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Wappen Karte
Coat of arms de-be wedding 1955.png
Wappen des ehemaligen Bezirks Wedding
Berlin Mitte Wedding.png
Basisdaten
Bundesland: Berlin
Stadtbezirk: Bezirk Mitte
Einwohner: 73.453
Höhe: 52 m ü. NN
Geografische Lage:
Postleitzahlen: 13351, 13353, 13355, 13349, 13347, 13359, 13357
Vorwahl: 030
Kfz-Kennzeichen: B
Adresse des
Bezirksamtes:
Müllerstr. 146/147
13353 Berlin
Offizielle Website: www.berlin-mitte.de
Politik
Bürgermeister: Joachim Zeller (CDU)

Der Wedding ist ein Ortsteil im Bezirk Mitte von Berlin. Bis zur Verwaltungsreform am 1. Januar 2001 gab es den eigenständigen Bezirk Wedding mit seinem Bezirksteil Gesundbrunnen. Der ehemalige Bezirk Wedding wurde mit den ehemaligen Bezirken Mitte und Tiergarten zum neuen Bezirk Mitte fusioniert.

Der Wedding gehört zu den wenigen Ortsnamen, die im Deutschen mit Artikel benutzt werden, der Wedding (erinnert an den Ursprung als Gutshof und Vorwerk) und folglich sagte man er wohnt auf dem Wedding (im Stadtdialekt er wohnt uff´m Wedding) bzw. "am Wedding". Heute wird jedoch "im Wedding" bevorzugt.

Geografie


Wichtige Plätze im Wedding:

Grünanlagen im Wedding:

Geschichte


Leopoldplatz_Nazarethkirche.jpg auf dem Leopoldplatz]] Im 13. Jahrhundert wurde das Dorf Wedding erstmals als Wüstung, also als verlassene Siedlung, erwähnt. Die Mühle des Ortes wurde an das Benediktinerinnenkloster in Spandau verkauft, das auf der Gemarkung des Dorfes liegende Lehngut wurde Besitz der Stadt Berlin. Im 14. Jahrhundert wurden die Flächen von Berliner Bürgern noch zum Ackerbau genutzt, danach überwuchs es vollständig mit Kiefern und Eichen und wurde als Berliner Stadtheide bezeichnet. Im 17. Jahrhundert wurde auf dem Gebiet des heutigen Nettelbeckplatzes ein Gutshof angelegt, der bereits 1603 an den brandenburgischen Kurfürsten übergeben wurde. Dieser ließ daraus ein Vorwerk errichten. Damit war der Gutshof kurfürstliche Domäne und rechtlich nicht mehr zur Stadt Berlin gehörend.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau Berlins und dem dafür benötigten Holz wurde die Stadtheide wieder fast vollständig gerodet, so dass das Land um den Wedding verödete. Im 18. Jahrhundert begann die umfangreiche Besiedlung des Gebietes nördlich Berlins, damit auch des Weddings. 1778 wurden die ersten Kolonistenhäuser im Bereich des heutigen Weddingplatzes errichtet. 1782 ließ Friedrich II. eine Kolonie gründen, welche auf Grund ihrer Nähe zum Gutshof den Namen Wedding oder Neu-Wedding erhielt.

Mitte des 18. Jahrhunderts, während der zum Wedding gehörende Gesundbrunnen zu einem Bade- und Kurort ausgebaut wurde, hielt das Glücksspiel und die Prostitution im Wedding Einzug. Er wandelte sich damit zu einem Vergnügungsviertel.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Wedding durch die anhaltende Landflucht in einen Arbeiterbezirk. Dicht gedrängt lebten die Arbeiter in sogenannten Mietskasernen. Die schlimmsten Auswucherungen dieses städtischen Moloches entstanden im Meyers Hof. Diese Mietskaserne gilt immer noch als einzigartiges Beispiel für extrem komprimierte Bebauung.

Zur Zeit der Weimarer Republik war der Wedding auch eine Hochburg der Arbeiterparteien und als Roter Wedding bekannt. Am 1. Mai 1929 kam es zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen Polizei und Demonstranten, der als Blutmai bekannt geworden ist.

Neben dem Bezirk Reinickendorf gehörte der Bezirk Wedding in den Jahren von 1945 bis 1990 zum französischen Sektor von Berlin.

Berlin_Seestraße.jpg in der Seestraße]]

Bevölkerung


Rathaus_Berlin_Wedding.jpg Heute wird der Bezirk Mitte, zu dem der Alt-Bezirk Wedding gehört, von vielen Migranten, sozial Schwächeren und Personen mit geringem Einkommen bewohnt. Der Ausländeranteil liegt im Bezirk Mitte 2005 bei 27,7% (Statistisches Landesamt Berlin). Der Ausländeranteil an den Schulen liegt bei 63,1%. (Vergleich: Friedrichshain-Kreuzberg 56,2%, Pankow 8,1%, Charlottenburg-Wilmersdorf 2,3%, Spandau 27,3%, Steglitz-Zehlendorf 16,3%, Tempelhof-Schöneberg 35,2%, Neukölln 50,9%, Treptow-Köpenick 7,5%, Marzahn-Hellersdorf 11,9%, Lichtenberg 20,5%, Reinickendorf 23,7%)


Berühmte Weddinger


Städtepartnerschaften


Weblinks


Bild:Berlin_Prinzenallee.jpg|Prinzenallee, Ecke Osloer Straße Bild:Wedding_Kleingärten_an_der_Bornholmer_Straße.jpg|Kleingärten an der Bornholmer Straße Bild:Supermarkt_in_der_Muellerstrasse.jpg|Supermarkt in der Müllerstraße Bild:Bernauer.jpg|U-Bahnhof Bernauer Straße, Übergang von Mitte zum Wedding

Ort in Berlin

Wedding (Berlin) | Вединг

 

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