| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen bergkamen.png | Lage der Stadt Bergkamen in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg |
| Kreis: | Unna |
| Geografische Lage: | |
| Durchschnittliche Höhe: | 65 - 70 m ü. NN |
| Fläche: | 44,8 km² |
| Einwohner: | 52.429 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.170 Einwohner je km² |
| Höchster Punkt: | 148,5 m ü. NN |
| Niedrigster Punkt: | 49,6 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 59192 |
| Vorwahlen: | 02307 02389 (Stadtteil Rünthe) 02306 (Stadtteil Oberaden) |
| Kfz-Kennzeichen: | UN |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 78 004 |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 59192 Bergkamen |
| Website: | www.bergkamen.de |
| E-Mail-Adresse: | info@bergkamen.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Roland Schäfer (SPD) |
Die erst am 1. Januar 1966 durch den Zusammenschluss von fünf kleineren Gemeinden entstandene neue Gemeinde Bergkamen - Overberge kam erst zwei Jahre später hinzu - war früher als größte Bergbaustadt Europas ein Begriff. Heute befindet sich Bergkamen mitten im wirtschaftlichen Strukturwandel und ist bekannt für seine Vielfalt an Sport- und Freizeitangeboten und sein besonderes kulturelles Angebot.
Bergkamen liegt im mittleren Westen der Bundesrepublik Deutschland, in Westfalen, am Ostrand des industriell geprägten Ruhrgebiets, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Großstädten Hamm und Dortmund.
Südlich der Stadt verläuft der Hellweg mit dem sich anschließenden Mittelgebirge des Sauerlandes, unmittelbar nördlich grenzt das Münsterland an Bergkamen. Im Osten liegt die fruchtbare Soester Börde.
Die Nordgrenze der Stadt bildet die Lippe. Die Ostgrenze der Stadt bildet die Autobahn A 1. Ihre Südgrenze verläuft ungefähr im Bereich der A 2. Entlang der Westgrenze fließt die Seseke, ein Zufluss zur Lippe.
Der Datteln-Hamm-Kanal bindet Bergkamen an das Kanalnetz an.
Höchste Erhebung im Stadtgebiet ist mit 148,5 m ü.NN die „Adener Höhe“ auf der künstlich aufgeschütteten Bergehalde Großes Holz, einer Landmarke im Ruhrgebiet.
Angrenzende Nachbarstädte sind im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Werne, Hamm, Kamen und Lünen.
Das Wappen der Stadt Bergkamen zeigt sechs im Wechsel von Rot und Weiß kranzförmig angeordnete Sechsecke auf gelbem Grund.
Die Zahl 6 weist darauf hin, dass die Stadt Bergkamen durch den Zusammenschluss von 6 Gemeinden (den heutigen Ortsteilen) entstanden ist. Die Anordnungsform der Sechsecke soll die chemische Strukturformel für Benzol versinnbildlichen und damit auf die damalige industrielle Grundlage der Stadt (Steinkohle, Kokerei, Kohlechemie) hinweisen.
Mit den Farben wird an die alte Territorialzugehörigkeit zur Grafschaft Mark erinnert.
Die Geschichte des Raumes der Stadt Bergkamen reicht zurück bis zu den alten Römern. Im Spätsommer des Jahres 11 v. Chr. wurde im Zuge der geplanten Expansion des Römischen Reiches vom Rhein bis zur Elbe von römischen Legionen unter dem Oberbefehl des Feldherrn Drusus, einem Stiefsohn des Kaisers Augustus, bei ihrem Vorstoß entlang der Lippe auf einem Hügel im heutigen Stadtteil Bergkamen-Oberaden ein Legionslager für zwei Legionen und Hilfstruppen errichtet. Im Jahre 8 v. Chr. wurde das Lager nach Unterwerfung der germanischen Stämme der Sugambrer und der Brukterer planmäßig wieder aufgegeben.
Seit der Entdeckung des Römerlagers im Jahre 1905 durch den Pfarrer Otto Prein wurden in mehreren Grabungskampagnen Teile der Anlage erforscht. Das 56 ha große Lager gehört zu den wichtigsten frühgeschichtlichen Bodendenkmälern Westfalens. Es ist das größte römische Militärlager nördlich der Alpen und das älteste bekannte Lager in Westfalen. Einige Funde und Rekonstruktionen finden sich im Stadtmuseum Bergkamen.
Aus sächsisch-fränkischer Zeit stammt eine noch gut erkennbare Doppelwall-Ringanlage im Nordosten des Stadtgebietes, die sogenannte Bummannsburg, die als Bodendenkmal unter Schutz steht.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestanden im Raum der heutigen Stadt Bergkamen nur kleinere Dörfer und Einzelgehöfte. Zu nennen ist das Gut Haus Velmede, das seit dem Jahre 1636 Sitz eines Teils der Familie von Bodelschwingh ist, der im 19. Jahrhundert zwei preußische Minister und auch Pfarrer Friedrich von Bodelschwingh, der Gründer der Krankeneinrichtungen in Bethel bei Bielefeld, entstammten.
Ende des 19. Jahrhunderts erreichte der Ruhrbergbau den hiesigen Raum. 1890 wurde der erste Schacht für das spätere Bergwerk Zeche Monopol Schacht Grimberg 1/2 abgeteuft. Damit begann durch den Arbeitskräftebedarf des Bergbaus der starke Bevölkerungsanstieg in den Gemeinden des heutigen Stadtgebietes. So verneunfachte sich die Bevölkerung der Altgemeinde Bergkamen zwischen 1890 und 1912.
1946 ereignete sich Deutschlands schwerstes Grubenunglück auf der Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4 in 939 Metern Tiefe. 405 Bergleute kamen um.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1966 schlossen sich die Gemeinden Bergkamen, Rünthe, Weddinghofen, Oberaden und Heil zur Großgemeinde Bergkamen zusammen, der am 14. Juni 1966 von der Landesregierung NRW die Stadtrechte verliehen wurden. Die Gemeinde Niederaden, die sich ursprünglich ebenfalls Bergkamen anschließen wollte, entschied sich jedoch für die Eingemeindung durch die Stadt Lünen. Durch das sog. Unna-Gesetz kam schließlich zum 1. Januar 1968 als sechster Ortsteil die Gemeinde Overberge hinzu.
Hinweis: Unter den 396 Kommunen Nordrhein-Westfalens gibt es lediglich drei Kommunen mit einer absoluten Ratsmehrheit der SPD: Rödinghausen, Bönen und Bergkamen.
Daneben waren über die jeweilige Landesliste bis Oktober 2005 noch folgende Bergkamener Mitglied des 15. Deutschen Bundestages:
Bergkamens Wirtschaft wurde bis vor wenigen Jahrzehnten vom Bergbau (Steinkohle) geprägt. Diverse Zechenschließungen haben jedoch die Arbeitslosigkeit in die Höhe schnellen lassen. Heute ist der Hauptarbeitgeber ein mittelgroßer Chemiekonzern aus Deutschland. Ein größerer Arbeitgeber ist auch das Kraftwerk Bergkamen.
Bergkamen liegt am Kamener Kreuz und ist somit über die Autobahnen A 1 und A 2 zu erreichen (Auf- und Abfahrten im Stadtgebiet). Die Bundesstraßen B 233 und B 61 verlaufen im Osten und im Süden des Stadtgebietes.
Die DB - Güterverkehrslinie Hamm - Recklinghausen (Hamm-Osterfelder Bahn) führt quer durchs Stadtgebiet mit den beiden Güterbahnhöfen Bergkamen und Oberaden.
Die nächsten Bahnhöfe für Schienen-Personenverkehr liegen in den Nachbarstädten Kamen, Lünen und Werne. Die nächstgelegenen Bahnknotenpunkte sind Hamm und Dortmund. Ein zentraler Omnibusbahnhof befindet sich direkt am Bergkamener Rathaus. Abhilfe für den fehlenden Bahnhof schafft hier seit Januar 2005 der Schnellbus S30 der VKU, der Bergkamen über Weddinghofen, Dortmund-Derne und Dortmund-Reinoldikirche mit dem Zentralen Omnibusbahnhof am Dortmunder Hauptbahnhof verbindet. Weitere zwei Schnellbuslinien verbinden die Stadt mit Lünen (über Oberaden) und mit dem Bahnhof Hamm (Westfalen) (über Rünthe) (S 20) und andererseits mit Werne (über Rünthe), Kamen und Unna (S 80).
Eine Stadtbahnlinie, die Bergkamen mit Dortmund verbinden soll, ist in Planung. Sie könnte später weiter bis Hamm führen.
In und durch Bergkamen verkehren 3 Regiobus-Linien: R81, R11 und R12. Sie bedienen das komplette Stadtgebiet.
Bergkamen besitzt zwei industriegewerbliche Häfen am Datteln-Hamm-Kanal. Außerdem befindet sich an diesem Kanal in Bergkamen ein Sportboothafen, die Marina Rünthe. Sie zählt zu den größten Freizeithäfen in Nordrhein-Westfalen.
Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen Dortmund, der Flughafen Düsseldorf International und der Flughafen Münster/Osnabrück.
Bergkamen unterhält seit 1990 eine Städtepartnerschaft mit Hettstedt (Deutschland) und seit 1994/1995 Städtepartnerschaften mit Gennevilliers (Frankreich), Taşucu (Türkei) und Wieliczka (Polen).
Durch das Städt. Gymnasium Bergkamen und sein Jugendsinfonieorchester "Bachkreis Bergkamen" entstand eine Partnerschaft mit der chinesischen Stadt Xi'an.
Der Kreis Unna unterhält eine langjährige Partnerschaft mit dem britischen Partnerkreis Kirklees. In diesem Rahmen führt die Bergkamener Volkshochschule seit vielen Jahren entsprechende Sprachreisen durch.
Die Stadt Bergkamen besteht aus folgenden sechs Stadtteilen: Heil, Mitte, Oberaden, Overberge, Rünthe und Weddinghofen.
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