| Wappen | Karte |
|---|---|
| Coat of arms de-be niederschoenhausen 1987.png | Lage_Niederschoenhausen_in_Berlin.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Berlin |
| Stadtbezirk: | Bezirk Pankow |
| Geografische Lage: | |
| Vorwahl: | 030 |
| Kfz-Kennzeichen: | B |
Im heutigen Sprachgebrauch Berlins verweisen Ortsangaben mit Schönhausen immer nach Niederschönhausen, nicht in das entfernt davon liegende Gebiet von Hohenschönhausen im Bezirk Lichtenberg. Der Nebenname Pankow-Schönhausen ist ein Hinweis auf den angrenzenden Ortsteil Pankow von dem die Besiedlung Niederschönhausens ausging.
Hier befindet sich auch das Schloss Schönhausen. Im 18. Jahrhundert befand sich das Schloss im Besitz der Königin Elisabeth Christine, der Gemahlin König Friedrichs II. Aus dieser Zeit haben sich bedeutende Teile der originalen Ausstattung erhalten. Es war zu DDR-Zeiten zunächst Sitz des DDR-Präsidenten Wilhelm Pieck und später Gästehaus der Regierung. Als Ort des Zentralen Runden Tisches und der Zwei-plus-Vier-Gespräche, die die deutsche Wiedervereinigung vorbereiteten, spielte Schloss Schönhausen nach 1989 eine besondere historische Rolle. Heute befindet sich in den Gebäuden der Schlossanlage die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS).
Bis 1960 wohnten die Mitglieder der DDR-Regierung in Niederschönhausen. Sie bewohnten damals das so genannte „Städtchen“, ein um das Gebiet um den Majakowskiring. Dieser Teil Niederschönhausens war bis 1973 für die normale Bevölkerung nicht zugänglich. Im Majakowskiring befindet sich das „Johannes-R.-Becher-Haus“, wie es bis 1990 offiziell hieß. Dort wohnte der Schriftsteller Johannes R. Becher, der auch den Text zur DDR-Nationalhymne schrieb. Heute ist in dem Haus ein privates Unternehmen untergebracht.
Nur 500 m westlich vom Majakowskiring entstand außerdem ab 1950 nach einem Beschluss der DDR-Regierung um die Straße 201 herum die Künstlersiedlung Erich Weinert.
Niederschönhausen ist ein grüner Ortsteil: Die Schönholzer Heide, der Brosepark, der Schlosspark sowie der Bürgerpark liegen hier.
Zudem ist Niederschönhausen einer der wenigen Ortsteile im Bezirk Pankow, in dem es ein Kino gibt: der "Blaue Stern" an der Hermann-Hesse-Straße/Ecke Waldstraße. Aus Niederschönhausen stammt Max Skladanowsky, der 1895 ein Patent auf seinen Projektionsapparat "Bioscop" beantragt und seine selbstgedrehten Filme erstmals am 1. November 1895 im Berliner Wintergarten vorführte. Er gilt damit neben den Auguste und Louis Lumière und Thomas Alva Edison als Kinopionier. In Niederschönhausen, wo er in der Waldowstraße gewohnt hat, liegt er auch begraben - auf dem Friedhof IV am Herthaplatz. Dort befindet sich auch das Ehrengrab der Stadt Berlin für Carl von Ossietzky. Dieser starb im Krankenhaus Nordend, das Anfang 2006 abgerissen wurde. Im zeitweilig als Lazarett genutzten Schulgebäude Blankenburger/Ecke Buchholzer Straße wurde 1947 Hans Fallada behandelt. Hier starb er auch im selben Jahr.
Bis zur Gründung von Groß-Berlin im Jahre 1920 war Niederschönhausen ein eigenständiges Dorf im Landkreis Niederbarnim in Brandenburg. Das Rathaus befand sich in der Dietzgenstraße. Heute ist es das Friedrich-List-Gymnasium.
Durch den Ortsteil Niederschönhausen gehen folgende ÖPNV-Linien:
Die genannten ÖPNV-Linien werden von der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) betrieben.
Besondere verkehrliche Bedeutung hat die Bundesstraße 96a, die auch durch den Ortsteil Niederschönhausen verläuft.
Politisch vertreten wird der Ortsteil Niederschönhausen im Berliner Abgeordnetenhaus durch Torsten Hilse (SPD) und Siglinde Schaub (PDS) sowie in der BVV-Pankow durch Torsten Hofer und Lothar Gutschalk (beide SPD).
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"Berlin-Niederschönhausen".
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