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Schlaegel und eisen-sign of mining.png | Bergbau_Schnitt_MK1890.jpge, c=Stöcke, d=Stollen, e=Schacht, A=Nebengestein]] Bergbau bezeichnet die Gewinnung von mineralischen Rohstoffen aus einem Gesteinskörper der oberen Erdkruste. Häufig geförderte Rohstoffe sind z.B.:

Prinzipiell zählt auch die Förderung von Erdöl und Erdgas zum Bergbau, obwohl die Förderung nicht in Bergwerken, sondern durch Tiefbohrungen erfolgt.

Die abzubauenden Stoffe befinden sich in einer Lagerstätte, deren Ausmaß und Lage heute meist durch geophysikalische Exploration untersucht wird. Doch sind von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter viele Lagerstätten – z. B. Erzadern – auch durch Ausbisse (Sichtbarkeit an der Erdoberfläche) gefunden worden.

In Deutschland ist der Bergbau grundsätzlich durch das Bundes-Berggesetz geregelt, in anderen Ländern durch entsprechende Regelungen. Die öffentliche Stelle, der die gesetzliche Kontrolle übertragen ist, heißt Bergamt, in Österreich Montanbehörde.

Abbautechniken


Es werden zwei Grundtechniken unterschieden:
  1. Übertage: die Rohstoffe werden in offenen Gruben gefördert; siehe: Tagebau
  2. Untertage: Förderung durch Stollen oder Schächte im sogenannten Gebirge (Bergbau); siehe: Untertagebau
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Geschichte


Annaberger_Bergaltar.jpg (St. Annenkirche zu Annaberg)]] Die verschiedenen Arten der Fahrung.png Frühste archäologische Zeugnisse des Bergbaus weisen in die Jungsteinzeit. Kupfer wurde schon um 5000 v. Chr. im Sinai, Kupfer, Gold und Türkise um 3000 v. Chr. in Ägypten abgebaut. Wahrscheinlich gab es gegen 3000 v. Chr. auch schon Metallgruben in Indien und China. Um 2500 v. Chr. begann dann auch die Kupferförderung in Mitteldeutschland. Eisenerz wurde ab etwa 800 v. Chr. in den Alpen abgebaut und Steinkohle ist seit dem 9. Jahrhundert in England bekannt.

Kanarienvögel, wie bspw. der Harzer Roller, dienten früher als Alarmanlage bei Sauerstoffmangel.

Bergbau in Deutschland

Erste schriftliche Zeugnisse über den Metallabbau im mittelalterlichen Mitteleuropa berichten aus Böhmen im 8. Jahrhundert, Goslar im 10. Jahrhundert, dem Erzgebirge in Freiberg und Joachimsthal im 12. Jahrhundert und in allen Fällen vorwiegend im Zusammenhang mit Silber und Kupfer. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelten sich weitere erzgebirgische Bergstädte wie Annaberg zu Zentren des deutschen Bergbaus. Mitte des 16. Jahrhunderts veröffentlichte Georgius Agricola mehrere für den Bergbau entscheidende Werke, wie das 1556 erschienene De re metallica libri XII. Ab dem Mittelalter lassen sich Bergordnungen nachweisen, die den Bergbau umfassend regelten. Mitte des 19. Jahrhunderts traten an ihre Stelle Berggesetze.

Steinkohleförderung im Aachener Steinkohlenrevier an Inde und Wurm wird in den Annales Rodenses des Klosters Roda (heute Rolduc/NL) bereits für das Jahr 1113 bezeugt. Abbauort war der Beckenberg (schwarze Berg) direkt bei der Burg und Siedlung Rode (heute Herzogenrath/D). Der Eschweiler Kohlberg wird 1394 urkundlich erwähnt, der Eschweiler Bergwerksverein 1838 gegründet. Im Ruhrgebiet wird Steinkohle seit dem 14. Jahrhundert gefördert, Mitte des 18. Jahrhunderts begann man an der Saar Steinkohle abzubauen, wo dieser Bodenschatz im 20. Jahrhundert das ganze Land zum Spielball zwischen Frankreich und Deutschland machte; später förderte man auch in Schlesien.

Foerderturm.Wiliczka.jpg des Salzbergwerkes Wieliczka bei Krakau (Polen)]] Durch die Industrialisierung, besonders die 1769 von James Watt erfundene Dampfmaschine wurde vor allem der Abbau von Kohle und Eisenerz erheblich gesteigert und sorgte so für die Häufung von Industrie zum Beispiel im Ruhrgebiet und in Oberschlesien. Gebraucht wurde z. B. Steinkohle zu Heizzwecken, auch in Form von Brikett (in Deutschland seit 1861) oder als Treibstoff für Lokomotiven und stationäre Dampfmaschinen zum Antrieb von Arbeitsmaschinen in Industriebetrieben. Später stellten die kohlebefeuerten Dampfkraftwerke das Rückgrat der Stromversorgung dar, und dies ist auch heute noch so. Nachdem Rohstoffe immer günstiger vom Ausland eingeführt werden konnten, verloren besonders die heimischen Eisen- und Metallerzlagerstätten an Bedeutung, da diese nur schwierig und somit teuer zu gewinnen waren. Auch die Steinkohlengewinnung ist bei uns geologisch bedingt schwierig und daher teuer. Steinkohlenzechen werden jedoch als sichere Energiequelle im eigenen Land benötigt, auch, um unseren hohen Stellenwert bei der Bergbautechnologie auf dem Weltmarkt behalten zu können.

Die Förderung von Braunkohle, die 30 % der deutschen Energieversorgung darstellt, sowie von Kali- und Steinsalz werden in großem Umfang weiter betrieben. Kali und Steinsalze werden unter anderem in der heimischen Agrarwirtschaft als Dünger eingesetzt und auch weltweit exportiert. Deutschland besitzt die weltweit modernsten und leistungsfähigsten Kalibergwerke. Ein erheblicher Wirtschaftsfaktor stellt auch der Bergbau auf Steine und Erden dar, die i. d. R. im Tagebau abgebaut werden.

Siehe auch


Literatur


  • Schumann, Siegfried: Die alten Kupferbergwerke zu Bottendorf. (2005) * ISBN 3-86553-134-2

Weblinks


Bergbau | Geologie | Ingenieurwissenschaft

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