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Beryllium
 

Beryll
Rohberyll.jpg
Rohberyll
Chemismus Be3Al2Si6O18
Kristallsystem hexagonal
Kristallklasse ___
Farbe variabel, oft blau, grün, gelb, weiß, farblos
Strichfarbe weiß
Härte 7,5 - 8
Dichte 2,6 - 2,9
Glanz Glasglanz
Opazität transparent bis durchscheinend
Bruch muschelig, uneben, spröde
Spaltbarkeit unvollkommen
Habitus prismenförmig, stengelig
häufige Kristallflächen ___
Zwillingsbildung ___
Kristalloptik
Brechungsindices ___
Doppelbrechung ___
Pleochroismus ___
optische Orientierung ___
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ ___
weitere Eigenschaften
chemisches Verhalten ___
ähnliche Minerale Chrysoberyll, Apatit, Spinell, Brasilianit, Turmalin
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen ___
Beryll ist ein im hexagonalen Kristallsystem kristallisierendes Silikat-Mineral der Härte 7,5 bis 8 und hat die chemische Zusammensetzung Be3Al2*. Strukturell ist es ein Ringsilikat. Seine Farbe ist sehr variabel, unter anderem blau, grün, gelb, weiß oder farblos; Strichfarbe ist weiß.

Wortherkunft


Das Wort „Beryll“ wurde aus dem Lateinischen beryllus entlehnt und geht über gr. , béryllos und Prakrit veruliya auf Sanskrit vaidurya zurück. Ursprünglich ist es jedoch wohl dravidischen Ursprungs und vom Namen der südindischen Stadt Belur abgeleitet.

Das lateinische beryllus wurde im Mittelalter als Oberbegriff für alle klaren Kristalle gebraucht; so leitet sich davon auch das Wort „Brille“ ab, da die ersten Linsen aus Kristall geschliffen wurden.

Varietäten und Erscheinungsform


Von großer Bedeutung als Schmuckstein-Varietäten sind der grüne Smaragd, der blassblaue Aquamarin, der gelbe Heliodor und der rosafarbene Morganit. Kristalle sind oft hexagonal-prismatisch und können außergewöhnlich groß werden: So sind im US-amerikanischen Bundesstaat Maine schon sechs Meter lange und eineinhalb Tonnen schwere Exemplare gefunden worden. Daneben kommt das Mineral noch in einer massiven Form vor, die oft mit Quarz verwechselt wird.

Vorkommen


Beryll findet sich in Pegmatit-Adern, insbesondere in Graniten, aber auch in metamorphen Gesteinen wie Gneis und als Mineralseife in Flusssedimenten.

Verwendung als Rohstoff


Neben der Verwendung geeigneter Exemplare als Schmuckstein dient Beryll als Hauptquelle für das Leichtmetall Beryllium, dass u. a. in der Raumfahrttechnik als Bestandteil von Speziallegierungen eingesetzt wird. Mehr als 80 Prozent der Weltjahresproduktion stammen aus den USA.

Geschichte


Der Abbau der Beryll-Varietät Smaragd lässt sich bis ins 13. Jahrhundert v. Chr. nach Ägypten zurückverfolgen. Aber auch im präkolumbischen Südamerika wurde der Schmuckstein weiträumig gehandelt.

Siehe auch: Liste von Mineralen

Weblinks


Schmuckstein | Mineral

Beryl | Berylli | Béryl | Beril | 緑柱石 | Berilas | Beryl | Beryl (minerał) | Berilo | Берилл | Beryll

 

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