezirke im Rahmen der Verwaltungsreform 2001 erwies sich zwar als verwaltungstechnisch und ökonomisch sinnvoll, ist aber in der Bevölkerung noch immer umstritten. Meist wurden zwei vorher eigenständige Bezirke zu einem neuen Bezirk zusammengeschlossen, nur die Bezirke Neukölln, Reinickendorf und Spandau blieben unverändert. Einige Teile früherer Bezirke wurden anderen Bezirken zugeordnet. Lichtenberg "verlor" bereits 1979 die Ortsteile Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Hellersdorf und Mahlsdorf. Der Neubaustadtbezirk Marzahn entstand, von dem 1985 wiederum der Stadtbezirk Hellersdorf abgegliedert wurde. Bei der Bezirksreform 2001 wurden allerdings beide Bezirke wieder zusammengelegt (zu Marzahn-Hellersdorf). Lichtenberg wiederum fusionierte 2001 mit Hohenschönhausen, das als Ortsteil bis 1984 zu Weißensee gehörte. Um die Eigenständigkeit und angemessene Größe von Weißensee als Stadtbezirk zu erhalten, wurden bei der Abgliederung von Hohenschönhausen Teile von Pankow (Heinersdorf, Blankenburg und Karow) zu Weißensee gegliedert. Die Bezirke Wedding und Tiergarten (vor der Wende 1990 politisch in West-Berlin) kamen zum Bezirk Mitte (Ost-Berlin). Der ehemals in West-Berlin liegende Bezirk Kreuzberg vereinigte sich mit dem früher in Ost-Berlin liegenden Bezirk Friedrichshain, die beide durch jeweils unterschiedliche, historisch bedingte Verwaltungsstrukturen geprägt sind. Diese Verwirrung spiegelt sich in der Bevölkerung wider.

Für die Bürger haben sich teilweise längere oder ganz andere Wege zu den Behörden ergeben. Dazu ging ein Stück Identität verloren, denn die alten Verwaltungseinheiten waren historisch gewachsen. So empfinden sich zum Beispiel viele im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf lebende Berliner bis heute nicht als Charlottenburg-Wilmersdorfer, sondern eher als Wilmersdorfer (in den Grenzen des ehemaligen Dorfes) oder sogar als Schmargendorfer oder Grunewalder.

Lange währte der Streit um die Namensgebung der neuen Verwaltungsbezirke. Es wurde z. B. debattiert, ob der aus den Bezirken Steglitz und Zehlendorf neu gegründete Bezirk den Namen Steglitz-Zehlendorf oder Zehlendorf-Steglitz tragen sollte. Auch eine Nummerierung der Bezirke nach Pariser Vorbild stand zur Diskussion. Einige Vorschläge für neue Namenskreationen nahmen kabarettistische Züge an: So wurden beispielsweise die Namen Südwestbezirk, Bezirk City, Pankbergsee (Pankow, Prenzlauer Berg, Weißensee), Zehlitz (Zehlendorf und Steglitz), Tempelberg oder Schönehof vorgeschlagen. Des Weiteren mussten aus den alten Bezirkswappen neue kombiniert werden. Auch die Bürgermeister der ehemaligen Bezirke mussten sich um einen Posten streiten, was besonders Schwierigkeiten bereitete, wenn die früheren Bezirke unterschiedliche politische Mehrheiten hatten.

Es wird auf politischer Ebene immer wieder die Frage erhoben, ob Berlin überhaupt Bezirke benötigt und man nur noch Ortsbeiräte einrichtet. Hintergrund ist der anhaltende Spardruck sowie eine mögliche Vereinfachung von Verwaltungsvorgängen.

Bezirksaufteilung seit 2001


Die amtliche Nennform ist Verwaltungsbezirk, der Regelgebrauch ist weiterhin 'Bezirk'.

Bezirksaufteilung bis 2000


Bezirksaufteilung bis Oktober 1990


Bereits auf der Konferenz von Jalta vereinbarten die Alliierten, Berlin in Sektoren aufzuteilen (später: Viersektorenstadt), die Sektorengrenzen orientierten sich an bestehenden Bezirksgrenzen. Obwohl Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst dennoch gemeinsam verwaltet werden sollte, führten die nicht überbrückbaren Differenzen der Westalliierten und der Sowjets zu einer Teilung der Stadt. Mit zeitlicher Verzögerung entwickelten sich daraus die zwei getrennten Verwaltungen von Ost-Berlin und West-Berlin.

Im Ost-Berlin wurden die Bezirke im Amtsdeutsch als Stadtbezirk geführt, das im Regelgebrauch zu 'Bezirk' gekürzt wurde. In West-Berlin waren Bezirk oder Verwaltungsbezirk die eigentliche Nennform. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurden alle Bezirke in ihrem Bestand weitergeführt, dann jedoch durchgängig 'Bezirk' genannt.

Ostberlin

Westberlin

Bezirksaufteilung ab 1. Oktober 1920


Bei der Bildung von Groß-Berlin werden die großstädtischen Verwaltungen der eingemeindeten sieben Stadtgemeinden jeweils zu Bezirkverwaltungen der Stadt (*). Das Stadtgebiet von Alt-Berlin selbst wird in sechs Bezirksverwaltungen geteilt. Die weiteren vierzehn Bezirke richten sich in ihrem Namen nach den größten eingemeindeten Ortschaften.

Aufteilung bis 1920 – (Alt-)Berlin


  • Dorotheenstadt Erweiterung
  • Friedrichstadt Erweiterung
  • Innere Luisenstadt
  • Stralauer Viertel
  • Königsviertel
  • Spandauer Viertel
  • Friedrich Wilhelm Stadt
    • ab 1841
  • Friedrichsvorstadt
  • Äußere Luisenstadt
  • Äußere Stralauer Vorstadt
  • Äußere Königsviertel
  • Rosenthaler Vorstadt
  • Oranienburger Vorstadt
    • ab 1861

Es gab noch keine Bezirksaufteilung im heutigen Sinn. Die Verwaltungsstrukturen waren sehr unterschiedlich geregelt. Vieles wurde Stadteilübergreifend zentral verwaltet.

Weblinks


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