| Bernierente | ||||||||||||||
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| Bernierente 050501.jpg | ||||||||||||||
| : | Vögel (Aves) |
| : | Gänsevögel (Anseriformes) |
| : | Entenvögel (Anatidae) |
| : | Enten (Anatinae) |
| : | Schwimmenten (Anatini) |
| : | Eigentliche Enten (Anas) |
| : | Bernierente |
Die Art, die sich aufgrund der langen geografischen Isolation auf Madagaskar wahrscheinlich aus den Vertretern der Weißkehlenten entwickelte, wurde 1850 entdeckt und 1860 erstmals wissenschaftlich beschrieben. Als Brückenart zur Bernierente gilt die Andamanen-Weißkehlente, der sie äußerlich stark ähnelt.
Bernierenten zeigen keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Bei beiden Geschlechtern ist das gesamte Gefieder ockerfarben bis rotbraun. Während beim Männchen Schnabel und Füße einen eher rötlichen Ton haben, sind diese beim Weibchen braun gefärbt.
Küken haben ein an der Oberseite schwarzbraunes Dunenkleid, die Bauchseite ist goldgelb befiedert. Schnabel und Beine sind schwarzbraun gefärbt.
Der ursprüngliche Lebensraum der Bernierente umfasst den westlichen Teil Madagaskars. Zur Zeit ihrer Entdeckung und wissenschaftlichen Beschreibung als eigenständige Art war sie in Sumfpniederungen und entlang von Wasserflüssen in kleinen Gruppen zu finden. Heute beschränkt sich ihr natürliches Vorkommen auf den Bemambasee unweit der dortigen Westküste. Der See wird zum Reisanbau intensiv genutzt; lediglich ein Teilstück des Sees befindet sich noch im ursprünglich Stadium. Im See wurde außerdem 1950 eine Fischart als Speisefisch ausgesetzt, die die Wasserpflanzen stark reduziert. Aufgrund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung wird durch die ansässige Bevölkerung außerdem regelmäßig das Riedgras niedergebrannt, in denen die Bernierente nistet. Da die Bernierente auf Madagaskar keinen Schutzstatus besitzt, wird sie außerdem bejagt.
Der Gesamtbestand wurde 1993 auf lediglich noch 500 Individuen geschätzt.
Über die Lebensweise der Bernierenten ist wenig bekannt. Es wird angenommen, dass sie vor und nach der Regenzeit brütet. Die Nester befinden sich im Riedgras in Gewässernähe.
Als durchschnittliche Gelegezahl gelten sechs Eier.
Da die Bernierente eine Ente mit eher unauffälligem Gefieder ist, ist sie in der Ziergeflügelhaltung nie besonders populär geworden. In den 1990er Jahren wurden jedoch einige Individuen in den Zoo von Jersey verbracht, um dort eine Erhaltungszucht aufzubauen. Mittlerweile werden Bernierenten unter anderem auch im Vogelpark Walsrode und im Kölner Zoo gehalten und nachgezüchtet. Bernierenten gelten als leicht züchtbar, von daher besteht die Hoffnung, dass die Art ähnlich wie bei den Hawaiigänsen durch Zoozuchten erhalten bleibt.
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