Bestwig ist eine
Gemeinde in
Nordrhein-Westfalen,
Deutschland, und gehört zum
Hochsauerlandkreis.
Geografie
Die Gemeinde Bestwig liegt im Norden des Hochsauerlandkreises und ist etwa 70 km² groß. Etwa 67% davon sind von Wald bedeckt. Der höchste Punkt ist der Bastenberg (745 m über NN), die tiefste Punkt liegt im Ruhrtal mit 280 m über NN.
Nachbargemeinden
Bestwig grenzt, im Uhrzeigersinn von Norden, an
Rüthen,
Olsberg,
Schmallenberg,
Meschede und
Warstein.
Stadtgliederung
Die Gemeinde
Bestwig besteht aus folgenden Ortsteilen:
- Velmede (3.461 Einwohner). Velmede wurde erstmals im Jahre 1072 urkundlich erwähnt und ist damit neben Nuttlar die älteste noch existierende Siedlung auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Bestwig. Bei der Aufteilung des Kirchspiels Velmede zwischen 1858 und 1871 wurde ein Teil davon zur Gemeinde Velmede. Dieser Teil ist 1938 der Gemeinde Halbeswig angegliedert worden. Im Rahmen der Kommunalen Neugliederung kam Velmede am 1. Januar 1975 zur neugebildeten Großgemeinde Bestwig.
- Ramsbeck (2.047 Einwohner). Die Gemeinde Ramsbeck wurde in der Zeit zwischen 1858 und 1871 aus Teilen der Gemeinden Velmede, Gevelinghausen und Heringhausen und durch Eingemeindung von Berlar neu gebildet. Zum 1. Januar 1975 kam die Gemeinde bis auf 0,07 km², die an die neugebildete Stadt Olsberg abgegeben worden sind, zur neugebildeten Großgemeinde Bestwig.
- Ostwig (1.655 Einwohner). Die Gemeinde Ostwig, zwischen 1858 und 1871 als Teil des ehemaligen Kirchspiels Velmede gegründet, kam am 1. Januar 1975 bis auf 0,14 km², die an die neugebildete Stadt Olsberg abgegeben worden sind, zur neugebildeten Großgemeinde Bestwig.
- Nuttlar (1.671 Einwohner). Erstmals urkundlich erwähnt wurde Nuttlar im Jahre 1072 und ist damit neben Velmede die älteste noch existierende Siedlung auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Bestwig. Zwischen 1858 und 1871 wurde die Gemeinde Nuttlar als Teil des ehemaligen Kirchspiels Velmede neu gegründet.
- Heringhausen (903 Einwohner). Die Gemeinde Heringhausen entstand zwischen 1858 und 1871 bei der Auflösung des alten Kirchspiels Velmede. Im Zuge der Kommunalen Neugliederung kam Heringhausen zum 1. Januar 1975 bis auf 0,26 km², die an die neugebildete Stadt Olsberg abgegeben worden sind, zur Großgemeinde Bestwig.
- Bestwig (1.334 Einwohner). Das Amt Bestwig wurde um 1840 aus der damaligen Bürgermeisterei Eversberg und dem Kirchspiel Velmede gegründet. Ab 1854 wurde der Amtssitz von Eversberg nach Velmede verlegt, wo der erste Gemeinderat am 18. Januar 1855 tagte. Im Kirchspiel Velmede entstanden von 1858 bis 1871 die Gemeinden Berlar, Gevelinghausen, Halbeswig, Heringhausen, Nuttlar, Ostwig und Velmede.
- Berlar Verschwommen sind die Kenntnisse und die Gründung des Dorfes Berlar, seine Frühgeschichte und die anfängliche kirchliche Betreuung. Nach den Aufzeichnungen von Westfalens bedeutendem Historiker Seibertz soll das Dorf schon im 11. Jahrhundert ernannt sein, und zwar 1062 unter dem Namen Berklare.
- Andreasberg (674 Einwohner). Das Dorf Andreasberg entstand in den Jahren 1854/55 als Bergarbeiterkolonie. Die Grube Aurora wurde unter dem Namen "Klingelborn" schon im 16. Jahrhundert urkundlich erwähnt.
- Wasserfall (70 Einwohner). Der kleine Ort Wasserfall gehört mit seiner Höhenlage von 600 m ü. NN zu den am höchsten gelegenen Siedlungen des Sauerlandes. Hier liegt auch das Fort Fun Abenteuerland.
Geschichte
Archäologische Funde aus der Bronzezeit bei Heringhausen sowie der Eisenzeit aus der Veledahöhle bei Velmede belegen die Anfänge der Besiedlung.
Die frühmittelalterliche Besiedung bestand aus Weilern und Einzelhöfen. Aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage wurde Velmede von den Kölner Erzbischöfen zum Zentralort des Kirchspiels erhoben. Es ist anzunehmen, dass die Ortschaft im 10. Jahrhundert aus etwa sechs Höfen bestand. In einer Stiftungsurkunde der Benediktinerabtei Grafschaft wurden die Orte Nuttlar und Velmede 1072 das erste mal erwähnt. Das an der Einmündung der Valme in die Ruhr gelegene Bestwig bestand im 14. Kahrhundert aus einem Doppelhof des Stiftes Meschede und einem Hof des Klosters Grafschaft.
Das Gebiet bildete die sogenannte "Freigrafschaft" Velmede und gehörte den Edelherrn vom Rüdenberg mit in der Nähe von Arnsberg. Im Jahre 1296 erwarb Graf Ludwig von Arnsberg die Hälfte der Freigrafschaft. Die andere Hälfte ging an den Grafen von Waldeck. Seit 1368 gehörte das Gebiet zum kurkölnischen Herzogtum Westfalen.
Das Gebiet der heutigen Gemeinde Bestwig wurde im 19. Jahrhundert von zwei Entwicklungen entscheidend geprägt. Die eine war der Anschluss an die Eisenbahn, diese führte ab 1870 zur Entwicklung des für das Sauerland bedeutenden Bahnhofs mit zahlreichen damit zusammenhängenden Arbeitsplätzen vor allem auch im örtlichen Bahnbetriebswerk. Durch die Bahn nahm die Einwohnerzahl insbesondere in Bestwig selbst deutlich zu. Lebten 1864 nur 44 Einwohner in diesem Gebiet, nahm die Einwohnerzahl in der "Eisenbahngemeinde" bis 1905 auf 625 zu. Die zweite war die Expansion des Ramsbecker Bergbaus in den 1850er Jahren. Über Jahrzehnte war dieser Betrieb das mit Abstand größte Unternehmen im gesamten Gebiet des heutigen Hochsauerlandkreises. Beide Entwicklungen unterschieden das Gebiet der heutigen Gemeinde Bestwig von anderen Teilen des oberen Sauerlandes. In weiten Teilen der heutigen Gemeinde Bestwig dominierte nicht die bäuerliche sondern die Arbeiterbevölkerung-
Eingemeindungen
Die heutige Großgemeinde Bestwig entstand im Zuge der kommunalen Neugliederung 1975 aus einer Reihe früher selbstständiger Orte. (s.Stadtgliederung)
Einwohnerentwicklung
- 1990 11571
- 1991 11821
- 1992 11912
- 1993 11929
- 1994 11938
- 1995 12148
- 1996 12281
- 1997 12265
- 1998 12107
- 1999 12063
- 2000 12013
- 2001 12000
- 2002 11908
- 2003 11833
- 2004 11773
(Quelle: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW)
Politik
Bürgermeister
Nachdem der ab 1999 als Bürgermeister von Bestwig amtierende Christof Sommer (*
1965,
CDU) in Lippstadt zum Bürgermeister gewählt worden war, wurde am
4. Dezember 2005 eine Neuwahl erforderlich. Dabei wurde Ralf Péus (*
1961,
CDU) mit 52,3 % zum neuen Bürgermeister von Bestwig gewählt.
Wappen
Das Andreaskreuz im Wappen deutet auf den Patron der Velmeder Pfarrkirche, den Apostel Andreas, hin. Die Farben Silber und Blau repräsentieren die Zugehörigkeit zur ehemaligen Grafschaft Arnsberg.
Städtepartnerschaften
Die Gemeinde hat keine offizielle Partnerschaft, pflegt aber enge Kontakte zu den Gemeinden
Niederorschel in
Thüringen und
Niederwiesa in
Sachsen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Touristische Zentren der Gemeinde sind:
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Weblinks
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