Berlin-Britz ist ein
Ortsteil im
Bezirk Neukölln von
Berlin. Britz ist bekannt geworden durch die Sendeanlage des
Deutschlandradios (früher Sendeanlage des
RIAS), die
Hufeisensiedlung und die
Großwohnsiedlung Britz-Buckow-Rudow, die seit
2002 einen eigenen Ortsteil
Berlin-Gropiusstadt bildet.
Geschichte
Britz wird
1237 erstmals urkundlich erwähnt als Dorf
Britzig, im
Landbuch Kaiser Karls IV wird es als
Briczik geführt. Unter seinem Besitzer
Otto von Britzke wurde es zum Rittergut erklärt.
Eingemeindungen
Bei der Bildung
Groß-Berlins
1920 kam Berlin-Britz als Landgemeinde mit 13475 Einwohnern zum Bezirk Neukölln.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Bauwerke
- Die Dorfkirche, Backbergstr. 40, ist eine Feldsteinkirche der Zeit um 1250. Nach Brandschäden 1948 wiederhergestellt, erhielt die Kirche Glasmalereien von Charles Crodel (Weihnachts- und Tauffenster).
- Der Gutshof Britz mit historischem Pferde- und Ochsenstall, Alt-Britz 81/89, gehörte wie die Dorfkirche zum ehemaligen Rittergut.
- Das Schloss Britz mit Gutsgarten, Alt Britz 73, ist das einstige Gutshaus der Britzkes. Es geht auf das abgebrannte Gutshaus aus dem 15. Jahrhundert zurück. 1706 wurde das jetztige Herrenhaus unter dem Gutsherr Feldmarschall von Erlach errichtet. 1880 erfolgte die letzte große Umgestaltung nach Entwürfen von Julius Wrede, der Ausstattung und Turm im Neurenaissance-Stil hinzufügte.
- Die Britzer Mühle, eine Holländerwindmühle 1863 erbaut und 1985 im Rahmen der der Bundesgartenausstellung umfassend restauriert, heute ein produzierendes Denkmal.
- Die Hufeisensiedlung (Siedlung Britz) entstand von 1925 bis 1933 nach Plänen von Bruno Taut und Martin Wagner. Sie ist eines der ersten Projekte des sozialen Wohnungsbaues.
Sendeanlage RIAS/Deutschlandradio
1946 errichtete die amerikanische Militärverwaltung auf dem Areal einer ehemaligen Baumschule eine Sendeanlage für den neu gegründeten
RIAS. Die
Antenne war zwischen zwei dreißig Meter hohen Holzmasten gespannt.
1947 wurde sie durch einen 60 Meter hohen gegen Erde isolierten abgespannten Gittermast ersetzt.
Dieser wiederum wurde
1948 von zwei noch heute vorhandenen, gegen Erde isolierten abgespannten Stahlfachwerkmasten von je 100 Metern Höhe abgelöst.
In den Folgejahren wurden beide selbststrahlende Sendemasten auf ihre heutigen Höhen von 160 Metern und 144 Metern aufgestockt und auch mit Sendeantennen für UKW versehen[Structurae.de].
Ab 1949 wurde von Berlin-Britz aus auch auf Kurzwelle gesendet. Hierfür wurde eine in Ost-West-Richtung orientierte Dipolantenne auf dem Stationsgelände errichtet. Als zweite Kurzwellenantenne kam 1983 ein Ganzwellendipol hinzu.
1978 ging zur besseren Versorgung der damaligen DDR mit dem 1. Programm des RIAS auf dem Stationsgelände eine Kreuzdipolantenne für die Mittelwellenfrequenz 990 kHz in Betrieb. Diese zirkular polarisierte Antenne strahlte steil in die Ionosphäre und ermöglichte so während der Nachtstunden einen guten Empfang dieses Programms in der gesamten DDR. Diese an fünf 30,5 Meter hohen abgespannten Masten aufgehängte Sendeantenne musste Ende 1995 aus EMVU-Gründen stillgelegt werden.
Parks
Quellen
Weblinks
Ort in Berlin
Britz