Der Begriff Beylik (türkisch sing. Beylik, pl. Beylikler) bezeichnet die türkischen Fürstentümer. Im engeren Sinn, die sich ab dem 11. Jahrhundert in Anatolien an der Grenze zum Byzantinischen Reich gebildet hatten.
Nach dem Zusammenbruch des anatolischen Seldschukenreiches war Kleinasien von Beginn des 14. Jahrhunderts (1308) bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts zwischen diversen Beyliks (Fürstentümer) aufgeteilt.
Zunächst stand die Gegend zwischen Ankara-Aksaray-Linie bis Erzurum bis zum Jahr 1336 unter der Verwaltung des Ilhani-Generalgouverneurs. Nach der Schwächung der Dynastie durch interne Machtkämpfe erhielten die Beyliks in Anatolien ihre vollständige Unabhängigkeit. Dazu kamen noch zusätzliche neugegründete Beyliks auf den ehemaligen Besitzungen der Ilhan-Generalgouverneurs.
Die Osmanen waren eines dieser Fürstentümer die um die Gegend Eskişehir und Bursa gegründet wurde. Das Fürstentum unter der Herrschaft der Osmanischen Dynastie, schaffte durch strategische Heiraten und erfolgreiche Feldzüge die Eroberung der anderen Fürstentümer. So wurde im Westen von Kleinasien die politische Einheit hergestellt.
Während der Herrschaft der Beyliks machte die türkische Sprache und Kultur in Anatolien eine schnelle Entwicklung durch. Während dieser Zeit kam die türkische Sprache in Wissenschaft und Literatur zur Anwendung. Sie setzte sich als offizielle Sprache in den Fürstentümer durch. In den Beyliks entstanden neue Hochschulen und die Medizin erzielte Fortschritte.
Gültehri, Nesimi (d. 1404) und Ahmedi (1325-1412) sind die bekanntesten türkischsprachigen Poeten des 15. Jahrhunderts.
Siehe auch Turkische Staatsgebilde