Der Ausdruck Bergung bezeichnet das Sicherstellen von Sachgütern oder Leichen.
Beim Bergen wird, oft unter Zuhilfenahme technischer Geräte, eine Leiche oder ein Sachgut aus einem Gefahrenbereich und/oder einer Unglücksstelle verbracht. Des Weiteren werden Sachgüter geborgen, wenn von Ihnen eine Gefahr für Ihre Umwelt ausgeht oder Werte gerettet werden können.
Überlebende werden im Sprachgebrauch sowohl der deutschen als auch der österreichischen Feuerwehren und Rettungsdienste gerettet und nicht geborgen. In den Medien ist oft von „geborgenen“ Überlebenden die Rede, was aus Sicht der Feuerwehr falsch ausgedrückt ist (nur Tote und Sachgüter werden geborgen). Beim Technischen Hilfswerk (THW) spricht man hingegen auch bei lebenden Personen von "Bergung". Dies beruht auf der völkerrechtlichen und wissenschaftlichen Definition dieses Begriffes.
Bergung von Leichen und Sachgütern aus einem Gefahrenbereich oder einer Unfallstelle
Als klassisches Beispiel für die Bergung aus Gefahrenbereichen oder Unfallstellen können Verkehrs- oder Transportmittelunfälle angeführt werden. In diesen Fällen wird die Bergung nahezu ausschließlich durch die Feuerwehr übernommen. Bei Transportmittelunfällen mit Ladungsschäden werden vielfach spezialisierte Bergungsfirmen hinzugezogen, die für die Ladungs- oder Frachtführerinteressen neben den Fahrzeugen auch die verunfallte Ware bergen und sicherstellen.
Bei größeren Schadensereignissen arbeiten Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen Hand in Hand bei der Bergung zusammen. Dies betrifft dann Schadensereignisse wie beispielsweise eingestürzte Gebäude nach Explosionen oder Erdbeben und Zug- bzw. Busunglücke.
Gerade bei eingestürzten Gebäuden geht die Bergung von Leichen mit der Suche nach Überlebenden und deren Rettung einher. Hier arbeiten dann auch Mensch und Tier gemeinsam, da sehr oft Rettungshunde zur Suche eingesetzt werden.
Bergung von Sachgütern von denen eine Gefahr für die Umwelt ausgeht
Geht von einem Sachgut eine Gefahr (so genanntes
Gefahrgut) aus, bspw. Chemikalienfässer nach einem Verkehrsunfall, so erfolgt ebenfalls eine umgehende Bergung. Hier wird neben den generell verwendeten technischen Geräten auch verstärkt auf Mittel des Selbstschutzes zurückgegriffen. Dies sind insbesondere Chemikalienschutzanzüge und ähnliches.
Probleme bei der Bergung
Besonders in den Industrienationen ist seit der
Motorisierung der Verkehrsmittel und stärkerer Auslastung der Verkehrswege gegen Ende des
20. Jh. ein starker Anstieg der Anzahl
technischer Hilfeleistungen zu verzeichnen. Besondere Schwierigkeiten und auch neue Gefahrenquellen stellen hier moderne Pkws dar. Nicht ausgelöste
Airbags,
Seitenaufprallschutz, versteckte
Sekundärbatterien - all das stellt die Feuerwehr heutzutage vor immer neue Herausforderungen.
Technische Geräte
Einsatzereignis von Hilfsorganisationen