Die Stadt
Betzdorf ist Teil der
Verbandsgemeinde Betzdorf und liegt ca. 20 km südwestlich von
Siegen.
Geografie
Die Stadt Betzdorf liegt in einem Talkessel zwischen dem
Westerwald und dem
Siegerland. In Betzdorf mündet der Fluss
Heller in die
Sieg.
Wappen
Das Wappen der Stadt Betzdorf ist gespalten, rechts in rot ein goldener, zum Betrachter schauender Löwe mit roter Zunge, links in Schwarz ein silberner Schrägbalken, belegt mit 3 schwarzen Eberköpfen. Der Löwe stammt aus dem Wappen des
Grafen von Sayn und die Eberköpfe aus dem der Herren von Freusburg.
Geschichte
Die erste sichere
urkundliche Erwähnung Betzdorfs war
1249 auf einer
Urkunde der
Gräfin Mechtildis von Sayn.
Das Wachstum des vorerst nicht sehr bedeutenden Ortes begann erst mit dem Bau der
Eisenbahnstrecke
Köln-Deutz/
Gießen mit einer
Zweigstrecke von Betzdorf nach
Siegen, womit Betzdorf zur
Drehscheibe und
Eisenbahnerstadt mit
Rangierbahnhof für die umliegenden
Eisenerzbergwerke wurde. Am 1. April
1886 entstand durch Abtrennung der
Gemeinden Betzdorf,
Alsdorf (Westerwald),
Grünebach,
Sassenroth,
Dauersberg,
Scheuerfeld, Bruche und
Wallmenroth von der Bürgermeisterei
Kirchen (Sieg) die Bürgermeisterrei Betzdorf. Die Gemeinde Bruche stieß
1907 durch Eingemeindung zu Betzdorf.
1935 wurden die Bürgermeistereien in Ämter umbenannt. Seine Funktion als Eisenbahnknotenpunkt führte allerdings dazu, dass die Stadt im
Zweiten Weltkrieg unter starken
Luftangriffen zu leiden hatte, wodurch knapp zwei Drittel der Stadt den Bomben zum Opfer fielen.
1953 bekam Betzdorf dann schließlich die
Stadtrechte verliehen. In den folgenden Jahren wurden von den Betzdorfer Eisenbahnanlagen das
Ausbesserungswerk, der
Rangierbahnhof und das
Bahnbetriebswerk stillgelegt, so dass Betzdorf heute nur mehr im Personenverkehr ein kleiner
Eisenbahnknotenpunkt ist.
Durch die
Verwaltungsreform in
Rheinland-Pfalz wurde aus dem Amt Betzdorf schließlich die
Verbandsgemeinde Betzdorf mit Sitz in der Stadt Betzdorf.
Religionen
51,5
Prozent der Betzdorfer
Bevölkerung sind
katholisch, 24,3
Prozent evangelisch.
Wirtschaft
Verkehr
Die
Stadt Betzdorf ist ein
Eisenbahnknotenpunkt
(nur im Personenverkehr) der
Strecken:
Die Stadt Betzdorf liegt ca. 20 Kilometer abseits der A 45 und in der Nähe des Siegerland-Flughafens mit Zulassung für Instrumenten- und Nachtflugbetrieb. Der Flughafen Köln/Bonn und der Rhein-Main-Flughafen sind mit der Bahn zu erreichen.
Ansässige Unternehmen
- WOLF-Garten GmbH & Co KG (Produktion von Gartengeräten)
- SSI Schäfer Shop GmbH (Vertrieb von Bürobedarf)
- Rexnord Kette GmbH (Produktion und Vertrieb von Industrieketten)
Öffentliche Einrichtungen
Bildungseinrichtungen
In der Stadt Betzdorf gibt es zwei
Grundschulen, eine
Duale Oberschule, zwei
Realschulen sowie jeweils eine
Berufsbildende Schule, eine Bücherei, eine
Volkshochschule und ein
Gymnasium (
Freiherr-vom-Stein Gymnasium).
Freizeit- und Sportanlagen
In Betzdorf gibt es neben mehreren kleineren Sportplätzen das Stadion "Auf dem Bühl" sowie die Freizeitsportanlage Molzberg und das Freizeitbad "Auf dem Molzberg", (bis Ende 2003 hieß es monte mare) wobei letztere zur
Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg) gehören. Das Freizeitbad ist seit dem 01. Oktober 2005 geschlossen. Es soll nach Renovierung voraussichtlich wieder in einem Jahr eröffnet werden.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Betzdorf pflegt Partnerschaften mit den Städten Decize in Frankreich, Ross on Wye in England und Denizli in der Türkei.
Stadtgliederung
Zur Stadt Betzdorf gehören die Stadtteile Bruche und Dauersberg.
Sie ist Teil und Verwaltungssitz der
Verbandsgemeinde Betzdorf.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Regelmäßige Veranstaltungen
Die größten regelmäßigen Veranstaltungen sind das jährliche
Schützenfest des
Schützenvereins Betzdorf sowie das
Karnevalsprogramm der Betzdorfer Vereine.
Hinzu kommt noch einmal im Jahr die Erzquell City Night, bei welcher ein Radrennen durch die Betzdorfer Innenstadt erfolgt.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Bekannte Betzdorfer sind
- der Volksliederkomponist Robert Götz ("Aus grauer Städte Mauern zieh´n wir durch Wald und Feld", "Jenseits des Tales standen ihre Zelte" ) (geb. 1892),
- der Schauspieler und Sänger Kurt Großkurth (1909-1975),
- der SPD-Politiker Bruno Wiefel (1924-2001)
- der Karikaturist Gerhard Mester (geb. 1956)
- der Kabarettist Matthias Deutschmann (geb. 1958)
- der Automobilrennfahrer Uwe Alzen (geb. am 18. August 1967 in Kirchen).
Weblinks
Ort in Rheinland-Pfalz