Ein Bericht ist ein Text, der einen Sachverhalt oder eine Handlung objektiv schildert, ohne Wertungen des Autors zu enthalten. Im Journalismus ist der Bericht eine sehr häufig gewählte Textform mit vielfältigen Ausprägungen.
Die Zeitform des Berichts ist das Präteritum (Imperfekt).
Es dürfen keine Zeitsprünge vorgenommen werden und es darf keine Spannung aufgebaut werden
Der Journalist hat in dieser Darstellungsform die Freiheit, das Ereignis aus seiner Sicht zu beschreiben. Explizite Meinungsäußerungen und Stellungnahmen sind dagegen in diesem Genre nicht üblich (ausgenommen im Boulevardjournalismus und in der institutionellen Kommunikation, z.B. in Parteizeitschriften). Die Berichterstattung erfolgt bei dieser Art des Berichts meistens in chronologischer Reihenfolge, wobei das Thema je nach Bedarf kontextualisiert werden kann. Die Struktur dieser Art des Berichts ist frei, meistens wird jedoch der Pyramidenaufbau verwendet.
Eine besondere Art des Ereignisberichts ist das Feature, ein Genre, bei dem ein bestimmter Themenkomplex anhand eines beispielhaften Ereignisses angesprochen wird. Features sind verwandt mit Reportagen, aber meistens kürzer und auf das Beispielereignis beschränkt, während die Reportage die analysierte Situation anhand von mehreren Ereignissen beschreibt. Besonders häufig sind Features zu gesellschaftlich oder emotional interessanten Themen wie Armut, Katastrophen, Krankheiten etc. Features gibt es in allen Medien.
Der Hintergrundbericht hat folgende Elemente:
Insofern ist der Hintergrundbericht mit dem Kommentar verwandt, im Gegensatz zu diesem zieht er jedoch keine Schlussfolgerungen und verfolgt nicht die Absicht, eine Meinung zu verbreiten, er ist also so neutral wie möglich gehalten. Wird eine Vorhersage für die Zukunft gemacht, so hält sich der Hintergrundbericht strikt an seine Quellen, besonders an die Zitate von Experten. Deswegen wird er im Gegensatz zum Kommentar auch nicht zum Meinungsjournalismus gezählt.
Typisch für Hintergrundberichte ist eine große Quellenvielfalt. Sie werden oft mit Interviews, Chroniken, Statistiken und Analysen ergänzt.
Ein Beispiel für einen Bericht ist letzte Änderungen in Wikipedia.
Die Erstellung von Berichten ist meistens mit den 'Bordmitteln' einer Datenbank (eines Datenbankmanagementsystems) möglich; es gibt aber auch spezielle Software zum Erstellen von Berichten, die als Reportgenerator bezeichnet wird.
Das Wort "Bericht" wird häufig auch als Synonym für Log-Dateien verwenden, die systembezogene Ereignisse und/oder Befehle aufzeichnen und ggf. über einen begrenzte Zeitraum hinweg speichern. Microsofts Betriebssystem Windows speichert so z.B. alle auftretenden Fehler oder Ereignisse des Verbindungsaufbaus und -abbaus zum Internet. Derartige vom Computer geführten Log-Bücher liegen häufig im TXT-Format vor. Trotz des hohen Nutzens solcher Dateien zur Rückverfolgung von Systemereignissen als Hilfsmittel zur Fehleranalyse und -behebung, können derartige Dateien eine Gefahr darstellen, wenn der eigene PC für viele Leute zugänglich ist, oder Hacker es schaffen, auf den PC zuzugreifen. Dann nämlich können oft auch die Log-Dateien problemlos ausgelesen werden, was fatale Folgen haben kann, wenn sie sensible Dateien beinhalten, wie z.B. Benutzereingaben. Die meisten "großen" Softwareapplikationen namenhafter Hersteller sind gegen derartigen Missbrauch geschützt, da sie keine sensiblen Informationen unverschlüsselt an leicht zugänglichen Stellen im System abspeichern - schwarze Schafe unter den Herstellern ausgeschlossen.