Ein Berufsverband ist eine privatrechtliche Körperschaft, die sich die Förderung der Belange eines bestimmten Berufsstandes zum Ziel setzt.
Nach innen hin verstehen sich Berufsverbände üblicherweise als ein Forum, auf dem berufsspezifische Fragen aufgeworfen, diskutiert und geklärt werden können. Berufsverbände bieten ihren Mitgliedern als Gegenleistung für den zu entrichtenden Mitgliedsbeitrag meist den bevorzugten Zugang zu beruflich relevanten Informationen, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und sonstige Vergünstigungen.
Bei vielen Berufsverbänden sind neben den im Verbandsnamen angegebenen Berufen nach der Satzung oft auch ganz andere Berufe zugelassen. Zum Beispiel dürfen beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI) gemäß der Satzung auch Informatiker offizielles Mitglied sein. Dies ist kein Widerspruch, da Informatiker nach der Wissenschaftslehre eine Unterart der Ingenieure darstellen. Genauso darf ein Ingenieur bspw. bei der Gesellschaft für Informatik (GI) ganz legal Mitglied sein.
Es kommt daher oft vor, dass eine Person bei mehr als einem Berufsverband Mitglied ist. Um die finanziellen Belastungen in Grenzen zu halten, bieten Berufsverbände als weiteres Chrakteristikum gegenüber typischen Vereinen ihren Mitgliedern bei befreundeten Berufsverbänden eine so genannte „Doppelmitgliedschaft“ oder „Kooperative Mitgliedschaft“ an.
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