Die Betriebspsychologie untersucht in gewisser Akzentuierung gegenüber der Arbeitspsychologie die Beziehungen der arbeitenden Menschen untereinander. Die Betriebspsychologie ist zum Teil heftigen Angriffe ausgesetzt als „unternehmerorientiertes Anwendungsfach“ oder "praktizistische Anwendungslehre".
Im Prinzip befasst sich die Betriebspsychologie in praxisnaher Weise mit bestimmten psychologischen Problemen, die sich in Betrieben stellen. Der Mensch ist an seinem Arbeitsplatz kein isoliertes Wesen, das nur mit Maschinen umgeht, sondern er schafft sich soziale Kontakte und Gruppenbeziehungen. Insofern ist die Betriebspsychologie in relevantem Umfang eine Sozialpsychologie des Betriebes mit einer gewissen Affinität zu betriebswirtschaftlich orientierten Menschenbildern.
Geht rein vom pragmatischen Anwendungsaspekt aus, so ist Betriebspsychologie als Angewandte Psychologie zu charakterisieren.
Die hier zu lande am meisten verbreiteten Therapieformen sind die Gabe von Psychopharmaka, die klassische Verhaltenstherapie und die Psychoanalyse beziehungsweise die tiefenpsychologische Psychotherapie. Die klassische Verhaltenstherapie bearbeitet in diesem Zusammenhang Angstreaktionen im Wesentlichen durch massive Konfrontation mit Angstreizen (»flooding«), an die sich dann das innere System mehr und mehr gewöhnen soll. Angstpatienten werden durch diese Methode meist wieder in die Lage versetzt, die mit Angst besetzten Handlungen durchzuführen. Der Betroffene verliert das innere Unbehagen, die innere Anspannung und andere Stressreaktionen des Körpers jedoch nie ganz und oft auch nicht auf Dauer. Darüber hinaus werden jeodoch auch Verfahren eingesetzt, die zusätzlich Elemente aus der Atemtherapie integrieren. Zusätzlich werden Aspekte aus dem NLPt sowie der Hypnotherapie eingesetzt und zum Beispiel visuelle, akustische und kinästhetische Wahrnehmungen in der Entspannungsanleitung beschrieben, um dem Übenden das Entspannungserlebnis so besser zugänglich zu machen.
Erforderlichenfalls kann, um die Angstreaktion zuverlässig zu durchbrechen, auch auf körperpsychotherapeutische Ansätze, beispielsweise nach Boyesen oder auf die so genannte passive Muskelentspannung, zurückgegriffen werden. In möglichst entspanntem, mindestens jedoch in Bezug auf das Problem indifferentem innerem Zustand soll der Klient als Beobachter von außen sich selbst in der angstmachenden Szene wahrnehmen und wie ein Filmregisseur mit der erlebten Szene experimentieren. Ergänzt wird diese Arbeit durch weitere kognitive Maßnahmen, wie beispielsweise der Erstellung eines Wohlfühlbarometers, welches das innere Gefühl der Angstfreiheit und Handlungskompetenz über subjektive Zuordnung zu Zahlenwerten quantifiziert und in einer Tageskurve abbildet. Die weitere Verarbeitung der hier gewonnenen Kurve ordnet Erfolge den inneren Wandlungsprozessen und den durch eigenes Zutun erreichten äußeren Veränderungen zu und soll so zu deren Verstärkung führen. Im Rahmen dieser »Wandlung zur Ganzheit« wird der Klient wieder angstfrei und lernt, sich seinen Platz zu suchen, an dem er die eigene Vision und seine Mission im Beruf leben kann.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Betriebspsychologie".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world