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Berliner Ringbahn
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Linien 2 (S41 und S42-vollständige Umrundung; seit 28.5.)
Streckenlänge 37,5 km
Stationen 27
Fahrzeuge BR 481/482
Stromsystem 750 V, Gleichstrom; seitliche, von unten bestrichene Stromschiene
Die Ringbahn in Berlin ist eine ringförmige, rund 37,5 km lange Bahn-Trasse, die um die Innenstadt herum verläuft. Wegen ihrer Form wurde sie auch Hundekopf genannt. Sie besteht aus dem S-Bahn-Ring und dem Güterinnenring. Vom S-Bahn-Ring bestanden Verbindungen zur Stadtbahn im Westen zum Westend (abgebaut) und nach Halensee (nur noch eingleisig), im Osten Verbindungskurven am Ostkreuz zur Warschauer Straße (nördliche Kurve außer Betrieb).

Geschichte


Der Bau der Ringbahn wurde 1862 vom damaligen preußischen König Wilhelm I. beschlossen. Sie sollte außerhalb der damaligen Stadtgrenzen verlaufen. 1877 wurde die Trasse fertiggestellt. Anfangs fuhren die Züge im südlichen Teil, dem so genannten Südring, zum Potsdamer Ringbahnhof (ein Flügelbahnhof des Potsdamer Bahnhofs am Potsdamer Platz) und kehrten dort wieder um.

Ab 1929 war die S-Bahn-Strecke vollständig elektrifiziert. Von 1944 bis 1961 herrschte Vollring-Betrieb: Die Züge fuhren ohne zu kehren im Kreis, weil die Spitzkehre durch die Bombardierungen zerstört worden war. Der Mauerbau unterbrach den durchgehenden Betrieb: Während auf West-Berliner Seite die Fahrgastzahlen zwischen Gesundbrunnen und Sonnenallee durch politisch motivierte Aufrufe zum Boykott immer weiter abnahmen, entwickelte sich die Ost-Berliner Strecke von Schönhauser Allee nach Treptower Park zu einer wichtigen Nord-Süd-Tangente.

Der S-Bahnbetrieb auf dem westlichen Ringteil wurde 1980 auf Grund des Reichsbahnerstreiks eingestellt und erst am 17. Dezember 1993 mit dem Abschnitt (Baumschulenweg –) NeuköllnWestend wieder aufgenommen. Bis zur vollständigen Schließung des S-Bahnringes erfolgten abschnittweise die Wiederinbetriebnahmen Westend – Jungfernheide (15. April 1997), Neukölln – Treptower Park (19. Dezember 1997) und Jungfernheide – Westhafen (19. Dezember 1999). Als vorletzte Ringschließung fahren seit September 2001 wieder S-Bahnen über die ehemalige Grenze zwischen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen.

Erst mehr als zwölf Jahre nach dem Mauerfall gelang es am 16. Juni 2002, die letzte Lücke der S-Bahn zwischen Westhafen und Gesundbrunnen mit der Zwischenstation Wedding wieder zu schließen. Werbemäßig wurde diese Eröffnung auch „Wedding-Day“ genannt. Seitdem ist der S-Bahnbetrieb wieder durchgehend, es wurde vorerst jedoch kein Vollring, sondern nach dem Schneckenkonzept gefahren: Die Züge kamen von Süden in Neukölln auf den Ring und umrundeten ihn anderthalb mal, bis sie auf einem Ringbahnhof endeten. Dies lag vor allem daran, dass die Fahrt damals genau 63 Minuten dauerte, wodurch sich kein günstiger Takt ergab.

Seit dem 28. Mai 2006 fährt die Ringbahn wieder nach dem Vollring-Konzept. Die Züge brauchen für eine Vollringrunde dann nur noch 60 Minuten mit einer Taktung von drei bis fünf Minuten in der Hauptverkehrszeit (HVZ) und fünf bis zehn Minuten in der Normalverkehrszeit (NVZ). Dies wird durch durchgängigen Einsatz von Neubauzügen der Baureihe 481 erreicht. Nun enden die auf den Ring kommenden Linien S45 in Hermannstraße, die S46 in Westend und die S47 in Südkreuz. Zuvor fuhren diese noch bis Gesundbrunnen und gingen dort auf die Linie S41 über. Train station Berlin Papestrasse 2.jpg





Seitenäste (Verbindungskurven zu anderen S-Bahnstrecken)


Von der Ringbahn gehen und gingen Seitenäste in folgende Richtungen:

Verbindungskurven von und zur Stadtbahn gibt es an den Bahnhöfen Ostkreuz und Westkreuz. Allein die Südringkurve in Ostkreuz wird regelmäßig von einer S-Bahn-Linie befahren; sie ist als einzige dieser Kurven noch zweigleisig. Die Nordringkurve in Ostkreuz ist seit dem 28. Mai 2006 stillgelegt. Bereits zuvor konnte nur noch das Gleis von der Ringbahn in Richtung Stadtbahn befahren werden; das Gleis Richtung Ringbahn war bereits gesperrt. Die Verbindungskurve von Charlottenburg nach Berlin-Halensee (Südringkurve in Westkreuz) wurde Anfanger der 1990er Jahre nur noch eingleisig wiederaufgebaut; sie dient nur gelegentlichen Überführungsfahrten. Eine Verbindung von Charlottenburg zum Nordring wurde bis 1944 genutzt und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder aufgebaut.

Bahnhöfe auf der Ringbahn


S-Bahnhöfe

Siehe Übersicht rechts.

Güterbahnhöfe

Moabit – Greifswalder Straße – Frankfurter Allee – Güterbahnhof TreptowNeuköllnTempelhofWilmersdorfHalensee (abgebaut) – vom Ring abzweigend der Güterbahnhof Charlottenburg (abgebaut)

Siehe auch


Literatur


  • Berliner S-Bahn Museum: Strecke ohne Ende – Die Berliner Ringbahn. Verlag GVE, Berlin. ISBN 3892180741
  • Michael Bienert, Ralph Hoppe: Eine Stunde Stadt. ISBN 3814800966

Weblinks


Bahnstrecke in Berlin

Ringbahn w Berlinie

 

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