Gábor Bethlen oder Gabriel Bethlen (von Iktar) (ungarisch Bethlen Gábor, slowakisch: Gabriel Betlén) (* um 1580 in Marosillye (heute Ilia, Rumänien); † 15. November 1629 in Karlsburg (damals noch Weißenburg, ung. Gyulafehérvár, rum. Alba Iulia)) war von 1613 bis 1629 Fürst von Siebenbürgen und 1619–1626 Anführer eines anti-habsburgischen Aufstandes im Königlichen Ungarn auf dem Gebiet der heutigen Slowakei. Sein Feldzug von 1626 fand im Rahmen des Dreißigjährigen Krieges statt.
Nach einem kurzen Waffenstillstand ließ sich Bethlen auf seinem Landtag von Neusohl (slowakisch Banská Bystrica, ung. Besztercebánya) im August 1620 mit der Zustimmung der Türken zum König von Ungarn wählen und die Kämpfe mit den Habsburgern gingen weiter. Im Oktober 1620 schickte Bethlen dessen Truppen zum böhmischen Weißen Berg, aber sie kamen erst nach der Schlacht am Weißen Berg an. Nach der siegreichen Schlacht am Weißen Berg in Böhmen verzeichneten habsburgische Truppen auch Erfolge gegen Bethlen und eroberten schnell die heutige West- und Mittelslowakei zurück (siehe auch Schlacht bei Tyrnau (1621)). Bethlen musste in der Folge am 31. Dezember 1621 mit den Habsburgern den Frieden von Nikolsburg (tsch. Mikulov) abschließen, dem zufolge er auf die eroberten Gebiete im Königlichen Ungarn und auf die ungarische Krone verzichtete, dafür aber sieben oberungarische Komitate (in der heutigen Slowakei, Karpato-Ukraine und Nordost-Ungarn) sowie die Fürstentümer Oppeln und Ratibor in Schlesien bis zu seinem Tod seinem Siebenbürgen angeschlossen wurden.
Da Bethlen mit dem Frieden von Nikolsburg unzufrieden war, unternahm er einen zweiten Feldzug (1623-1624), bei dem er- mit dem Ziel sich den mährischen Ständen anzuschließen - wieder die ganze heutige Slowakei eroberte. Am 8. Mai 1624 musste er jedoch mit dem Wiener Frieden den Frieden von Nikolsburg bestätigen, die schlesischen Fürstentümer musste er aber wieder aufgeben.
Bethlen blieb weiterhin eine wichtige Figur im Generalstab des politischen Kalvinismus. Allerdings konnte er als Feldherr keine wirklich großen Siege erringen, da er mit seiner auf einen überraschenden Angriff und schnellen Rückzug ausgerichteten Reitertruppe keine Feldschlacht gegen eine mit Kanonen bestückte Armee wagen konnte.
1626 begann Bethlens letzter Feldzug, diesmal mit dem Ziel sich im Rahmen des Dreißigjährigen Kriegs den Koalitions-Truppen von Ernst von Mansfeld in Schlesien anzuschließen. Zum Teil hat ihn zu diesem Feldzug auch seine 1626 erfolgte Vermählung mit Katharina, der Schwester des Kurfürsten von Brandenburg, bewogen, da der Kaiser die Werbung Bethlens um die Hand seiner Tochter abgelehnt hatte. Nachdem Bethlen wieder die gesamte heutige Slowakei erobert hatte, wurde er jedoch vom kaiserlichen General Albrecht von Wallenstein schnell zum Rückzug in die südlichen Gebiete der heutige Mittelslowakei gezwungen. Waldstein eroberte Tyrnau (slow. Trnava, ung. Nagyszombat), Neutra (slow. Nitra, ung. Nyitra) und Neuhäusel (ung. Érsekújvár, slow. Nové Zámky). Anfang Oktober 1626 trafen Wallensteins und Bethlens Truppen bei Drégely-Palánk (slow. Drégeľská Pálanka) am Fluss Ipoly/Ipeľ aufeinander, beide Armeen zogen sich dann aber zurück. Da sich Bethlen nicht mehr mit den Koalitions-Truppen verbinden konnte, bat er die Habsburger (Kaiser Ferdinand II.) um eine Beendigung des Waffengangs. Am 20. Dezember 1626 musste Bethlen den Frieden von Pressburg unterschreiben, mit dem mehr oder weniger die vorigen zwei Frieden bestätigt wurden.
Fürst (Siebenbürgen) | Dreißigjähriger Krieg (Person) | Ungarische Geschichte | Slowakische Geschichte | Militärperson (Ungarn) | Mann | Geboren um 1580 | Gestorben 1629
Gabriel Bethlen | Gábor Bethlen | Gabriel Bethlen | גאבור בתלן | Bethlen Gábor | Gábor Bethlen | Бетлен, Габор | Gabriel Betlen | Gábor Bethlen
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Gábor Bethlen".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world