| Bergisel | |
|---|---|
| Bergisel-N.jpg Blick auf den Bergisel von Norden | |
| Höhe: | 746 Meter |
| Geografische Lage: | |
| Lage: | Innsbruck, Österreich |
| Gebirge: | Tuxer Alpen |
| Leichteste Route: | Wanderung |
Der Name leitet sich von der vorrömischen Bezeichnung burgusinus (Berg) ab, weshalb Bergisel zusammen geschrieben wird. Funde zeugen von einer frühen Nutzung als Brandopferplatz und einer Siedlung in der Eisenzeit.
Der Bergisel ist von der Brennerbahn und der Brennerautobahn untertunnelt. An seinem Fuß befindet sich die Sillschlucht, ein Naherholungsgebiet.
Bis zu einem Unglück nach einer Massenpanik, welche zunächst fünf Todesopfer forderte und weitere fünf jugendliche Zuschauer zu Pflegefällen machte, von denen eine vier Jahre danach an den Folgen des Unglücks verstarb, war das Bergisel-Stadion auch Austragungsort des Snowboard-Spektakels Air & Style. In der Klageschrift des anschließenden Verfahrens wurde festgestellt, dass "sowohl das Veranstaltungsamt als auch die Stadtgemeinde Innsbruck zumindest seit 1995 gewusst hätten, dass das Bergisel-Stadion als Betriebsanlage für Großveranstaltungen eine sehr problematische, teilweise auch ungeeignete Betriebsanlage ist". Der Richter stellte in seiner Urteilsbegründung knapp drei Jahre nach dem Unglück fest, dass das Land Tirol und die Stadt Innsbruck die Veranstaltung hätten absagen müssen. Wegen dieser Pflichtversäumnis wurden diese dazu verurteilt für die entstandenen Schäden aufzukommen.
Aufgrund der massiven Veränderungen im Skispringen, vor allem durch den von Jan Boklöv eingeführten V-Stil und durch besseres Material, wurden erheblich höhere Weiten erzielt. Die alte, von Horst Passer entworfene, Schanze genügte nicht länger den internationalen Sicherheitsansprüchen. Um weiterhin Skispringen ausrichten zu können, wurde Zaha Hadid mit dem Neubau beauftragt. Sie stand vor einem architektonischen Problem, da viele Schanzen der Welt einen ähnlichen Aufbau haben: Sie bestehen in der Regel aus einem Turm, einer Anlaufspur und dem Schanzentisch (die Verbindung zwischen Hang und Schanze). Die meisten Schanzen sind deshalb sehr einfach gehalten. Ursprünglich plante Hadid für den Bergisel einen architektonischen und einen Skisprungteil (wie zum Beispiel in Kuopio, Finnland). Im Laufe der Bauarbeiten stellte sie aber fest, dass man die beiden Teile ohne Weiteres miteinander verbinden könne. Darin liegt die wahre Faszination dieses Gebäudes. Hadid verbindet ein Sportstadion mit einem Café samt Aussichtsplattform zu einem architektonischen Gesamtkunstwerk. Die Schanze wirkt „wie aus einem Guss“, die einzelnen Elemente gehen fließend ineinander über. Genauso fließend wirkt der Übergang vom unterirdischen Bereich zur Turmspitze. Weiters fügt sich der futuristische Sprungturm perfekt in die Landschaft ein und bietet einen unglaublichen Ausblick auf Innsbruck und das Mittelgebirge. Nachts wird durch die Beleuchtung des Anlaufs und des Cafés ein höchst interessantes visuelles Erlebnis erreicht. Schon jetzt wurden der Schanze von diversen Architekten einige Spitznamen verliehen, da die Schanze an einen Golfschläger und eine Stöckelschuh erinnert. Fantasievolle sprechen von einer Kobra.
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