Das Berufskolleg ist die Bezeichnung für die aus den berufsbildenden Schulen hervorgegangene Schule der Sekundarstufe II mit unterschiedlichen Schulformen. Intention des Berufskollegs ist eine zeitgleiche Qualifizierung, sowohl im berufsbildenden, als auch im allgemeinbildenden Bereich, was in den vielfältigsten Bildungsgängen bereits realisiert wird. Aufgrund des Mangels an Ausbildungsstellen im Dualen System (klassische Lehre mit den Lernorten Ausbildungsbetrieb und Berufsschule), verschiebt sich das Gewicht der Bildungsgänge immer mehr in Richtung auf vollzeitliche Schulformen. Immer mehr junge Menschen suchen über die Berufskollegs einen berufsnahen Weg zum Abitur oder Fachabitur mit attraktiven Fachschwerpunkten wie Technik, Wirtschaft oder Erziehungswissenschaft.
In anderen Bundesländern sind Berufskollegs lediglich besondere Schularten einer berufsbildenden Schule.
Diese Schulform ist für Schülerinnen und Schüler, die ihre Vollzeitschulpflicht von 10 Jahren erfüllt haben und einen Berufsausbildungsvertrag mit einem Unternehmen oder einer öffentlichen Einrichtung abgeschlossen haben. Die Klassen sind nach Berufen geordnet. Der Unterricht umfasst fachbezogene theoretische Grundlagen sowie allgemeinbildende Fächer.
Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen. In anderen Bundesländern, insbesondere in Baden-Württemberg, versteht man unter dieser Schulform etwas ganz anderes.
Diese Schulform ist für Schülerinnen und Schüler, die ihre Vollzeitschulpflicht von 10 Jahren an einer allgemeinbildenden Schule erfüllt haben und eine Berufsausbildung in einem Betrieb anstreben und keine anderweitige Vollzeitschule besuchen. Da die Schulpflicht für alle Jugendlichen bis zum Ende des Schuljahres besteht, in dem sie ihr 18. Lebensjahr vollenden, besuchen sie in dieser Zeit eine dieser berufsvorbereitenden Klassen. Auch wenn Jugendliche einer Vollzeitarbeit ohne Berufsausbildung nachgehen, sind sie zum Besuch dieser Schule verpflichtet.Je nach Art des Berufskollegs werden die Klassen nach Berufsfeldern ausgerichtet. Der Unterricht findet an einem Tag der Woche statt.
Diese Schulform ist für Schülerinnen und Schüler, die ihre Vollzeitschulpflicht von 10 Jahren an einer allgemeinbildenden Schule erfüllt haben oder das 10. Schuljahr zur Vorbereitung auf eine Berufsausbildung nutzen wollen. Die Klassen sind nach Berufsfeldern geordnet. Der Unterricht umfasst fachbezogene theoretische Grundlagen, allgemeinbildende Fächer sowie berufsfeldbezogene Praxis in Werkstätten, Küchen, Backstuben usw. innerhalb der Schule.
In Baden-Württemberg wird die Berufsgrundschule auch Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) genannt.
Berufsfachschulen, 2 jährig, die früher "Höhere Berufsfachschule" hießen, wie z.B. die "Höhere Handelsschule", vermitteln bei der Eingangsvoraussetzung mittlerer Bildungsabschluss (Fachoberschulreife) die Fachhochschulreife und je nach Form erweiterte berufliche Kenntnisse oder sogar einen Berufsabschluss (Assistentenausbildung).
Außerdem gibt es Berufsfachschulen, 2 jährig, die es Menschen mit Hauptschulabschluss ermöglichen, den mittleren Bildungsabschluss mit berufsbezogenen Inhalten zu absolvieren bzw. nachzuholen. Hinzu kommen die einjährigen Berufsfachschulen mit diversen Kernfächern (z. B. Metallverarbeitung,...). Diese Schulform bietet kleinen mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit ihr Auszubildenden das erste Ausbildungsjahr in der Berufsfachschule absolvieren zu lassen, dies spart dem Unternehmen etwaige Kosten die ein (zunächst unproduktiver) Lehrling im ersten Ausbildungsjahr verursachen würde. Des Weiteren bietet diese Schulform Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz erhalten haben, die Möglichkeit das erste Lehrjahr in der Schule zu absolvieren, wodurch die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im zweiten Anlauf deutlich verbessert werden sollen.
Fachschulen sind Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung. In die Fachschule wird aufgenommen, wer mindestens
Abweichend davon kann in die Fachschule aufgenommen werden, wer eine einschlägige Berufstätigkeit von mindestens 5 Jahren nachweist.
Dauer des Bildungsganges
Im Regelfall dauert der Bildungsgang 8 Semester (Schulhalbjahre) in der Abend- bzw. Teilzeitform (diese Form wählen Absolventen oft, wenn sie ihre berufliche Tätigkeit während der Zeit der Technikerausbildung beibehalten wollen); für Bewerber/innen, die mindestens die Fachhochschulreife besitzen, kann sich die Dauer gegebenenfalls auf 6 Semester verkürzen. In der Vollzeitform beträgt die Dauer der Ausbildung 2 Schuljahre (4 Semester).
Abschlussprüfung
Der Bildungsgang schließt mit der Abschlussprüfung z. B. zur oder zum „Staatlich geprüfte(r) Erzieher(in)/Techniker(in)/Betriebswirt(in)“ ab. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil, darüber hinaus kann die Fachhochschulreife erlangt werden.
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