Ein Bewusstseinszustand bezeichnet eine bestimmte Art des Erlebens, welches durch die Merkmale Wahrnehmung, Selbstbewusstsein, Wachheit, Handlungsfähigkeit und seine jeweilige Intentionalität bestimmt ist. Eine besondere Rolle spielt dabei das Fühlen (vergl. Gefühl, Emotion, Stimmung, Affekt), weil es durch Angenehm- und Unangenehmsein und Lust- und Unlustcharakter Handlungen motiviert und der Wahrnehmung ein Wertprofil aufprägt, das damit auch das momentane Selbstwertgefühl konstituiert. Außerordentlich wichtig für den Bewusstseinszustand ist auch das jeweilige bewusst oder auch nur diffus erfahrene Körpergefühl, das durch die beiden Komponenten Empfindung und Gefühl bestimmt wird (vergl. z.B. Schmerz, Wohlbehagen). Die Wahrnehmung unterscheidet sich wiederum nach Art und Intensität. Die Definition eines bestimmten Bewusstseinszustandes orientiert sich hauptsächlich an der Auswertung der subjektiven Erfahrungen des Menschen. Durch die fortschreitende Medizintechnik werden heute auch empirische Messwerte den einzelnen Zuständen zugeordnet. Ein allgemein anerkanntes erklärendes Modell der Bewusstseinszustände existiert in der Wissenschaft nicht. In manchen Bereichen können jedoch Veränderungen gemessen, erklärt und gezielt herbeigeführt werden.
Der Begriff „Bewusstseinsform“ wird meist synonym gebraucht. Dagegen impliziert der Begriff „Bewusstseinsebene“ eine Hierarchie oder auch eine Entwicklung der Bewusstseinszustände und wird somit nur innerhalb von bestimmten Theorien und Systemen verwendet.
Ebenso existieren die unterschiedlichsten naturwissenschaftlichen, philosophischen, psychologischen, religiösen und esoterischen Systeme zur Einteilung und Erklärung der Bewusstseinszustände. Besonders psychologische und religiöse Erklärungsansätze weisen daraufhin, dass ein Individuum lediglich Bewusstseinszustände verstehen kann, wenn sie selbst durchlebt werden, vergleichbar mit einen mathematischen Beweis, der lediglich mit der Voraussetzung eigener Mathematikkenntnisse nachzuvollziehen ist. Ein Bewusstseinszustand wird heutzutage - im Gegensatz zum 19. Jahrhundert - als eine umfassende sich wandelnde Gesamtheit in einem genau bestimmten Zeitrahmen aufgefasst. Demnach wird das so genannte Unbewusste oder Unterbewusste nicht als eigenständiger Bewusstseinszustand gesehen. In der Psychologie hat Sigmund Freud den Begriff eingeführt, der noch heute in großen Bereichen der Psychotherapie eine bedeutende Rolle spielt.
Auf die beiden wichtigsten Dimensionen projiziert, kann man folgende, unvollständige und grobe Einteilung durchführen.
| natürlich | anthropogen | „übernatürlich“ | |
|---|---|---|---|
| physisch | Körpereigene Substanzen, Neurotransmitter, Endorphine, Neuronale Aktivitätspotentiale, Gehirnschädigungen | Psychedelische Drogen, Psychopharmaka, Hyperventilation, Tanz, bewusste Atmung, Reizdeprivation, Hatha-Yoga, Musik, Askese, Fasten, Biofeedback | Nahtoderfahrung |
| psychisch | emotionale Krisen, Psychose und andere psychische Erkrankungen | Meditation, Kontemplation, Gebet, Raja-Yoga, Rezitation, Koan | „Wunder“, „Erscheinungen“, Satori, „Gnade“ |
Der Zustand des Alltagsbewusstseins, der so genannte Beta-Zustand, der sich typischerweise zwischen 13 Hz und 21 Hz befindet, entspricht einem Zustand guter Aufmerksamkeit und Intelligenzleistung, während der Bereich mit einem Schwerpunkt von 21 bis 38 Hz als der Bereich „permanenten Alarmbereitschaft“ (Fritz Perls). Der Alpha-Bereich (8 Hz -12 Hz) entspricht dem Zustand leichter Entspannung. Der Theta-Zustand (3 Hz - 8 Hz) steht für Meditation und tiefe Entspannung. Die niedrigste Frequenz findet sich im Delta-Zustand (0,4 Hz - 3 Hz), der auf verschiedene Bewusstseinszustände wie Tiefschlaf, Trance oder Tiefenhypnose hinweist. Eine Aussage über den Grad der Wachheit ist mit Hilfe eines einzelnen Frequenzwertes nicht möglich; es muss vielmehr die Frequenzverteilungskurve und das Zusammenspiel mehrerer Elektrodenpunkte in Betracht gezogen werden.
In den letzten Jahren ist der Gamma-Bereich (zwischen 40 Hz und 80 Hz) durch erweiterte Messverfahren in den Blickpunkt der Forschung gerückt. Da in diesem Bereich die primäre Verarbeitung der Sinneswahrnehmung vermutet wird, erhofft man sich dadurch für die Zukunft auch objektivierbare Aussagen über die Art der Wahrnehmung und die Wahrnehmungsinhalte. Verschiedene Gemütszustände und Emotionen lassen sich für den Wachzustand heute schon unterscheiden.
Zusätzlich zur Grundfrequenz lassen sich auch zahlreiche andere Frequenzen mit wechselnden Amplitudenstärken in jedem EEG nachweisen, die ebenfalls einen Einfluss auf die Art der Informationsverarbeitung im Gehirn haben. Man nimmt heute an, dass durch die Frequenzen verschiedene Gehirnbereiche miteinander synchronisiert werden. Vereinfacht dargestellt ist die Vorstellung dabei, dass beispielsweise die Verbindung von „archaischen Hirnregionen“ mit der Großhirnrinde zum Bewusstsein von bizarren oder archetypischen Traumbildern führen kann. Die Synchronisation der beiden Gehirnhälften wird dagegen mit einem ganzheitlichen Erleben in Beziehung gebracht.
siehe auch: Mindmachine
Die Neurophysiologie kennt heute eine Reihe von Neurotransmittern und Botenstoffen wie beispielsweise das Serotonin, Adrenalin und Gamma-Aminobuttersäure (GABA), welche die Aufmerksamkeit und die Wachheit beeinflussen. Durch die gemessenen Konzentrationen kann der Grad der Wachheit dann objektiv zumindest eingegrenzt werden. Zur Kontrolle der Narkosetiefe kann seit einigen Jahren die Messung der Aktivität der NMDA-Synapsen in der Großhirnrinde herangezogen werden.
Der aktuelle Bewusstseinszustand hat eine vielschichtige Beziehung zur Wahrnehmung. So wird das Wahrgenommene je nach Zustand verschieden organisiert und interpretiert. Wachheit, Verstand, Urteilsvermögen und verschiedene andere kognitive Fähigkeiten messen den Eindrücken eine Bedeutung bei. Ebenso beeinflusst der Bewusstseinszustand die Art und die erlebte Intensität der Wahrnehmung. So ist im Traumzustand die sensorisch-sinnliche Wahrnehmung stark reduziert und der Fokus liegt auf „inneren“ Bildern. Durch Drogen, Meditation, Medikamente, Aufmerksamkeit, Denk - und Lernprozesse kann gezielt die Wahrnehmung verändert werden. Menschen in Trance berichten von Wahrnehmungen aus „anderen Welten“, in der Hypnose kann die Wahrnehmung sehr gezielt fokussiert und gesteuert werden.
Descartes hat mit seinem „cogito ergo sum“ („Ich denke, also bin ich“) wesentlich zum heutigen Verständnis von Selbstbewusstsein beigetragen. Demnach identifiziert sich der Mensch selbst als ein denkendes Wesen. Später wurde die Trias Subjekt-Objekt-Natur des Selbstbewusstseins von Kant hervorgehoben, wobei er davon ausgeht, dass sich der Subjekt-Charakter letztlich nicht erklären lasse. Für Hegel realisiert sich das gesamte Weltgeschehen in seiner Entwicklung als Selbstbewusstsein. In Hegels Dialektik wird das Subjekt mit dem Objekt im Werden wieder eins.
Verschiedene spirituelle Vorstellungen stellen diese Einheit dagegen an den Anfang. So lehren manche Schulen des Hinduismus die Erlösung durch Erkenntnis der Gleichheit von Atman (persönlicher, absoluter Wesenskern) und göttlichem Brahman (Weltseele). Demnach sind Atman und Brahman letztendlich identisch, d.h. der innerste Wesenskern des Menschen ist göttlich.
Der Buddhismus spricht dagegen von der Illusion des Ich-Bewusstseins. Wahres Bewusstsein bzw. wahre Erleuchtung sei die Erkenntnis dieses Ich als Täuschung. In der christlichen Mystik gibt Meister Eckhart eine Reihe von Anleitungen, wie die „Gottesgeburt in der Seele“ erreicht werden könne. Unsicher ist jedoch, ob alle Traditionen und ihre Vertreter von demselben Bewusstseinszustand ausgehen. So betont der Zen-Buddhismus, dass die Subjekt-Erfahrung nicht äußerlich vermittelt werden, sondern nur selbst erlebt werden könne.
Zudem werden im wachbewussten Zustand auch psychopathologische Krankheitsbilder wie Halluzinationen und Psychosen oder neurologische Krankheiten beobachtet, ohne dafür eigene Bewusstseinszustände zu beschreiben.
Für die Bedeutung des Schlafes gibt es mehrere Erklärungsansätze, wobei der naheliegenste schon von Schopenhauer erwähnt wird: „Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.“ Der Körper, insbesondere die Skelettmuskulatur regeneriert sich, das Gehirn und seine Funktionen können sich erholen. Ebenso hat der Schlaf beim Menschen einen wichtigen Einfluss auf höhere kognitive Fähigkeiten, das Gedächtnis und auf das seelische Gleichgewicht.
Der Schlaf als wichtiges Phänomen im Leben der Menschen hat in der Mythologie vieler Kulturen eine reichhaltige Geschichte. Die Tatsache des regelmäßigen Verlustes der Kontrolle und der Identität kann tiefe Ängste hervorrufen und am Grundverständnis des Menschen rühren.
Die Naturwissenschaft geht heute davon aus, dass das gesamte Traumgeschehen ein inner-psychischer Prozess ist, dessen Ursache, Notwendigkeit und Sinn aber noch nicht geklärt sind. Da die Skelettmuskulatur während der Phase des REM-Schlafes maximal relaxiert ist, wird sie meistens als die typische Zeit des Träumens betrachtet. Tatsächlich ist es aber auch möglich, während aller anderen Schlafphasen zu träumen und sogar die Tagträume im Wachzustand unterscheiden sich davon physiologisch kaum.
Hingegen weisen verschiedene Schulen der Psychologie, wie beispielsweise die Tiefenpsychologie, der Bearbeitung erinnerter Träume eine große Rolle für die psychische Gesundheit zu (vgl. Traumdeutung).
Schon Aristoteles und Descartes berichten von Klarträumen. Ihre praktische „Nutzung“ zur Selbsterkenntnis hat in verschiedenen Yoga-Schulen eine lange Tradition. Buddhistische Traditionen sehen darin die Möglichkeit, sich des illusionären Charakters der Wahrnehmung insgesamt bewusst zu werden. Demnach soll es ebenso möglich sein, im wachbewussten Zustand zum „wahren“ Selbstbewusstsein zu „erwachen“ wie im Traum zum Klartraum.
Von einzelnen Autoren wird auch das so genannte Witnessing (dt. „bezeugend“) als ein bewusstes Erleben im Tiefschlaf beschrieben (Gackenbach/Bosveld, 1991)
Viele Aspekte der Hypnose sind wissenschaftlich gut belegt, da relativ gut kontrollierbare Forschungen möglich sind. Einerseits ist die hypnotische Trance grundsätzlich vom Wachzustand und vom Schlaf zu unterscheiden, andererseits sind die Übergänge auch hier fließend. Ein Wechsel zu einem dieser Zustände kann spontan erfolgen, wenn er vom Hypnotiseur nicht verhindert wird. Im Gegensatz zur schamanischen Trance liegt die Aufmerksamkeit meist auf unmittelbaren und praktischen Zusammenhängen und Wahrnehmungen und ist deutlich eingeschränkt. Die Ich-Identität wird ähnlich wie im Traumbewusstsein wahrgenommen und ermöglicht somit auch nur eingeschränkte Kontrolle und Reflexion. Nicht alle Menschen können in hypnotische Zustände versetzt werden.
Der Schamane hat gewöhnlich ein zum Wachzustand fast unverändertes Selbstbewusstsein im Trancezustand. Dadurch kann die schamanische Trance von Zuständen abgegrenzt werden, die sich nach langer Meditations- oder Yoga-Praxis einstellen. Eine Erinnerung an die Erlebnisse ist meist vollständig vorhanden. Die Wahrnehmung ist weniger kontrollierbar als im Klartraum. Dagegen ist die Kontrolle über den physischen Körper stärker vorhanden und eine Kommunikation mit der Umwelt weitgehend möglich. Das Spektrum der Erlebnisinhalte ist enorm; es umfasst für den Schamanen Geisterwelten, Himmel und Unterwelten, Pflanzen- und Tier-Identifikation sowie emotionale Extremzustände.
Schamanische Aktivitäten können auch in einer so genannten Besessenheitstrance ausgeführt werden. Häufig bezeichnet man so ein Individuum, das Nachrichten von Verstorbenen oder Geistern zu empfangen glaubt, als Medium. Dieser Zustand wird als unkontrollierbar erfahren und kann gewöhnlich von der Person nicht erinnert werden. Eine Kommunikation mit der Umwelt ist möglich, beschränkt sich aber auf eine reine „Weitergabe“ der erfahrenen Wahrnehmung, ohne dass diese von der betreffenden Person reflektiert werden kann.
Neben diesen ritualisierten Trance-Zuständen in der schamanischen Tradition, hat der Besessenheitsglaube in der christlichen Kultur eine lange Tradition. Exorzismen sind in der katholischen Kirche auch heute noch prinzipiell möglich. So wird dieser Zustand der Besessenheit in der Bibel auch als Zungenreden bezeichnet (z.B. 1. Kor 14, 5). Die Dauer und Intensität der Besessenheitstrance kann sehr unterschiedlich sein und wird durch verschiedene Einteilungen klassifiziert (vgl. Besessenheitstypen). In der Psychiatrie wird dieser Zustand als Krankheit - Psychose oder Verfolgungswahn - diagnostiziert und behandelt.
Lange Zeit wurde im modernen eurozentrischen Weltbild die schamanische Trance mit Neurosen , Schizophrenie oder Epilepsie erklärt. Da sich die EEG-Grundfrequenz bei Trancezuständen dieser Art meist im Theta-Bereich (6 Hz bis 7 Hz mit zugleich hohen Entladungen) bewegt, ist es heute durchaus möglich, diese von verschiedenen psychopathologischen Zuständen und von reiner Phantasie im Wachzustand zu unterscheiden. Daneben können auch physiologische Veränderungen im Blutbild gemessen werden (erhöhte Konzentration von beta-Endorphinen bei gleichzeitiger Abnahme von Adrenalin und Kortisol). Die Interkulturelle Psychologie geht heute davon aus, dass der sozioreligiöse Kontext im Therapieansatz berücksichtigt werden muss und belegt für schamanische Zeremonien in den jeweiligen Kulturen eine erfolgreiche therapeutische Wirkung. Die theoretischen Grundlagen dieser Ansätze sind in der klinischen Psychologie allerdings umstritten.
Die Erlebniswelt in der schamanischen Trance ist mit dem von Carl Gustav Jung postulierten kollektivem Unbewussten womöglich eng verwandt oder gar identisch, da hier archetypische Inhalte erscheinen.
Charakteristisch für die Nahtod-Erfahrung ist die Außerkörperliche Erfahrung. Die Person erlebt sich selbst beim Verlassen und Beobachten des physischen Körpers. Dabei wird eine gesteigerte Klarheit und Wachheit beschrieben, die das Erleben deutlich von Träumen oder Trancezuständen abhebt. Für die oft klinischen Situationen ist es ein interessanter Forschungsansatz, zumal auch in der Wissenschaft anerkannte Erklärungsansätze existieren.
Die gesamte Wahrnehmung wird im mystischen Bewusstsein meistens als eine Einheit beschrieben. Das Raum- und Zeitgefühl sind deutlich verändert. „Universales“ und unmittelbares Wissen scheint verfügbar. Sobald das Erleben in Sprache kommuniziert wird, wirkt es häufig paradox. Die Andersartigkeit dieser Realität ist - im Gegensatz zur schamanischen Trance - für das betreffende Individuum unzweifelhaft. Der Begriff „kausales Bewusstsein“ drückt die Überzeugung aus, dass dieser „Bereich“ die Ursache aller Erscheinungen, also auch der Materie bzw. der materiell bedingten ist.
Das mystische Bewusstsein unterscheidet sich von allen anderen ungewöhnlichen Zuständen insbesondere dadurch, dass es von vielen Traditionen als vierter natürlicher Zustand angesehen wird. Als Samadhi, wie es im Hinduismus beschrieben wird, ersetzt es damit dauerhaft die Erfahrung des gewöhnlichen Wachzustandes und hat auch Einfluss auf das Erleben von Schlaf- und Traumbewusstsein. Durch Techniken wie die Meditation soll der ganze Mensch nachhaltig verändert werden. Da eine einmalige mystische Erfahrung meist noch keine grundsätzliche Veränderung bewirkt, wird aus der Sicht verschiedener traditioneller Lehren die mystische Erfahrung vom mystischen Bewusstsein deutlich getrennt. Die Aufgabe eines Meisters besteht auch darin, mystische Erfahrungen des Schülers von Trance-Erfahrungen zu unterscheiden.
Von einigen Autoren wird behauptet, dass dieser Zustand mit äußerst niedrigen Grundfrequenzen kleiner als 0,01 Hz erklärbar ist. Es ist aber nahezu unmöglich mit den heutigen Verfahrens- und Messtechniken dies zweifelsfrei zu belegen.
Die Handlungsfähigkeit wird gegenüber dem gewöhnlichen Wachzustand als erhöht erlebt. Es scheint nichts vorhanden, das möglichen Zielen und Intensionen entgegenwirken kann. Es existiert keine Todesangst der Ich-Identität. Ebenso ist die Wachheit gesteigert, da die gesamte Aufmerksamkeit auf dem unmittelbaren inneren und äußeren Erleben liegt und die Selbstreflexion deutlich verringert ist.
Das Selbstbewusstsein auf der „existentiellen Ebene“ wird als klar und zentriert bezeichnet. Der Mensch in diesem „Zustand“ hat keinen Körper, er ist sein Körper. Das Erleben wird allgemein als intensiver beschrieben. Die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit ist mehr nach innen und auf körperliche Empfindungen verschoben. Die „existentielle Ebene“ scheint für alle spirituellen Wege wesentlich. Eine objektive Beschreibung und Klassifizierung ist aber wegen der Vielschichtigkeit der Ausprägungen problematisch.
Populär, aber auch wissenschaftlich umstritten, sind viele religiös-soziologische Studien, insbesondere in den USA, die einen Zusammenhang zwischen Gebet, Religiosität und Meditation mit Lebensumständen wie Gesundheit, Wohlstand oder Langlebigkeit herstellen.
Die moderne Wissenschaft stößt hier notwendigerweise an ihre Grenze und kann nur bestimmte Auswirkungen beschreiben. Wobei sich für manche Physiker die Erkenntnis des 'absoluten' Bewusstseins und die Ergebnisse ihrer praktischen Arbeit nicht gegenseitig ausschließen. So schreibt Erwin Schrödinger: "Die Vielheit ist bloßer Schein. In Wahrheit gibt es nur EIN Bewusstsein." (1961). Es muss aber bezweifelt werden, dass sich dieser „Zustand“ mithilfe empirischer Messwerte objektiv von anderen Zuständen unterscheiden lässt.
Bewusstsein, Bewusstseinserweiterung, Phänomenologie, Wissenschaft des Bewusstseins
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