Bescheidenheit, auch Genügsamkeit, ist eine Verhaltensweise von Menschen, wenig von etwas für sich zu beanspruchen, selbst dann, wenn die Möglichkeit der Vorteilnahme bestünde; sie bedeutet auch, zugunsten anderer auf etwas zu verzichten. Bescheidenheit als Lebensprinzip entsteht häufig aus der Einsicht, dass alles Übermaß im Leben schädlich ist. Gemäß dem altgriechischen Merkspruch: Nichts zu viel. Die Bescheidenheit hängt eng zusammen mit der Mäßigung, einer der vier Kardinaltugenden.
Soziologisch gesehen ist eine moderate Ausprägung dieser Verhaltensweise vorteilhaft für das Funktionieren einer Gruppe. Andererseits ist Bescheidenheit - zumindest kurzfristig - für sozialen sowie beruflichen Erfolg und die Selbstverwirklichung des einzelnen Menschen häufig hinderlich.
In übertrieben starker Ausprägung kann die Bescheidenheit bis zur Unterwürfigkeit führen.
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