Beim Berufsbeamtengesetz handelt es sich um die Kurzbezeichnung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, das in der Zeit des Nationalsozialismus am 7. April 1933 erlassen wurde.
Ziele des unter Federführung von Wilhelm Frick veröffentlichten Gesetzes waren die Verwirklichung der rassenpolitischen Ziele der NSDAP und die Gleichschaltung des öffentlichen Dienstes. Sowohl Juden („Beamte nicht arischer Abstammung“) als auch politische Gegner des Nationalsozialismus („Beamte, die nach ihrer bisherigen politischen Betätigung nicht die Gewähr dafür bieten, dass sie jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staat eintreten“) sollten in den Ruhestand versetzt bzw. aus dem Dienst entlassen werden und so vom Beamtenstand ausgeschlossen werden. Alle seinerzeit im Beamtenstatus befindlichen Personen hatten den sogenannten Ariernachweis zu erbringen, der belegen sollte, dass die Person keine Vorfahren jüdischen Glaubens hatte. Dieser Nachweis war nur mit hohem Aufwand zu erbringen, da die Quellen für die Abstammung häufig weit verstreut in den Taufregistern der Kirchen an den Geburtsorten der Vorfahren zu finden waren.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world