Bewusstseinserweiterung bezeichnet eine intensivierte sinnliche Wahrnehmung, eine qualitativ erweiterte Wahrnehmungsfähigkeit und führt zu erweiterten Bewusstseinszuständen und zu einem erweiterten Bewusstsein, z.T. auch zu außersinnlicher Wahrnehmung, außerkörperlicher Erfahrung oder „Entgrenzung“ des Identitätsbewusstseins. Sie ist oft verbunden mit einem Gefühl der "Grenzenlosigkeit" und der "Einheit". Diese Merkmale werden dabei meist als voneinander abhängig erlebt und können einzeln oder zusammen auftreten. In einem erweitertem Sinn kann Bewusstseinserweiterung auch eine Veränderung der eigenen Wahrnehmung, Standpunkte und Einschätzungen durch Lernprozesse und Selbstreflexion bezeichnen.
Der Begriff Bewusstseinserweiterung wird sehr unterschiedlich verwendet, da die zugrunde liegenden Erfahrungen subjektiver Natur sind und auch wissenschaftlich kontrovers diskutiert werden.
Methoden zur Bewusstseinserweiterung
Meditation
Meditation und andere mentale Praktiken können zu einer Erweiterung des
Bewusstseins führen. Schritte sind: bewusst werden über das eigene Selbst und dessen Verbindung zum Ganzen (
Kosmos), die Identifikationen des eigenen Selbst, unabhängig werden von Gedanken und Prägungen, Blockaden auflösen. Ziel ist letztendlich
Erleuchtung, was mit der Erfahrung umschrieben werden kann, das Abgetrenntsein als Individuum vom Ganzen, überwunden zu haben.
psychoaktive Substanzen
Einige
Pilze,
Kräuter und
Drogen zeigen bei bewusster und zielgerichteter Einnahme eine bewusstseinserweiternde Wirkung. Wird als
schamanische Technik spirituell und als
psycholytische Psychotherapie therapeutisch eingesetzt. Andererseits von breiten Bevölkerungsschichten als Flucht vor der Realität missbraucht (
Sucht). In vielen Ländern verbietet ein
Betäubungsmittelgesetz den Einsatz von Drogen.
Atemtechniken
Stanislav Grof entwickelte das
Holotrope Atmen als Alternative zur LSD-Therapie und zur Erreichung erweiterter
Bewusstseinszustände.
Reizdeprivation
Eine ungefährlichere Möglichkeit der Bewusstseinserweiterung ist die Verringerung äußerer Reize (
Reizdeprivation); sie wird von Mönchen in Tibet angewandt. Die Dunkelheit und Abgeschiedenheit tiefer unterirdischer Kammern reduziert die Stimulation des sensorischen Systems. Besucher der Pyramiden von Ägypten berichten ebenfalls von derartigen Effekten. In der absoluten Dunkelheit und Stille soll es innerhalb kürzester Zeit zu einer ungewohnten Weite des visuellen Gedankenflusses kommen. Das gewöhnliche Weiterproduzieren der
Neurotransmitter verursacht eine Sensibilisierung aller Sinne und auch des
Gehirns. Der
Isolationstank verhindert zusätzlich die sensorische Stimulation durch das eigene Körpergewicht und ist besonders wirkungsvoll.
Weblinks
Allgemeine Psychologie, Religion, Droge