Heinersdorf war bis war bis zur Bildung
Groß-Berlins
1920 eine selbständige
Landgemeinde im Norden
Berlins, die
mit 1006 Einwohnern als Ortsteil
Berlin-Heinersdorf zum neuen
Bezirk Pankow eingemeindet wurde.
Geschichte
Pankow-Heinersdorf_1894.png
Heinersdorf wurde 1319 erstmals urkundlich erwähnt, als es für 150 Mark brandenburgischen Silbers als
Hinriksdorf von
Markgraf Woldemar an das
Heiligengeisthospital in Berlin verkauft wurde
[luise-berlin.de]. Danach wechselte es mehrfach der Besitzer.
Entlang der Bahnlinie nach Bernau bei Berlin entstand seit etwa 1900 ein Siedlungsgebiet in offener Bauweise mit überwiegender Einfamilienhausbebauung, wobei der historische und weitgehend erhaltene Dorfkern den Mittelpunkt bildet.
Nachdem Heinersdorf 1920 in den neuen Bezirk Pankow eingemeindet wurde, kam es 1985 zusammen mit Blankenburg und Karow zum Bezirk Weißensee. Im Rahmen der Bezirksfusion 2001 kam es mit der Ortsteilnummer 0304 wieder zum Großbezirk Pankow.
Politik
Im Frühjahr 2006 erregte die Absicht der
Ahmadiyya-Gemeinde öffentliche Aufmerksamkeit, auf einem von ihr erworbenen Grundstück in der Tiniusstraße eine
Moschee zu errichten. Gegen dieses Vorhaben gründete sich eine
Bürgerinitiative und verschiedene Gruppen organisierten Protestmärsche. Es ist nach
1923 der zweite Versuch der Ahmadiyya-Gemeinde, in Berlin eine Moschee zu errichten.
Verkehr
Der Bahnhof Berlin-Pankow Heinersdorf (mit dem Kürzel BPHD) an der
Stettiner Bahn wurde am 1. Oktober 1893 eröffnet, seit
dem 8. August 1924 erfolgt hier elektrischer S-Bahn-Betrieb.
Das an den Bahnhof angrenzende Bahnbetriebswerk mit Wasserturm und Ringlokschuppen wurde Ende der 1990er Jahre stillgelegt.
Sehenswürdigkeiten
- Feldsteinkirche um 1300 mit Renaissance-Taufstein von 1621 und nachträglich angebauter Seitenkapelle mit Netzrippengewölbe. Der Westturm wurde 1893 erneuert, das Pfarrhauses 1909 von Carl James Bühring angebaut. Die beiden Ostfenster sind Werke von Charles Crodel (1946).
- Altes Spritzenhaus von 1750
- Wohnhaus eines Pferdehändlers von 1780
- Kleingartenanlage Märchenland von 1939 zwischen Heinersdorf und Malchow von 1939 mit knapp 18 ha.
Persönlichkeiten in oder aus Heinersdorf
- Gottfried Engler, Viktualienhändler aus Heinersdorf, wurde 36-jährig einer von 274 Märzgefallenen.
- Erich Ryneck (1899–1976), Gegner der Nationalsozialisten, 1945-1948 Bürgermeister in Pankow-Heinersdorf, Kritiker der Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED
Literatur
- Johannes und Eberhard Krätschell: Chronik von Berlin-Heinersdorf; ISBN 393091705X
Quellen
Weblinks
- http://www.verfassungen.de/de/be/berlin20.htm Gesetz zur Bildung von Groß-Berlin
- http://tag-des-offenen-denkmals.de/programm/laender/berlin/berlin?b_start:int=290 Tag des offenen Denkmals 2005 u.a. in Heinersdorf
- http://www.heimatsammlung.de/topo_unter/10/heinersdorf/heinersdorf.htm Alte Postkarten aus Heinersdorf
- http://www.gemeinde-heinersdorf.de/ Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Heinersdorf
Ort in Berlin