Neu-Hohenschoenhausen-in-Lichtenberg.png Neu-Hohenschönhausen ist ein Ortsteil von Berlin im Bezirk Lichtenberg. Er umschließt das Neubaugebiet Hohenschönhausen und ist somit, im Nachhinein namensgebend für den ehemaligen Bezirk Hohenschönhausen. Der Ortsteil entstand 2002 aus Gebieten von Malchow, Wartenberg und Falkenberg.
Im Januar 1985 beschloss des Politbüro des Zentralkomitees der SED die Bildung eines eigenständigen Stadtbezirks Hohenschönhausen. Die Bildung sollte zum 1. September des selben Jahres erfolgen. Neben dem namensgebenden Ortsteil umfasste dieser zudem Falkenberg, Wartenberg und etwa die Hälfte von Malchow. Die westliche Hälfte verblieb beim Stadtbezirk Weißensee, der mit Bildung des neuen Bezirks zeitgleich die Pankower Ortsteile Karow, Heinersdorf und Blankenburg erhielt. Der neugebildete Stadtbezirk zählte am ersten Tag rund 67.000 Bewohner, bis 1989 stieg sie weiter an bis auf 118.000, das entsprach rund 9,2 Prozent der Gesamtbevölkerung Ost-Berlins. Vor allem junge Familien wohnten in den zahlreichen Neubauwohnungen. Die ersten Jahre waren noch geprägt von zahlreichen Baustellen, der Bezirk befand sich erst im Prozess der Entstehung. Um nicht nur in „blankem Beton“ zu wohnen, gab es zahlreiche Initiativen der Bürger zur Verschönerung ihres Stadtbezirks, Aktionen wie die Goldene Hausnummer für die Verschönerung der Haueingänge und Vorgärten ist nur eine von ihnen. Der Bau der Siedlung wurde am 5. Oktober 1989 offiziell beendet,
Neben den Neubaugebieten entstanden auch zahlreiche Betriebe innerhalb des neuen Bezirks. Neben dem neu errichteten Omnibusbetriebshof in der Indira-Gandhi-Straße siedelten sich unter anderem auch der VEB Chemiehandel Berlin oder der VEB Signal- und Sicherungstechnik an. Bereits auf Marzahner Gebiet gelegen, aber oft verwechselt, entstand zudem in den Jahren 1963 bis 1968 das Klärwerk Falkenberg.
Nach der Wende gingen die Bevölkerungszahlen geringfügig zurück, Mitte der 1990er Jahre betrug sie noch knapp 115.000, um die Jahrtausendwende lag sie bei 110.000. Der Großteil der Bevölkerung wohnte dabei im Gebiet des späteren Ortsteils Neu-Hohenschönhausen. Dieser wurde nach der Zusammenlegung des Bezirks mit dem Bezirk Lichtenberg aus den Ortsteilen Malchow, Wartenberg und Falkenberg gebildet und umfasst lediglich das Neubaugebiet.
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Das Viertel entstand von 1982 bis 1987, zunächst begann die Festlegung der Straßenzüge, 1984 folgte die Verlängerung der Straßenbahn von Gehrenseestraße nach Zingster Straße und kurz darauf der eigentliche Bau der Wohnungen. Es handelt sich hierbei um Sechs- beziehungsweise Elfgeschosser, letztere mit eingebautem Fahrstuhl. Die Wohnungen konnte teils erst zwei bis drei Jahre nach ihrer Fertigstellung bezogen werden, da sich zwischendurch der Grundwasserspiegel erhöhte und die Keller überflutete.
Der zentrale Ort des Viertels ist ein unbenannter Platz, der jedoch die inoffizielle Bezeichnung Mühlengrund trägt, daher auch die Bezeichnung des Viertels. An diesem befinden sich vor allem einige Kaufhallen, Restaurants und kleinere Geschäfte. Der Platz selber ist von einem Wasserspeier geschmückt. Die Straßennamen um den Mühlengrund mit Bezeichnungen wie Maten, Röttken oder Rotkamp gehen auf alte Gemarkungen auf der Wartenberger Flur zurück.
Mitte der 1990er Jahre begann bereits die erste Sanierungsphase. Die Wohnhäuser wurden in den meisten Fällen von den Genossenschaften strangsaniert, die Treppenhäuser modernisiert und die Fassaden mit Dämmschutz verkleidet, nicht zuletzt auch der besseren Optik wegen. 2004 erhielten zudem einige der Sechsgeschosser Außenaufzüge.
Ebenfalls Mitte der 1990er Jahre begann die Sanierung der Häuser, die 1997 abgeschlossen wurde. Das dabei abgetragene Material, besonders das der Balkone wurde jedoch nicht nur auf Deponien gebracht, sondern zum Teil auch als Kletterfelsen wiederaufgebaut. Der „Mont Balkon“ trägt somit auch zur Naherholung in dem Gebiet bei.
Am Südende der Zingster Straße befindet sich außerdem der Prerower Platz. An diesem befindet sich das Linden-Center, ein Einkaufszentrum und gleichzeitig Stadtteilzentrum von Neu-Hohenschönhausen. Der Prerower Platz und die anliegende Falkenberger Chaussee bilden hier den Kern aller vier Neubauviertel und dienen nicht zuletzt auch als Treffpunkt zum Informationsaustausch.
Am nordwestlichen Rand des Neubaugebietes bis hin zum Malchower See erstreckt sich die Niles-Siedlung, deren Bau bereits in den 1930er Jahren stattfand. Das Gebiet zählt allerdings schon zum benachbarten Ortsteil Malchow.
An der Vincent-van-Gogh-Straße befindet sich mit dem Welse-Center 2 der zentrale Ort des Viertels. Die Straßen, benannt nach Flüssen und Gemeinden in der Uckermark wie Welse, Randow oder Warnitz, laufen halbkreisförmig von der Falkenberger Chaussee ab.
Das Viertel ist zur Falkenberger Chaussee im Süden und zur S-Bahntrasse im Westen hin ausgerichtet, hier befinden sich vor allem die Einkaufszentren, aber auch die neue ’’Wartenberger Kirche’’ genannte Gotteshaus; wenngleich das Gotteshaus seit einigen Jahren nicht mehr auf Wartenberger Gebiet liegt. Ebenfalls an der Falkenberger Chaussee befindet sich ein Wohnungsneubau, der von den Hohenschönhausern als „Zitrone“ bezeichnet wird, Form und Farbe des Baus sprechen für sich. Dieses entstand Ende der 1990er Jahre und bietet neben den Wohnungen auch Platz für ein Restaurant in den unteren Etagen.
Daneben existieren weitere Verbindungen in die umliegenden Ortsteile und nach außerhalb.
Die zentralen Punkte des öffentlichen Verkehrs sind der Prerower Platz, an denen sich die Fahrzeuge der BVG treffen sowie der etwa 800 m entfernte S-Bahnhof Hohenschönhausen, wo Übergang zur Berliner S-Bahn als auch zum Regional- und Fernverkehr besteht.
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