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Bertha Krupp von Bohlen und Halbach (geb. Krupp; * 29. März 1886 in Essen; † 21. September 1957 in Essen) war ein wichtiges Mitglied der Industriellenfamilie Krupp.

Bertha Krupp wurde nach dem frühen Tod ihres Vaters Friedrich Alfred Krupp im Jahre 1903 dessen Alleinerbin. Dadurch wurde sie unter anderem Inhaberin nahezu aller Aktien der Friedrich Krupp AG. Da Bertha Krupp zu diesem Zeitpunkt jedoch noch minderjährig war, wurden ihre Rechte im Unternehmen zunächst von ihrer Mutter Margarethe Krupp, geb. von Ende, wahrgenommen.

Durch Vermittlung Kaiser Wilhelms II. heiratete sie 1906 den preußischen Diplomaten Gustav von Bohlen und Halbach, mit dem sie acht Kinder hatte. Durch königlich-preußischen Erlaß wurde dem Paar gestattet, den Namen „Krupp von Bohlen und Halbach“ zu führen, soweit und solange persönliche Inhaberschaft für das Unternehmen vorlag.

Bertha Krupp von Bohlen und Halbach blieb Inhaberin nahezu aller Aktien der Krupp AG, bis diese 1943 durch die sogenannte „Lex Krupp“ wieder in ein Einzelunternehmen umgewandelt und auf ihren ältesten Sohn Alfried Krupp von Bohlen und Halbach übertragen wurde.

Sowohl der Spitzname der HaubitzeDicke Bertha“, als auch die Benennung des 1942 in Marktstädt bei Breslau gegründeten Berthawerkes leiteten sich von ihrem Vornamen ab.

Mitte der fünfziger Jahre schenkte sie der Gemeinde St. Franziskus in Essen-Bedingrade ein Grundstück, um eine Kirche zu erbauen. 1956 erfolgte die Grundsteinlegung. Eine Inschrift auf einem Findling in der nähe des Glockenturms erinnert an diese Spende.

Frau | Unternehmer (Montanindustrie) | Deutscher | Krupp | Geboren 1886 | Gestorben 1957

Bertha Krupp von Bohlen und Halbach

 

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