| Karte | |
|---|---|
| Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf Halensee.png | |
| Basisdaten | |
| Verwaltungsbezirk: | Charlottenburg-Wilmersdorf |
| Ortsteil: | Berlin-Halensee |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | XXX m ü. NN |
| Fläche: | XXX km² |
| Einwohner: | XX.XXX (T. Mmm JJJJ) |
| Bevölkerungsdichte: | XXX Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 10709-10711 (alt: 1000 Berlin 31) |
| Ortsteilnummer: | 04 07 |
Berlin-Halensee ist der kleinste Ortsteil im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, gelegen am westlichen Ende des Kurfürstendammes. Er entstand als als Villen- und Mietshaussiedlung Ende des 19. Jahrhunderts, wobei die Entwicklung und Bebauung um 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.
In den 1920er Jahren siedelten sich hier, ebenso wie im benachbarten Charlottenburg, viele russische Emigranten an. So wohnte beispielsweise Vladimir Nabokov lange Jahre in der Nestorstraße 22, wo eine Gedenktafel angebracht ist.
In der Markgraf-Albrecht-Straße Nummer 11-12 befand sich die Synagoge Friedenstempel, die vom Besitzer des Lunaparks, Prof. Dr. jur. Salomon Goldberg als Vereinssynagoge nach liberalem Ritus gestiftet worden war. Die Synagoge bot Platz für 1450 Menschen und war eine der großen Berliner Vereinssynagogen. 1929 wurde sie von der Berliner Jüdischen Gemeinde erworben und wurde damit zur Gemeindesynagoge. Nach 1933 erlebte sie einen Aufschwung, weil immer mehr Juden, die von den Nationalsozialisten terrorisiert wurden, hier die Gemeinschaft suchten. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde sie vom NS-Mob angezündet. Am Haus ist eine Gedenktafel mit der folgenden Inschrift angebracht:
Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Ortsteil stark beschädigt und mit vielen Bauten des Sozialen Wohnungsbaus wieder neu aufgebaut, wodurch sich allerdings der Charakter stark veränderte.
Gedenkplatte für Rudi Dutschke in Berlin-Wilmersdorf.JPG Bis 1970 war auf der Ecke Joachim-Friedrich/Johann-Georg-Straße das Haus des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes. Keine 30 m davon entfernt fand am 11. April 1968 vor dem Grundstück Kurfürstendamm 141 das Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke statt. Eine in den Gehweg eingelassen Gedenktafel erinnert heute daran.
Mit Beschluss der BVV vom 30. September 2004 wurde Halensee zum Ortsteil erhoben.
In Halensee befanden sich in der Vor- und Nachkriegszeit zahlreiche Automobilbetriebe wie die Firma Rometsch, die Karosserien auf Basis verschiedener Autofahrgestelle baute. Noch heute gibt es hier zahlreiche Autohändler mit den dazugehörenden Werkstätten.
Der Bahnhof Halensee (bis 1884 Grunewald) erhielt 1960 ein Bahnhofsgebäude im Pavillionstil. Der Bahnhof wurde aber bald nach dem Mauerbau stillgelegt und eine Weile als Autosalon benutzt. Im Zuge der Wiedereröffnung der Ringbahn wurde das Bahnhofgebäude 1993 abgerissen. Der daneben liegende Güterbahnhof Halensee wurde in den 1990er Jahren geschlossen.
Die anschließenden Straßen gehören zum Ortsteil Wilmersdorf und sind ebenfalls nach Kurfürsten benannt:
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